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Passanten in der Münchner Innenstadt.

85.000 Menschen mehr

Bayern wächst dank Zuwanderung

München – Die Bevölkerung Bayerns wächst wegen der vielen Zuwanderer aus dem In- und Ausland weiter. Ende 2013 lebten fast 85.000 Menschen mehr im Freistaat als ein Jahr zuvor.

Das berichtete Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag bei der Vorlage des Statistischen Jahrbuchs 2014. Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung schrumpfen: Wie seit vielen Jahren gab es auch 2013 einen „Sterbeüberschuss“ – rund 17 000 Menschen mehr starben, als geboren wurden. Insgesamt lebten Ende vergangenen Jahres 12,6 Millionen Menschen in Bayern, gut doppelt so viele wie vor 100 Jahren. Jeder fünfte Bayer hat ausländische Wurzeln.

In den Zuwanderungszahlen enthalten sind auch die in Bayern aufgenommenen Asylbewerber. Die meisten Zuwanderer sind aber keine Flüchtlinge. Fast 240 000 Menschen zogen 2013 in den Freistaat – mehr als drei Viertel stammen aus der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die Tabelle führen die südosteuropäischen Länder mit wirtschaftlich schwierigen Situationen an: Rumänien (13 167), Polen (11 254) und Ungarn (8586) an, gefolgt von Italien (7376), Griechenland (4904), Kroatien (3878), Spanien (3771) und Bulgarien (3538). Von den 240 000 Zuwanderern blieben längst nicht alle, und auch etliche Neuankömmlinge der vergangenen Jahre zogen wieder fort, vor allem in die Türkei. Andere entschlossen sich hingegen zur Einbürgerung: An der einsamen Spitze liegen die Zuwanderer aus der Türkei mit 2343 Einbürgerungen. Die Statistik verzeichnet zudem einen innerdeutschen „Wanderungsgewinn“ von 14 000 Bürgern. Herrmann betonte, dass die Arbeitslosigkeit bei Ausländern in Bayern sehr viel geringer sei als im Bundesdurchschnitt.

Unterdessen fordert Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn Anreize für eine qualifiziertere Zuwanderung. Das deutsche Sozialsystem ziehe vor allem unqualifizierte Migranten an. Arbeitnehmer mit einer guten Ausbildung würden eher abgeschreckt.

mm

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