Wetter in Bayern

Amtliche Warnung vor Sturm und Schneefall - Achtung: Eisflächen nicht sicher

Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor Sturm und Schneefall in Bayern.

Wetter in Bayern: Es wird stürmisch am Montag und Dienstag. Dazu kommen Schneefälle. Auch die Wasserwacht warnt eindringlich.

  • Das war der Wetter-Ticker für Bayern von 15. bis 28. Januar. Zum aktuellen Wetter in Bayern mit neuem Schnee und einem Wetterphänomen, das für Frühlingswetter am Alpenrand sorgt, geht es hier.
  • Seit einigen Woche gibt es ein extremes Winterwetter in der bayerischen Alpenregion. 
  • Zwei Menschen verloren ihr Leben: Ein neunjähriger Junge wurde in Aying von einem Baum erschlagen. Der Fahrer eines Räumfahrzeugs verunglückte in Lenggries
  • In einigen Teilen Bayerns traten Flüsse über die Ufer, Straßen wurden überschwemmt
  • Alle Ereignisse zum Schnee-Chaos der vergangenen Tage finden Sie in unserem News-Ticker.
  • Update vom 4. März: Sturm Bennet würtet über Bayern

    Der Wetterdienst warnt vor schweren Sturmböen über ganz Bayern. Und das nicht zu unrecht. Die Feuerwehr München und viele weitere Feuerwehren in Bayern sind am Montag im Dauereinsatz. Alle Infos dazu: Sturm Bennet wütet über Bayern - Augsburg sagt Fasching ab - Mehrere Strecken gesperrt - alle News im Ticker

    Update vom 29. Januar, 9.18 Uhr: Wegen der Glätte ist es in Bayern in der Nacht auf Dienstag zu zahlreichen Unfällen gekommen.

    Update vom 28. Januar, 14.30 Uhr: Ein Tief zieht über den Norden Deutschlands hinweg und bringt kalte Nordatlantikluft nach Bayern - und das ziemlich flott. Der Deutsche Wetterdienst warnt daher aktuell vor schweren Sturmböen im Bergland, aber auch vor Sturm in ganz Südbayern, und ferner vor Glätte durch Schneefälle darunter in Nordbayern.

    Die bayerische Wasserwacht warnt derweil eindringlich davor, zugefrorene Seen zu betreten. Die Eisdecken seien noch zu dünn, es bestehe Lebensgefahr, teilte die Organisation am Montag mit. Wer ins Eis einbreche, verliere innerhalb kurzer Zeit das Bewusstsein und laufe Gefahr zu ertrinken. Sollte jemand Zeuge eines Unfalls werden, rät die Wasserwacht, die Notrufnummer 112 zu wählen. Ihr Tipp: Die eingebrochene Person beruhigen und sie nur mit Hilfsmitteln wie Rettungsringen, Leitern, Ästen oder einem Seil an Land bringen. Weil Eis erst nach mehreren Wochen strengen Frosts tragfähig wird, rät die Wasserwacht zum sicheren Spaß auf dem Eis: öffentlichen Eislaufbahnen.

    Update vom 27. Januar, 11 Uhr: Bei Schneefall hat es am Wochenende in Oberfranken mehrere Autounfälle gegeben. Auf der Autobahn 73 bei Coburg gerieten am Samstag vier Fahrzeuge ins Schleudern und prallten in die Schutzplanken. Bei Hof führten Glätte und Schnee auf der A93 und A72 zu drei Unfällen. In Burgkunstadt (Landkreis Lichtenfels) wollte ein 18-Jähriger mit seinem Auto eine Fußgängergruppe nicht mit Schneematsch anspritzen und wich aus. Dabei kam er mit seinem Auto von der glatten Fahrbahn ab und prallte gegen eine Hauswand.

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    Bei dem tragischen Flugzeug-Unglück in den italienischen Alpen kam unter anderem auch ein beliebter Chamer Unternehmer ums Leben. Nun nehmen Freund und Familie emotional Abschied.

    Wetter in Bayern: Regen, Schnee und Wind

    Nach den eisigen Temperaturen der vergangenen Tage sorgen derzeit milde Temperaturen für Abwechslung. „Auf der Vorderseite eines Tiefs über der Nordsee strömt von Westen her vorübergehend mildere Meeresluft nach Bayern“, berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf seiner Homepage. Doch dabei soll es nicht lange bleiben. Schon in der Nacht zum Montag wird diese mit Durchzug einer dazugehörigen Kaltfront nach Osten abgedrängt. 

    Am Montag kann es laut DWD zeitweise schneien, in tiefen Lagen gibt es Regen oder Schneeregen. Im Bergland kann es glatt werden. Bei 0 bis 6 Grad wird es wieder etwas kälter. Zudem kann es zeitweise windig werden. 

    Gefährlicher Wetter-Mix am Wochenende: Darum ist in Bayern Vorsicht geboten

    Update vom 25. Januar 2019, 10 Uhr: Das Wochenende wird im Freistaat spürbar milder: Die Schneefallgrenze steigt am Samstag auf 600 bis 1000 Meter - und auch die Temperaturen klettern tagsüber auf bis zu sechs Grad. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Freitag müssen Autofahrer am Samstagmorgen vor allem in Franken vorsichtig fahren. Hier soll es bei Plusgraden vielerorts regnen. Durch Bodenfrost ist den Angaben zufolge dann Glatteis auf den Straßen möglich.

