Verbraucherumfrage

Bayern sind zu Weihnachten großzügig

München - Bayern lassen sich Weihnachten einiges kosten: An den Geschenken zu sparen kommt für sie nicht in Frage. Doch der sehnlichste Wunsch vieler Kinder bleibt meist unerfüllt.

Für Weihnachtsgeschenke wollen die Menschen in Bayern in diesem Jahr im Durchschnitt 480 Euro ausgeben. Das sind einer Umfrage zufolge gut 80 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Im Auftrag des Handelsverbandes Bayern hatte die Hochschule für Oekonomie und Management (FOM) mehr als 5000 Verbraucher zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. Damit sind die Bayern Weihnachten weit großzügiger als die anderen Deutschen. Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young plant jeder Bundesbürger für Weihnachtsgeschenke ein Budget von 273 Euro ein. Das sind 20 Prozent weniger als vergangenes Jahr.

Auf Platz eins der beliebtesten Geschenke der Bayern stehen Gutscheine, gefolgt von Büchern, Kosmetik sowie Uhren und Schmuck. Auf ein Haustier unter dem Weihnachtsbaum dürften die meisten Kinder vergeblich hoffen: Haustiere landeten auf dem letzten Platz der Geschenke-Hitliste, die am Dienstag in München vorgestellt wurde.

Mit dem Einkauf der Geschenke lassen sich die meisten der Befragten aber noch etwas Zeit: Mehr als ein Drittel will sich erst in der ersten Dezemberhälfte auf die Suche machen. Sechs Prozent kaufen die Geschenke sogar auf den letzten Drücker am 23. oder 24. Dezember ein.

Hoffnung der Einzelhändler

Für die bayerischen Einzelhändler steht und fällt mit dem Weihnachtsgeschäft die Bilanz des Jahres. „Denn der Einzelhandel erzielt im Durchschnitt etwa ein Fünftel des gesamten Jahresumsatzes in der Weihnachtszeit“, sagte HBE-Präsident Ernst Läuger. Er rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von 1,5 Prozent im Weihnachtsgeschäft.

Entscheidend für die Einkaufslust ist aber nicht zuletzt das Wetter. „Wenn es überhaupt nicht richtig kalt ist und überhaupt kein Schnee fällt, dann kommt leider keine Weihnachtsstimmung auf.“ Noch schlimmer als milde Temperaturen wären für die Geschäftsleute aber weitere Bahnstreiks. „Ein Streik an einem Adventssamstag wäre für uns ein Super-Gau.“ Schon die bisherigen Streiks hätten Umsatzverluste zwischen 10 und 20 Prozent bedeutet. Läuger hat deshalb auch einen Weihnachtswunsch: „Weihnachten ist ein Fest des Friedens - das sollten sich Bahn und GDL zu Herzen nehmen.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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