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Auch in anderen Bundesländern, wie hier in Coesfeld in Nordrhein-Westfalen, erlebte die Polizei Überraschungen.

Explosive Entdeckungen

Gefährliche Funde: Waffen-Abgaben bringen Polizisten ins Schwitzen

Scheunenfunde, die es in sich haben: Bis zum 1. Juli konnten Waffen straffrei abgegeben werden. Polizisten erlebten dabei gefährliche Überraschungen.

Bad Tölz/Altötting/Passau - Bis zum 1. Juli konnten ein Jahr lang Waffen straffrei bei der Polizei abgegeben werden. Die Polizei aus Bad Tölz erlebte kurz vor Ablauf der Frist eine explosive Überraschung (Merkur.de berichtete). Eine Frau wollte die gefundenen Sprengstoffutensilien aus dem Nachlass ihres Vaters der Polizei vorbeibringen - in ihrem Auto.

Zum Erstaunen der Polizisten befanden sich in dem Kofferraum nach erstem Anschein Dynamitstangen, Zünder von Handgranaten und Sprengkapseln. Umgehend wurde der Parkplatz der Polizeiwache abgesperrt und das Sprengkommando alarmiert. 

Die Entwarnung kam später: Die Experten erkannten die vermeintlichen Dynamitstangen als Pyrotechnik und somit harmlos. Der brisante Vorfall war aber kein Einzelfall. 

Auch im Landratsamt Altötting schrillten alle Alarmglocken, als eine verrostete Handgranate abgegeben wurde. Doch auch hier konnte nach Rücksprache mit Spezialisten wenig später der Alarmzustand aufgehoben werden. Bei dem verrosteten Stück handelte es sich um eine Übungshandgranate. 

Für Aufregung sorgte auch ein Mann aus Passau, als er Handgranaten aus dem Ersten Weltkrieg abgeben wollte. Teile des Landratsamtes wurden evakuiert, weil nicht klar war, ob die Zünder noch intakt waren. 

88-Jähriger bringt halbes Kriegsarsenal auf die Wache

Auch in anderen Bundesländern gab es spektakuläre Waffen-Abgaben. Im Münsterland gab es für ein Waffenbesitzer ein juristisches Nachspiel. Wie das Nachrichtenportal Der Westen berichtet, brachte ein 88-Jähriger aus Coesfeld in Nordrhein-Westfalen ein halbes Kriegsarsenal auf die Polizeiwache. Langwaffen, Pistolen, Revolver und Maschinenpistolen konnten die Beamten feststellen. Hinzu kamen eine große Menge an Munition und vier Kilo Sprengstoff. 

Für ihn gab es eine Anzeige statt Amnestie: Der Besitz dieser Waffen verstieß gegen das Sprengstoffgesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz. Der 88-Jährige wollte sich jedoch bisher nicht zur Herkunft der Waffen äußern.

Ernster Hintergrund

Nicht zum ersten Mal konnten Waffen straffrei bei der Polizei abgegeben werden. Die erste Amnestie startete 2009 als Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden. Nach der Änderung des Waffengesetz wurden damals im Laufe des Jahres rund 200.000 Waffen zurückgeben - ein Viertel davon waren in illegalem Besitz. In diesem Jahr fiel der Rücklauf deutlich niedriger aus. Bis Anfang April registrierte die Polizei laut der Augsburger Allgemeinen rund 3500 zurückgegebene Waffen.

Sabina Kläsener

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