    Strenge Minusgrade herrschen laut DWD vor allem nachts in den Alpentälern. Auf Deutschlands höchstem Berg, der 2962 Meter hohen Zugspitze, soll das Thermometer in der Nacht zu Samstag minus 19 Grad anzeigen.

    Der Sonntag wird den Experten zufolge bewölkt und trüb. Nördlich der Donau soll es regnen. In den Bergen wird es mehrere Zentimeter Neuschnee geben. Dazu kommt böiger, teils stürmischer Wind.

    Die Gefahr von Lawinen lag am Freitag bei Stufe eins von fünf, wie der Lawinenwarndienst Bayern mitteilte. Bei Touren abseits der Piste ist dennoch Vorsicht geboten - die steigenden Temperaturen können das Lawinenrisiko durch Gleitschnee wieder erhöhen.(dpa)

    Erster Kältetoter in Hannover: Obdachloser erfriert und niemand bemerkt es

    Das waren die Wetter-News vom 24. Januar 2019

    11.01 Uhr: Im Schneechaos Anfang des Jahres haben die Helfer nach Einschätzung des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) Enormes geleistet und Schlimmeres verhindert. „Vergelt's Gott hierfür“, sagte Herrmann. Bis zu 10 000 Helfer am Tag hätten zusammen rechnerisch rund 70 000 Tage gerackert, teilte das Ministerium am Donnerstag in München mit. Die Katastrophenschutzbehörden in den betroffenen Landkreisen hätten genau richtig reagiert und die erforderlichen Maßnahmen frühzeitig eingeleitet. Vor allem im südlichen Oberbayern, im Allgäu und im Bayerischen Wald hatten heftiger Schneefall, starker Wind und Sturm sowie einsetzendes Tauwetter massive Probleme bereitet.

    Herrmann kündigte als Konsequenz aus den Erfahrungen den Ausbau des Katastrophenschutzes an. Wegen der Extremwetterlage hatten die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Berchtesgadener Land und Traunstein zeitweise den Katastrophenfall ausgerufen. Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Technisches Hilfswerk waren vielerorts im Einsatz. Hinzu kamen die Lawinenkommissionen, Beamte der bayerischen und der Bundespolizei sowie Soldaten der Bundeswehr. Auch aus anderen Regierungsbezirken und sogar aus Österreich kam Unterstützung.

    9.59 Uhr: Ein eher ungemütliches Wochenende steht dem Freistaat bevor. Bereits in der Nacht auf Samstag setzt Schneefall ein. In einigen Alpentälern sinken die Temperaturen auf bis zu -12 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert. Am frühen Morgen soll akute Blitzeis/Glatteis-Gefahr herrschen, die sich durch gefrierenden Regen weiter verstärkt. 

    Auch für den Sonntag sind Niederschläge vorhergesagt, die dann auch noch mit einem stürmischen Südwestwind einhergehen.

    Das waren die Wetter-News vom 23. Januar 2019

    Update vom 23. Januar, 12.31 Uhr: Der Frost bleibt unverändert in Bayern. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) soll es „im Osten und Süden örtlich“ sogar strengen Frost in den nächsten Tagen geben und bis Freitag anhalten. In der Nacht zum Donnerstag soll es laut DWD vor allem im Süden Deutschlands und im östlichen Bergland wieder Niederschlag in Form von Schnee oder Schneegriesel geben. Dabei erhöhe sich auch die Glättegefahr. In einigen Alpentälern könnten die Temperaturen sogar zweistellige Minusgrade von bis zu -13 Grad erreichen. 

    Am Wochenende droht laut Wetter.de ein „gefährlicher Wettermix“. Ab Freitag werde es demzufolge wieder neue Schneefälle geben, die auch in Regen umschlagen könnten. Damit steige die Gefahr für Blitzeis und Glatteis stark an.

    Update vom 22. Januar, 17.31 Uhr: Haare stehen zu Berge, und fassen wir an den Türgriff, setzt’s einen Stromschlag: Verena Leyendecker, Diplom-Meteorologin und Redakteurin bei wetteronline.de, erklärt, was hinter dem Begriff Knisterwetter steckt.

    Experte sagt Kältehammer bis Februar voraus - zweistellige Minusgrade kommen

    Update vom 22. Januar, 08.33 Uhr: Die extreme Kälte, die Deutschland seit Tagen im Griff hat, könnte laut dem DWD-Wetterxperten Andreas Friedrich noch bis Februar anhalten. Allerdings sei dies nicht besonders ungewöhnlich, betonte Friedrich im Interview mit „RP Online“. Grund für den Umschwung sei die Änderung der Strömungsrichtung der Luftmassen, die nun statt schmuddliger Feuchtigkeit aus Nordwesten eine eisige Kälte aus Nordosten bringen.

    Wetterexperte vom DWD: Darauf sollten Fahrer jetzt besonders achten

    Vor allem Autofahrer sollten weiterhin Vorsicht walten lassen, denn mit den eisigen Temperaturen ziehe auch der Dauerfrost ein. Fahrer sollten darauf achten, vorsichtig Gas zu geben und keine ruckartigen Lenkbewegungen zu machen. Weiterhin sollten die Autobesitzer darauf achten, dass ihre Wägen winterfest ausgestattet sind, über ausreichend Frostschutz und Enteiser verfügen. Zudem könnten Teile des Autos mit Isolationsfolien abgedichtet werden, um ein Festfrieren zu verhindern.

    Wetter und Bayern: Mehrere Unfälle auf hartem Schnee - Und es wird noch kälter

    Update vom 21. Januar, 15.30 Uhr: Strahlender Sonnenschein in den Bergen, meterweise Pulverschnee und klirrende Kälte - bessere Voraussetzungen wie aktuell finden Wintersportler in Bayern kaum.

