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Transrapid nach Dachau: Freistaat springt auf Magnetzug auf

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Von: Sascha Karowski

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Die Firma Bögl testet seit 2012 den Transrapid. Fährt der bald in München?
Die Firma Bögl testet seit 2012 den Transrapid. Fährt der bald in München? © Firmengruppe Max Boegl

Der Freistaat wird sich an einer möglichen Machbarkeitsstudie für ein Verkehrsprojekt zwischen München, Karlsfeld und Dachau beteiligen. Die CSU im Stadtrat hatte einen entsprechenden Antrag gestellt und einen Transrapid oder eine Seilbahn genannt.

München - Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) sagte gegenüber unserer Zeitung: „Das Jahr 2019 wird im Freistaat das Jahr der Weichenstellungen. Wir wollen Zukunft gestalten und müssen deswegen den Mut haben, im Verkehrsbereich etwas auszuprobieren.“ Darum begrüße der Minister die Ideen von Kommunalpolitikern aus München und dem Umland, eine Machbarkeitsstudie zu innovativen Transportmitteln für den Ballungsraum München in Auftrag zu geben. 

Bayern: Transrapid nach Dachau - Freistaat springt auf Magnetzug auf

„Neben urbanen Seilbahnen sind für mich auch moderne Magnetschwebebahnen eine klimafreundliche Alternative, die wir untersuchen sollten. Um den Verkehr zu entlasten, müssen wir kreativ denken. Wenn die Landeshauptstadt und die betroffenen Kommunen im Umland dieses Vorhaben mit einer Machbarkeitsstudie weiterverfolgen wollen, ist der Freistaat Bayern bereit, das fachlich und finanziell zu unterstützen.“

Der Zuschuss soll aus dem Topf für Luftreinhaltemittel entnommen werden. Aus diesem Budget ist bereits eine Finanzhilfe für die Machbarkeitsstudie über eine Seilbahn am Frankfurter Ring geflossen. Diese Studie kostet insgesamt 570.000 Euro, die Hälfte davon trägt der Freistaat. Bei der neuerlichen Studie soll sich der Zuschuss in einer ähnlichen Größenordnung bewegen. Allerdings muss der Stadtrat zunächst noch über den Antrag der CSU abstimmen. Bei der Kooperation mit Dachau und Karlsfeld soll dann untersucht werden, auf welcher Trasse Magnetschwebebahn oder Seilbahn möglich wären.

Bayern/Dachau: Bahn kleiner als von Siemens entwickelter Transrapid

Ein möglicher Hersteller wäre das Oberpfälzer Unternehmen Bögl. Dieses testet seit 2012 auf eigenem Gelände eine Modifizierung einer Magnetschwebebahn. Laut Unternehmen hat der Zug in mehr als 100.000 Fahrten gut 65.000 Kilometer hinter sich gebracht. Die Bahn ist kleiner als der ursprünglich von Siemens entwickelte Transrapid und auf kürzere Streckenlängen von lediglich fünf bis 30 Kilometern ausgelegt. 

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