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Unwetter in Bayern: 14 Verletzte bei eingestürzter Hütte – darunter Kinder und eine Schwerstverletzte

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Von: Christina Denk, Felix Herz

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Feuerwehrleute, Sanitäter und die eingestürzte Hütte.
Die Hütte stürzte bei dem starken Gewitter ein – mehrere Personen wurden verletzt © Haubner/vifogra/dpa

Am Freitagabend zogen schwere Unwetter über Bayern hinweg. Langsam werden die Schäden sichtbar. In Enderndorf stürzte eine Hütte ein.

Update vom 21. Mai, 12.10 Uhr: Nicht nur im Kreis Nürnberg hat der Sturm am Freitagabend seine Spuren hinterlassen. Auch in anderen Teilen Bayerns gab es zahlreiche Einsätze, abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume.

Über den Landkreis Bayreuth zog am Freitagabend ein „kurzer, aber heftiger Sturm“, wie die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach am Samstag meldete. Die Feuerwehr wurde innerhalb von zwei Stunden über 60 Mal alarmiert. Auch hier hatte die Feuerwehr vor allem mit abgedeckten Dächern und etwa 50 umgestürzten Bäumen zu tun. Menschen wurden nicht verletzt.

Auch in Oberfranken und der Oberpfalz rückten die Einsatzkräfte fast 100 Mal zu Einsätzen aus. Dabei ging es eher um kleinere Sachschäden wegen umgestürzter Verkehrsschilder und Bäume, so die Sprecher der Einsatzzentralen. In Wunsiedel deckte der Sturm das Dach einer Brauerei ab, wie die Polizei mitteilte. Dagegen blieben in Südbayern Unwetterschäden weitestgehend aus.

Unwetter in Bayern: 14 Verletzte bei eingestürzter Hütte – Ursache weiter ungeklärt

Update vom 21. Mai, 8.41 Uhr: In Bayern werden die Schäden sichtbar, die das Unwetter am Freitagabend hinterlassen hat. In Enderndorf war eine Hütte eingestürzt, 14 Menschen wurden verletzt (siehe Update vom 20. Mai, 22 Uhr). Neben einer schwerstverletzten 37-jährigen Frau musste auch eines der Kinder per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden, so die Berichte. Ersthelfer hätten noch vor Eintreffen der Rettungskräfte sämtliche Personen aus den Trümmern geborgen.

Die Ursache für den Einsturz der Hütte ist weiter ungeklärt. Der Kriminaldauerdienst sicherte den Angaben nach Spuren und übernahm die Ermittlungen zur Unglücksursache. Die Staatsanwaltschaft ordnete zudem an, dass ein Sachverständiger hinzugezogen wird.

Am Freitag (20. Mai) ist in Enderndorf im Zuge der Unwetter eine Hütte eingestürzt. 14 Menschen wurden verletzt.
Am Freitag (20. Mai) ist in Enderndorf im Zuge der Unwetter eine Hütte eingestürzt. 14 Menschen wurden verletzt. © Haubner/dpa

Bayern nach dem Unwetter: Knapp 400 Feuerwehreinsätze in Mittelfranken

Nicht nur in Enderndorf tobte das Unwetter. In ganz MIttelfranken hat der Sturm knapp 400 Feuerwehreinsätze in Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie in den Landkreisen Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt ausgelöst. Die Feuerwehr rückte vor allem wegen vollgelaufener Keller, entwurzelter Bäume und beschädigter Hausdächer an, wie sie am frühen Samstagmorgen mitteilte.

Zwischen Neuhaus und Hersbruck wurde die Bahnstrecke gesperrt, weil Bäume die Gleise blockierten. In Nürnberg-Wetzendorf fielen Bäume in eine Stromleitung. Der Störungsdienst schaltete die Leitung dann ab, um den Baum entfernen zu können. Menschen wurden im Zuge des Unwetters nicht verletzt. Die Aufräumarbeiten dürften sich demnach bis in den Vormittag ziehen.

Unwetter in Bayern: Einsturz einer Holzhütte bei Nürnberg - 14 Menschen verletzt

Update vom 20. Mai, 22 Uhr: Die Lage rund um die eingestürzte Hütte in Enderndorf stellt sich als dramatischer heraus, als zunächst ersichtlich. Bei dem Einsturz der Holzhütte wurden 14 Menschen verletzt, darunter auch mehrere Kinder. Eine 37-jährige Frau wurde schwerstverletzt und mit dem Helikopter in ein Krankenhaus geflogen.

Nach Angaben der Polizei hatten zuvor mehrere Urlauber in der 85 Quadratmeter großen Hütte Schutz vor dem schweren Gewitter gesucht. Diese sei dann zur Seite gekippt und zusammengefallen.

Unwetter in Bayern: Verletzte bei eingestürzter Hütte

Erstmeldung vom 20. Mai, 21 Uhr: Enderndorf – Schwerste Unwetter zogen im Laufe des Freitagabends (20. Mai) über den Norden Bayerns hinweg. Lange gilt in einigen Regionen die DWD-Warnstufe drei – es wird vor schwerem Unwetter mit Starkregen, Orkanböen und Hagel gewarnt. In anderen Regionen beruhigt sich die Lage – und die ersten Schäden des Gewitters werden sichtbar. In Enderndorf in der Nähe von Nürnberg ist eine Hütte eingestürzt, in der mehrere Personen mutmaßlich Schutz suchten – mindestens acht Menschen wurden verletzt, mindestens einer schwer, berichtet die Newsredaktion vifogra.de.

Starkes Unwetter zieht über Bayern
In einigen Teilen Bayerns beginnen die ersten Aufräumarbeiten nach den Heftigen Gewittern. © NEWS5 / Oßwald

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Bayern: Verletzte, entwurzelte Bäume, Aufräumarbeiten

In anderen Regionen Bayerns versucht die Feuerwehr, die ersten Schäden zu beseitigen. Die DB Regio Bayern gibt unterdessen via Twitter bekannt, dass zahlreiche Bäume auf Gleisen liegen. Es kommt zu erheblichen Einschränkungen, der S-Bahn Verkehr auf den Strecken Neustadt-Aisch-Steinach sowie Bad Windsbach-Wicklesgreuth muss komplett eingestellt werden.

Starkes Unwetter zieht über Bayern.
In der Nürnberger Innenstadt kam es zu einer Überflutung. © NEWS5 / DESK

Vielerorts liegen entwurzelte Bäume auf den Straßen, wie hier in Heroldsberg nahe Nürnberg. Laut news5.de wurde Schwabach von einer Windhose heimgesucht. In der Nürnberger Innenstadt kam es unter anderem zu überfluteten Kellern und einer Überschwemmung in der Rothenburger Straße, da ein Gulli verstopfte.

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Unwetterlage in Bayern: In vielen Regionen ist es weiterhin brenzlig

Stand Freitagabend gelten noch mehrere Unwetterwarnungen für viele Teile Bayerns. Für den Süden gilt beim DWD Warnstufe zwei, für den Osten teilweise sogar noch Warnstufe drei. Am Samstag dann wird wohl erst das ganze Ausmaß der schweren Gewitter sichtbar.

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