    Doch das stabile Hoch, das uns gerade sehr kalte Temperaturen und über den Nebelbänken eine klare Luft beschert, hat auch seine Schattenseiten.

    So vermeldeten Bergretter und Behörden eine Vielzahl an Unfällen. Denn war während des Schneechaos‘ die weiße Pracht noch fluffig weich und gefährlich nass und schwer ist er nun vielerorts so hart wie Beton gefroren.

    Zwei besonders schwere Unfälle passierten in den Wintersport-Gebieten im Umland von München passierten am Sonntag. Eine Frau aus Ebersberg verletzte sich an der Hochplatte beim Rodeln, obwohl sie zur Vorsicht vom Schlitten abgestiegen war. Und am Sudelfeld stürzte ein Kind schwer - aufgrund eines folgenschweren Missverständnisses.

    Und die sibirischen Temperaturen dauern erst einmal an:

    Wetter in Bayern: Enorme Kälte bleibt - DWD warnt vor gleich drei Gefahren

    Update vom 21. Januar 2019: Der Deutsche Wetterdienst warnt am Montagmorgen bayernweit vor Frost, Glätte und leichtem Schneefall. Es muss mit Glätte durch den geringfügigen Schneefall gerechnet werden, wie der DWD berichtet. Es tritt mäßiger Frost zwischen -6 Grad und -9 Grad auf. Bei Cham, Deggendorf und Passau warnt der Wetterdienst sogar vor strengem Frost zwischen -10 Grad und -13 Grad.

    Update zum Blutmond am 21. Januar 2019: Mondfinsternis am 21. Januar 2019: Der spektakuläre Blutmond heute Morgen in Bildern und im Video  

    Update vom 20. Januar 2019: Nach den heftigen Schneefällen in Bayern hat die letzte betroffene Region am Wochenende den Katastrophenfall aufgehoben. Der Landrat des Kreises Berchtesgadener Land, Georg Grabner, erklärte die Ausnahmesituation am Samstag ab 12 Uhr für beendet. Während des zehntägigen Katastrophenfalls seien rund 12.000 Einsatzkräfte aus dem Landkreis und ganz Bayern im Einsatz gewesen, hieß es weiter. Die Helfer hätten in dieser Zeit rund 1600 Dächer vor allem von Privathäusern von den Schneemassen befreit, um Einstürze zu verhindern. Der Katastrophenfall war Anfang Januar wegen extremer Schneefälle in fünf bayerischen Landkreisen ausgerufen worden.

    Während der Winter im restlichen Deutschland - besonders im Norden und Nordosten seine extreme Kälte zeigt, gibt es für die Menschen im Freistaat positive Kunde: Nach den turbulenten Verhältnissen der letzten Wochen geht es mit dem etwas milderen Anstieg weiter. Schneien soll es zwar weiterhin können, doch die Sonne versteckt sich nicht und zeigt uns in den kommenden Tagen ein ums andere Mal ihr Gesicht.

    In den kommenden Tagen fallen die Temperaturen in den Keller. (Symbolbild)

    Update vom 20. Januar 2019: Die sibirische Kältewelle bleibt uns noch eine Weile erhalten. Für die kommenden Tage prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) Dauerfrost und eisige Kälte. Im Süden Bayerns wird es mit bis zu minus zwölf Grad noch kälter, in diesen Regionen warnt der DWD vor strengem Frost. Am Montag erwarten uns zweistellige Minustemperaturen in der Nacht, vereinzelt kann es noch schneien, überwiegend wird es in den nächsten Tagen aber sonnig.

    Wetter in Bayern: Amtliche Warnung für zahlreiche Landkreise

    19.34 Uhr: Laut Deutschem Wetterdienst gibt es für große Teile Bayerns eine amtliche Warnung vor Frost. Sie gilt in folgenden Landkreisen: Berchtesgadener Land, Rosenheim, Miesbach, Ebersberg, Landkreis München, Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg, Fürstenfeldbruck, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg, Memmingen, Oberallgäu, Unterallgäu und Ostallgäu (siehe Karte oben).

    Die Warnung gilt in den meisten Landkreisen zunächst bis Sonntag, 10 Uhr.

    Update vom 19. Januar 2019, 9.43 Uhr: Nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bestimmt am Samstag ein sich mit seinem Schwerpunkt von Bayern nach Südosteuropa verlagerndes Hoch und polare Meeresluft das Wetter. Es bleibt frostig bei -1 und -3 Grad. In der Nacht und am Morgen zwischen -5 und -9 Grad, in Tal- und Muldenlagen strenger Frost bis -18 Grad.

    Wetter in Bayern: Katastrophenfall im Landkreis Traunstein aufgehoben

    19.01 Uhr: Gute Nachrichten für den Landkreis Traunstein: Der Katastrophenfall wird aufgehoben. Ab 0 Uhr des Samstags soll die reguläre Alarmbereitschaft der Einsatzkräfte wiederhergestellt sein, teilte am Freitag das Landratsamt. 

    17.11 Uhr: Auch die Gemeinde Waakirchen im oberbayerischen Landkreis Miesbach hat richtig viel Schnee abgekommen. Grund genug für den Bayerischen Rundfunk dort vorbeizuschauen: 

    Waakirchens Bürgermeister Sepp Hartl fährt mit BR durch Schneechaos - und vergisst wichtiges Detail.

