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Aufgrund der hohen Temperaturen steigt die Waldbrandgefahr. (Archivbild)

Käferbefall so schlimm wie nie, Millionen toter Bäume im Forst

Brandheiß! Waldbrandgefahr ist jetzt in Bayern extrem hoch

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Seit Wochen treibt die Sonne das Thermometer von einem Hitzerekord zum nächsten, in ganz Bayern herrscht längst akute Waldbrandgefahr.

München - In Nürnberg brach am Samstag nahe der Autobahn A73 im Kiefernforst ein Feuer aus. Dabei sind Bayerns Wälder ohnehin schon wegen des Hitzesommers 2018, des milden Winters sowie des trockenen Frühjahrs geschädigt wie nie. Die Borkenkäfer sorgen für eine beispiellose Katastrophe in Bayerns Wäldern.

Bei dem am Morgen ausgebrochenen Waldbrand bei Nürnberg brauchten neun Löschfahrzeuge und 40 Einsatzkräfte bis 15 Uhr, um den Brand, der sich auf drei Hektar ausgebreitet hatte, zu löschen. Grund: Das Löschwasser musste im Pendelverkehr mit Tanks zum Brandort gebracht werden. Wie brenzlig die Lage ist, zeigte am Sonntagnachmittag ein nicht vollständig gelöschtes Lagerfeuer bei den Böbinger Schnalzhöhlen (Kreis Weilheim-Schongau), das einen Waldbrand auslöste, wie Merkur.de* berichtet. Gegen 18 Uhr standen 1000 bis 2000 Quadratmeter in Flammen. Mit zwei Hubschraubern wurde gelöscht, sogar Bergwachten waren im Einsatz, um die Feuerwehr im unwegsamen Gelände zu unterstützen.

Wetterdienst rief höchste Waldbrandwarnstufe aus

Gestern rief der Deutsche Wetterdienst die höchste Waldbrandwarnstufe für Nordbayern, das Allgäu, den Osten Niederbayerns sowie den Kreis Altötting aus.

Dabei ist die Lage in Bayerns Wäldern ohnehin schon dramatisch: Der Rekordsommer 2018 hat eine Borkenkäferkatastrophe verursacht. Die Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft bilanzierte für 2018 so viel von Borkenkäfern befallenes Holz wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. „Wir verzeichnen seit 2015 einen kontinuierlichen Anstieg, das hat sich 2018 noch einmal verschärft“, berichtet der Leiter der Abteilung Waldschutz, Ralf Petercord. 2018 war das mit einer Durchschnittstemperatur von 10,5 Grad wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Bereits 2014 hätten mit 10,3 Grad Durchschnittstemperatur für den Borkenkäfer ideale Bedingungen geherrscht.

In ganz Bayern streiten sich die Waldbauern um die von Firmen vermieteten Holzfällmaschinen, um abgestorbene Bäume aus dem Wald zu bekommen. Denn von diesen breiten sich die Käfer auf noch unbefallene Bäume aus.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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