Eine leere Straße in München führt zu einer Großbaustelle mit vielen Kränen.
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Prognose für Bayern: Der Süden wächst weiter - doch einige Regionen werden schrumpfen. (Symbolbild)

Studie liefert Blick in die Zukunft

Klarer Bayern-Trend: Nicht nur München wächst weiter - doch andernorts droht Einwohner-Schwund

  • Marion Neumann
    vonMarion Neumann
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Wie verändert sich Bayern bis zum Jahr 2040? Eine Studie liefert dazu nun klare Ergebnisse - und zeigt, welche Regionen wohl wachsen und welche schrumpfen werden.

München - Der Süden Bayerns ist begehrt. Das zeigt sich nicht nur an den Einwohnerzahlen und den Mieten in München. Auch eine Untersuchung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung in Bonn bestätigt das nun. Doch nicht hauptsächlich die bayerische Landeshauptstadt selbst, sondern vor allem Umlandgebiete in der Region werden wachsen.

Als Basis der Untersuchung, die an diesem Dienstag (9. März) veröffentlicht wurde, haben Forscher die Bevölkerung des Jahres 2017 herangezogen. Das Ergebnis: bis zum Jahr 2040 werden die Städte und Kreise in Südbayern zumeist weiter wachsen.

Bayern: Studie liefert Blick in die Zukunft - Oberbayern und Schwaben wachsen weiter

Die Studie bestätigt den Trend ähnlicher Berechnungen in der Vergangenheit. Der jüngsten Untersuchung zufolge sollen nach der Schätzung des Bundesinstituts in Oberbayern und Schwaben fast alle Landkreise und kreisfreien Städte wachsen. Lediglich im Kreis Dillingen soll die Bewohnerzahl stagnieren (minus 0,1 Prozent).

Etwas überraschend ist wohl diese Vorhersage: Die Landeshauptstadt selbst soll mit plus 4,8 Prozent bis 2040 weniger stark wachsen als einige Umlandgebiete Münchens. Die Kreise Dachau*, Ebersberg* und Erding* sollen um etwa 15 Prozent zulegen. In Augsburg* wird ebenfalls mit einer deutlichen Bevölkerungszunahme gerechnet (plus 11,7 Prozent). In Ostbayern gibt es auch starke Wachstumsregionen wie Landshut mit ebenfalls fast 15 Prozent plus oder den Raum Regensburg* mit einem Zuwachs von etwa zehn Prozent.

Einwohner-Trend: Regionen um München wachsen - im Norden sieht es ganz anders aus

Ganz anders sieht es im Bayerischen Wald und der nördlichen Oberpfalz aus. Dort rechnen die Forscher mit einer schrumpfenden Bevölkerung. In Franken wird nur für Fürth ein starkes Wachstum (plus 9,5 Prozent) erwartet. Auch andere Kommunen zwischen Nürnberg* und Bamberg sind noch im positiven Bereich. Etliche nordbayerische Landkreise wie Kronach (minus 14,3 Prozent) oder Wunsiedel (minus 13,6 Prozent) müssen hingegen mit teils stark sinkenden Einwohnerzahlen rechnen. (nema mit dpa) (*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

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