    12.38 Uhr: Die gigantischen Schneemassen im Süden Bayerns haben eine Lawine an einem bekannten Skigebiet ausgelöst. Hier berichtet eine Studentin, wie sie den Schneemassen am Sudelfeld im Auto nur knapp entkommen ist.

    Wetter in Bayern: Zweistellige Minusgrade - Kommt jetzt der Kälte-Hammer?

    9.31 Uhr: Die Temperaturen sollen auch in den kommenden Tagen immer weiter sinken. Friert Bayern nun ein? Beim Blick auf die 16-Tage-Vorschau von wetter.com fällt auf: Die Temperaturen rauschen immer weiter in den Keller. So sieht die Vorhersage für die kommenden zwei Wochen Temperaturen vor, die weit unter Null liegen. Stück für Stück sollen so zum Beispiel in München die Temperaturen sinken. 

    Liegen diese am Sonntag noch zwischen -2 und -7 Grad, sollen sie schon am Freitag in einer Woche auf -2 bis -9 Grad sinken. Der Tiefpunkt soll dann laut diesem Trend Ende Januar kommen. Am 28. und 29. Januar sagen die Experten von wetter.com Temperaturen voraus, die zwischen -8 und -14 sowie zwischen -5 und -13 Grad liegen können.

    An den bayerischen Alpen wie in Berchtesgaden oder Garmisch-Partenkirchen können die Temperaturen laut wetter.com im gleichen Zeitraum sogar auf bis zu -15 Grad fallen.

    Wie zuverlässig diese Prognose für die kommenden 16 Tage ist, wird sich zeigen. Immerhin liegt die Treffsicherheit laut Wikipedia für eine 3-Tages-Vorschau noch bei 75 Prozent. 

    Nach Evakuierung von Raiten im Landkreis Traunstein: Bewohner kehren zurück

    8.55 Uhr: Nach der akuten Lawinengefahr für den Schlechinger Ortsteil Raiten sind bislang 80 Bewohner in ihre Wohnungen und Häuser zurückgekehrt. Das sagte ein Sprecher des Landratsamts Traunstein am Freitagmorgen.

    Am Donnerstagabend hoben die Behörden die Sperrung für die Siedlung auf. Die Wahrscheinlichkeit für einen Schneerutsch auf die Häuser sei äußerst gering, hieß es. Im Landkreis Traunstein gilt nach den starken Schneefällen der vergangenen Tagen noch immer der Katastrophenfall.

    8.39 Uhr: Nun wurde auch der Katastrophenfall im Landkreis Miesbach aufgehoben. Das teilte das Landratsamt mit. 

    Wetter: Polare Meeresluft strömt nach Bayern - Straßen können glatt werden

    6.59 Uhr: Es bleibt erst einmal kalt in Bayern. Nun strömt polare Meeresluft in den Freistaat. Am Freitag gerät diese zunehmend unter Hochdruckeinfluss, meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Am Vormittag kann es verbreitet zu Glätte durch Schnee, Schneematsch und gefrorener Nässe kommen. Bis zum Mittag kann es laut DWD lokal Neuschnee durch einzelne Schauer geben. Die Temperaturen liegen dabei zwischen -2 und +5 Grad. In der Nacht zum Samstag fallen die Temperaturen dann wieder auf bis zu -8 Grad - in Alpentälern sogar bis -13 Grad. In Nordbayern kann es zudem oberhalb 600 Meter zu Dauerfrost kommen.  

    Video: Heute könnte es wieder heftig werden

    Raiten wegen Lawinengefahr evakuiert: Bewohner dürfen zurück

    Update vom 18. Januar, 6.30 Uhr: Die Anwohner des wegen akuter Lawinengefahr evakuierten Schlechinger Ortsteils Raiten können früher als erwartet in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Sperrung werde mit sofortiger Wirkung aufgehoben, teilte das Landratsamt Traunstein am späten Donnerstagabend mit. Derzeit sei die Wahrscheinlichkeit für einen Lawinenabgang auf die Häuser äußerst gering. Zuvor war die Behörde noch davon ausgegangen, dass die Sperrung bis mindestens Freitag andauern werde. 

    Die Lawinenwarnkommission hatte das Gebiet am Donnerstag mithilfe eines Hubschraubers untersucht und die Lage neu bewertet. Weiterhin gesperrt blieb zunächst der Bereich zwischen den Gebäuden und dem Hangbereich.

    18.57 Uhr: Nach der Evakuierung des Schlechinger Ortsteils Raiten dürfen die Bewohner vorerst nicht mehr in ihre Häuser zurück. Ein Reporter von chiemgau24.de* war vor Ort und hat sich einen Überblick über die Lage in Raiten verschafft.

    Wetter in Bayern: Temperaturen sinken - „Arctic Outbreak“

    14.45 Uhr: Vielerorts in Bayern lagen die Temperaturen in den vergangenen Tagen im Plusbereich. Doch nun sollen die Temperaturen in den Keller rauschen. So liegen die Temperaturen am Freitag laut DWD zwar noch zwischen -2 und +4 Grad - doch schon am Sonntag kann die Höchsttemperatur in Bayern nur noch bei knapp +1 liegen. Am Wochenende kann das Thermometer nachts sogar auf -13 Grad fallen. Dort wo es jetzt noch um +7 Grad hat, stürzen die Temperaturen auf unter Null. So werden heute in +7 Grad gemessen - doch am Sonntag kann das Thermometer laut wetter.com auf -10 Grad fallen. Grund dafür ist das Tiefdruckgebiet „Hinne“, dass für einen sogenannten „Arctic Outbreak“ sorgt.

    „Ordentlich Rabatz“: Jetzt wird‘s ungemütlich - Sturmtief bringt Schnee, Regen und Wind

    10.30 Uhr: Die extremen Schneefälle in Bayern sind gerade einmal eine Woche her, doch nun droht neuer Schnee - und das sogar bis ins Flachland. Wetter.com warnt vor „ordentlich Rabatz mit Flachlandschnee“. Das Wetter am Donnerstag soll demnach so einiges bereit halten: Regen, Schneeschauer, stürmischer Wind und sogar einzelne Gewitter. Grund dafür ist ein Sturmtief, dessen Kaltfront Deutschland im Tagesverlauf überquert. Gleichzeitig kommt aus Norden deutlich kühlere Luft. „Das bedeutet auch, die Schneefallgrenze sinkt im Tagesverlauf bis in die tiefsten Lagen“, heißt es in einem Video auf wetter.com

    Am Nachmittag soll die Front die Alpen und damit auch den Süden Bayerns erreichen. „Es folgen noch einige Schauer hinterher“, so die Vorhersage. Dann könne es sogar im Nordwesten Deutschlands „bis in die tiefsten Lagen weiß werden“. Dazu wird es in höheren Lagen stürmisch. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sind im westlichen Franken sowie im Alpenvorland zeitweise Böen zwischen 50 und 60 km/h aus Südwest möglich. Auf den Bergen können Sturmböen mitunter um 80 km/h erreichen. Am Nachmittag kann es dann laut wetter.com auch an den Alpen wieder schneien, im Süden bleibt es meist bei Regen.

    Am Freitag soll sich das Wetter demnach wieder entspannen, im Südosten sind allerdings noch Schneefälle möglich.

    Ort im Landkreis Traunstein evakuiert - ungewiss, ob Bewohner heute zurück können

    Update vom 17. Januar, 6.01 Uhr: Die Einwohner des Schlechinger Ortsteils Raiten müssen wegen akuter Lawinengefahr zunächst weiter bei Freunden und Bekannten oder in Notunterkünften bleiben. Die Lage sei nach der Evakuierung des Ortes am Abend unverändert, sagte der Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Traunstein am frühen Donnerstagmorgen. Es sei völlig ungewiss, ob die Menschen im Laufe des Tages wieder in ihre Häuser könnten. Weil ein Lawinenabgang drohte, hatten am Mittwoch rund 230 Schlechinger vorsorglich ihr Zuhause verlassen müssen.

    Im Laufe des Vormittags sollten die Schneedecke und ihre Risse im betroffenen Gebiet aus einem Hubschrauber begutachtet werden, sagte der Mitarbeiter des Landratsamts. Die Zufahrt zum Ort Raiten bleibe weiterhin gesperrt. Im Landkreis Traunstein gilt seit einer Woche der Katastrophenfall.

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    Wetter in Bayern: Erhebliche Lawinengefahr in den bayerischen Alpen

    19.28 Uhr: Im bayerischen Alpenraum besteht über der Waldgrenze eine erhebliche Lawinengefahr. Das Hauptprobleme sind frische, auch größere Triebschneeansammlungen, die sich bei kräftigem Südwestwind bilden, wie die Lawinenwarnzentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt meldet. Die Gefahrenstellen befinden sich überwiegend im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nord über Ost bis Südost sowie in eingewehten Rinnen und Mulden. Hier ist eine Auslösung von Schneebrettlawinen bereits bei der geringen Zusatzbelastung eines einzelnen Skifahrers möglich.

    Anzahl und Umfang der Gefahrenstellen nehmen dabei mit der Höhe zu. Aus sonnseitigen, noch nicht entladenen Einzugsgebieten mittlerer Lagen kann es zur Selbstauslösung mittlerer, vereinzelt auch großer Lockerschnee- und Schneebrettlawinen kommen. Bis in mittlere Lagen kann die oft bodennah feuchte Schneedecke an glatten, steilen Wiesenhängen sowie aus lückigen Bergwäldern als Gleitschneelawinen am Boden abrutschen. Wegen der mächtigen Schneedecken sind vereinzelt auch große Lawinen möglich.

    16.32 Uhr: Die Einsatzkräfte in Raiten beobachten die Lage und schätzen diese als sehr akut ein. Mit Lautsprecherwagen fahren die Einsatzkräfte durch den Ort. Mit Bussen wurden die Bewohner zu einem Gerätehaus nach Unterwössen gefahren, wo sie zunächst untergebracht werden. 

    Derzeit ist unklar, wie es weitergeht. Experten beraten sich über mögliche Schritte und wie die Gefahr gebannt werden könnte. Eine Sprengung der Lawine käme nach jetzigem Stand jedoch nicht in Betracht.

    Evakuierung in Raiten/Schleching: Landrat erklärt Entscheidung

    15.05 Uhr: Die sofortige Räumung der Schlechinger Ortsteils Raiten wegen einer drohenden Staublawine ist laut Landrat Siegfried Walch unumgänglich gewesen. Man habe am Mittwoch auf die Warnung der Lawinenkommission unmittelbar reagieren müssen, sagte der CSU-Politiker in einer bei Facebook und YouTube verbreiteten Video-Botschaft. „Ich verstehe schon, wenn die Leute nicht aus ihren Häusern herauswollen“, sagte er weiter. „Aber mit dieser Meldung können wir nicht auf eine Räumung verzichten, sondern müssen sofort die Häuser räumen.“ 

    An der Stelle sei vor ein paar Jahren schon einmal eine Lawine runtergegangen, sagte der Landrat dem Radiosender Antenne Bayern. Diese habe vor den Häusern gestoppt. Doch heuer liege mehr Schnee. „Die Lage ist noch mal schärfer.“ Es sei wirklich Gefahr in Verzug.

    15.01 Uhr: Über 1000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und BRK aus dem Landkreis Freising waren in Traunstein im Einsatz, um dort einsturzgefährdete Gebäude von Schnee zu befreien. Am Mittwoch gab es für sie eine Verschnaufpause. Für Entwarnung ist es allerdings zu früh.

    Schweißtreibender Job im Schneegestöber: Mit etlichen Bau stützen sorgte das THW Freising dafür, dass Dachstuhl und Balkone der Klinik Schönsicht in Berchtesgarden vor einem Einsturz bewahrt wurden.

    14.48 Uhr: In einer Video-Botschaft hat sich der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch zur drohenden Absage des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding geäußert. In der sechsminütigen Sequenz spricht der Politiker von einer positiven Tendenz: „Inwiefern es die Gemeinde für richtig hält, ist dann Sache des Veranstalters und nicht Sache der Katastrophenschutzbehörde und des Landratsamtes.“

    13.51 Uhr: Wegen akuter Lawinengefahr ist im oberbayerischen Schleching am Mittwoch der Ortsteil Raiten geräumt worden. Rund 230 Menschen mussten vorsorglich ihre Wohnungen verlassen, wie eine Sprecherin des Landratsamtes Traunstein sagte. Sie sollten zunächst in Notunterkünften untergebracht werden. Die Bewohner sollten sich an einer Kreuzung einfinden und nicht selbst mit dem Auto fahren. „Nehmen Sie Kleidung und wichtige Dokumente und Medikamente mit“, appellierte das Landratsamt an die Bürger. 

    In Buchloe griff ein Mann eine Autofahrerin an, als sie bei Schnee einparken wollte.

    Video: Das bedeuten die fünf Lawinen-Warnstufen im Detail

    Katastrophenfall in einigen Gemeinden im Berchtesgadener Land aufgehoben

    Im Landkreis Berchtesgadener Land wurde inzwischen der Katastrophenfall teilweise aufgehoben. Landrat Georg Grabner (CSU) erklärte am Mittwoch die Aufhebung für die Marktgemeinde Teisendorf und die Gemeinde Schneizlreuth. Für weitere fünf Gemeinden gilt der Katastrophenfall weiter, ebenso für Teile des Landkreises Miesbach.

    Wetter in Bayern: Gibt es künftig im Winter mehr Niederschläge?

    13.22 Uhr: Die starken Schneefälle der vergangenen Tage sind nach Ansicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zwar ungewöhnlich gewesen, aber sie waren kein außergewöhnliches Wetterereignis. Die gefallene Schneemenge im Berchtesgadener Land mit Höhen von bis zu 150 Zentimetern liege in der Wiederkehrzeit von zwei bis 15 Jahren, teilte die Behörde am Mittwoch in Offenbach mit. Die vereinzelte Schneehöhe von bis zu zwei Metern komme alle 30 bis 50 Jahre vor.

    „Analysen des DWD zeigen, dass die an den vergangenen Tagen aufgetretene Wetterlage mit Zustrom feuchtkalter Luft aus nördlichen Richtungen in Zukunft vermutlich häufiger vorkommen wird“, hieß es in der DWD-Mitteilung. Im Winter werde es künftig mehr Niederschläge geben - aber häufiger als Regen und nicht als Schneefall. Das liege unter anderem am Klimawandel und dem Anstieg der Temperatur.

    Ort im Landkreis Traunstein muss evakuiert werden

    12.51 Uhr: Wie BR24 berichtet, muss Raiten, ein Ortsteil von Schleching im Landkreis Traunstein, evakuiert werden. Grund ist akute Lawinengefahr. Betroffen sind etwa laut Bericht etwa 250 Menschen. 

    Raiten im Landkreis Traunstein wird evakuiert - Fotostrecke

    Während sich vielerorts die Situation entspannt, muss Raiten im Landkreis Traunstein evakuiert werden.

    Während sich vielerorts die Situation entspannt, muss Raiten im Landkreis Traunstein evakuiert werden.

    Während sich vielerorts die Situation entspannt, muss Raiten im Landkreis Traunstein evakuiert werden.

    Während sich vielerorts die Situation entspannt, muss Raiten im Landkreis Traunstein evakuiert werden.

    Während sich vielerorts die Situation entspannt, muss Raiten im Landkreis Traunstein evakuiert werden.

    Demnach geht die Gefahr von der Nordseite der Hochplatte aus, heißt es weiter. Dort sei nach Einschätzung der Lawinenkommission durch Sonneneinstrahlung die Möglichkeit eines Lawinenabgangs sehr groß. Daher nun die Empfehlung zur Evakuierung. 

    Wetter in Bayern: Riedbergpass im Allgäu freigegeben

    12.38 Uhr: Der Riedbergpass im Allgäu ist wieder für den Verkehr freigegeben. Wie der Landkreis Oberallgäu am Mittwoch bekanntgab, wurde die Sperrung am Dienstagabend aufgehoben. Die Straße am Riedbergpass ist der höchste befahrbare Gebirgspass in Deutschland. Wegen der hohen Lawinengefahr in den vergangenen Tagen musste er gesperrt werden.

    11.26 Uhr: Während in manchen Teilen Bayerns noch über die gewaltigen Schneemassen geschimpft wird, freut sich Thomas Schöne aus Rettenbach über die Winterstimmung im Freistaat. In seinem oberpfälzischen Garten hat er kurzerhand die Pieta von Michelangelo in den Schnee gezaubert - selbstverständlich in Originalgröße.

    Thomas Schöne aus Rettenbach neben seinem Werk.

    Wetter in Bayern wird eisig: Kaltfront rollt an - weiterhin Straßen gesperrt

    10.55 Uhr: Die heftigen Schneefälle der vergangenen Tage scheinen erst einmal überstanden. Dafür soll es nun kalt werden. Zum Wochenende fallen die Temperaturen unter Null Grad. So sollen laut wetter.com die Temperaturen in München am Samstag zwischen -1 und -4 Grad liegen. Am Sonntag kann das Thermometer sogar bis -6 Grad fallen. Ähnlich sieht es zum Beispiel auch in Garmisch-Partenkirchen aus. Dort sollen die Temperaturen laut Vorhersage am Samstag sogar bis -13 Grad fallen.

    Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) liegen die Temperaturen in Bayern am Freitag zwischen -3 und -10 Grad, am Samstag dann zwischen -4 und -12 Grad. Vereinzelt kann es aufgrund von gefrierender Nässe glatt werden.

    10.41 Uhr: Ein Einkaufszentrum in Holzkirchen musste für einige Tage gesperrt werden - schuld war der viele Schnee. Deswegen war auch ein Supermarkt geschlossen. Was jetzt mit aufgrund dieser Sperrung aussortierter Lebensmittel passiert, berichtet Merkur.de.

    Wetter in Bayern: Katastrophenalarm im Berchtesgadener Land bleibt bestehen

    10.18 Uhr: Wie das Landratsamt Berchtesgadener Land mitteilt, bleibt der Katastrophenfall im Landkreis weiterhin bestehen. Der Einsatzabschnitt „NORD“ für die Orte Markt Teisendorf und Schneizelreuth konnte gestern Abend aufgelöst werden, dort wurden alle „kritischen Dächer abgeräumt“, so die Mitteilung. Zudem ist die B305 zwischen Inzell und Weißbach an der Alpenstraße wieder befahrbar. Die Sperre im Bereich Gletschergarten wurde aufgehoben. Dort war am Sonntag eine Lawine abgegangen. Auch die Kreisstraße BGL 5 wurde wieder für den Verkehr freigegeben.

    Folgende Straßen im Berchtesgadener Land sind gesperrt:

    Alle aktuell gültigen Sperrungen von Gemeinde- oder Forststraßen, Rad-/Wander- und Gehwegen sind den jeweiligen Meldungen auf den Gemeinde-Websites zu entnehmen.

    Nach Schneefällen in Bayern: Lawinengefahr ist weiter hoch

    7.57 Uhr: Die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen ist weiterhin hoch. „Heute wird sie wie gestern schon – sehr gefährlich. Das liegt daran, dass es wärmer wird, vielleicht sogar die Sonne scheint“, sagt Thomas Feistl (35) stellvertretender Leiter des bayerischen Lawinenwarndiensts LWD. Das ausführliche Interview über die Lawinengefahr lesen Sie in unserem Newsticker zur aktuellen Lage.

    Wetter in Bayern wird am Mittwoch überwiegend trocken

    6.49 Uhr: Im verschneiten Südbayern entspannt sich die Wetterlage weiter: Am Mittwoch sollte es dem Deutschen Wetterdienst zufolge überwiegend trocken bleiben. Laut Prognose kommt es im Bayerischen Wald vereinzelt zu Schneefall, aber nur mit wenigen Zentimetern Neuschnee. Auch in den kommenden Tagen seien keine größeren Schneefälle zu erwarten, sagte eine Meteorologin am frühen Morgen.

    Dafür wird es stürmisch in Bayern: In den Hochlagen sollte es bereits am Mittwoch stürmen, in der Nacht auf Donnerstag laut der Meteorologin dann auch in Tieflagen.

    Die Lawinengefahr in Bayern nahm erneut etwas ab: Die zweithöchste Warnstufe gilt seit Dienstag nur noch oberhalb der Waldgrenze in den Allgäuer, den Werdenfelser und den Berchtesgadener Alpen. Laut Lawinenwarndienst Bayern sollte sich die Situation innerhalb weniger Tage deutlich entspannen. In Österreich galt vielerorts die zweithöchste oder dritthöchste Meldestufe.

    In tieferen Lagen in Bayern hatten Tauwetter und Regen die Pegelstände von Flüssen und Bächen zuletzt steigen lassen. Auch hier sollte sich die Lage entspannen: Vielerorts gingen die Wasserstände am Dienstag und Mittwoch wieder zurück.

    Wegen zu viel Schnee: Traditionelle Veranstaltung im Allgäu fällt aus

    Update vom 16. Januar, 6.39 Uhr: Die Schneefälle der vergangenen Tage haben den Organisatoren des traditionellen Schlittenhunderennens im Allgäu einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das für dieses Wochenende geplante Rennen in Unterjoch fällt aus - wegen zu viel Schnee, wie die Veranstalter mitteilten. Man könne bis Samstag keine Infrastruktur für Zuschauer bereitstellen, die einer Internationalen Deutschen Meisterschaft und WM-Qualifikation gerecht wird. 

    Wegen der Schneemassen auf Parkplätzen, Zufahrtswegen sowie im Start- und Zielgelände sei es nicht möglich, für mehrere Tage ein Basis-Camp für Schlittenhundeführer und Tiere einzurichten und einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Mehr als 100 Teilnehmer mit rund 800 Hunden hatten für das Rennen zugesagt. Einen Ersatztermin gibt es nicht.

    „Alles in bester Ordnung“: Wetter in Bayern entschärft sich - weiterer Landkreis hebt Katastrophenalarm auf

    Update 21.02 Uhr: Der Fernpass zwischen Deutschland und Österreich wird wegen der zurückgehenden Lawinengefahr ab Mittwoch, 6 Uhr morgens, wieder geöffnet. Das teilte die Lawinenkommission des Landes Tirol am Dienstagabend mit. Damit können Reisende aus Deutschland wieder via Garmisch-Partenkirchen ins Nachbarland fahren. Gesperrt bleibe aber die Fernpass-Straße (B179) zwischen Bichlbach und Lermoos. Für Informationen stehe unter anderem eine Telefon-Hotline unter der Rufnummer 0800/800507 rund um die Uhr zur Verfügung.

    Update 18.26 Uhr: So langsam beruhigt sich in Bayern die Lage um das extreme Wetter ein bisschen. Nachdem in den Landkreisen Bad Tölz und Wolfratshausen der Katastrophenalarm bereits beendet worden war, gilt dies nun auch für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen beschlossen. 

    Nach Befreiung der Dächer von den Schneemassen, gilt die Lage als entschärft. „Alles in bester Ordnung“, sagte Landrat Anton Speer (Freie Wähler) nach der Bekanntgabe am Dienstagabend.

    Im Landkreis Miesbach soll der Katastrophenalarm aber nach wie vor aufrecht erhalten werden.

    Update 16.46 Uhr: Nach dem Schneechaos der vergangenen Tage ist der Wintersportort Balderschwang zumindest über eine Straße für alle wieder erreichbar. Die Verbindungsstraße zwischen der Gemeinde im Allgäu und dem österreichischen Hittisau ist seit Dienstagmittag wieder befahrbar, teilte eine Sprecherin des Landratsamtes Oberallgäu in Sonthofen mit. Der Riedbergpass, über den Balderschwang normalerweise von Deutschland aus erreichbar ist, bleibe voraussichtlich bis Mittwochmorgen gesperrt. Lifte und Loipen sollten ebenfalls am Mittwoch wieder öffnen.

    Die Straße zwischen Hittisau und Balderschwang war wegen eines Lawinenabgangs gesperrt worden. Der Riedbergpass war in den vergangenen Tagen für Retter und zur Versorgung der Bewohner und Gäste zwar befahrbar, für die Allgemeinheit aber gesperrt, wie es vom Landratsamt weiter hieß.

    Update 16.20 Uhr:

    Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag bekanntgab, sorgt die aktuelle Schneelage schon jetzt für die ersten Wetterrekorde des Jahres. So seien in mehreren Gebieten Bayerns bereits jetzt die historischen Niederschlagswerte für Januar übertroffen, so unter anderem in Holzkirchen mit 82 Zentimetern Schnee und in Oberhaching mit 58 Zentimetern Schnee. Hier brach der Schnee den anhaltenden Rekord von 56 Zentimetern aus dm Jahr 1942.

    In Kiefersfelden (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) wurde sogar mehr als das Dreifache des vieljährigen Durchschnittswerts an Niederschlägen verzeichnet. In den Rekordgebieten lag die Niederschlagsmenge der letzten Tage bei 200 bis 300 Liter pro Quadratmeter, in Form von Schnee. 

    Auch auf der Zugspitze scheint ein Rekord sehr wahrscheinlich.  Bisher gingen dort im Januar 423,1 Liter Niederschlag herunter - der Rekord von 1968 liegt bei 438,1 Liter. Es ist also absehbar, dass dieser Wert in den kommenden drei Wochen noch übertroffen wird.

    Schneehöhenrekorde wurden zudem im Gebiet südlich von München erreicht. In Holzkirchen wurde mit 82 Zentimeter Schnee schon jetzt der Winterrekord des Jahres 2006 gebrochen, während an der Station Oberhaching 58 Zentimeter Schnee gemessen wurden. Dort wurde der bisherige Höchstwert von 56 Zentimetern am 17. Februar 1942 erreicht.

    Update 14.40 Uhr: Das Wetterchaos und die Folgen des immensen Schneefalls beschäftigen Bayern weiter. Auch am Dienstag schaufelten Tausende Helfer auf den Dächern den Schnee weg und räumten Zufahrtsstraßen, unter ihnen auch knapp 1200 Soldaten der Bundeswehr. Teils mussten Lawinen gesprengt werden. Noch immer galt in vier Landkreisen in Oberbayern der Katastrophenfall.

    „Der Schwerpunkt sind derzeit die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land, in den anderen Regionen gehen die Aktivitäten zurück“, sagte der Presseoffizier der Gebirgsjägerbrigade 23, Eckhard Michel. Vor allem in höheren Lagen schneite es am Montag und in der Nacht zum Dienstag erneut kräftig. In den betroffenen Gebieten fiel erneut an vielen Schulen der Unterricht aus.

    In vielen Wintersportorten liefen auch am Dienstag die Lifte nicht, darunter auch in Deutschlands höchstgelegenem Skigebiet auf der Zugspitze und in den Münchner Hausgebieten am Sudelfeld und am Spitzingsee, die zum Bergbahnverbund Alpen Plus gehören. „Das war eine harte Woche“, sagte Peter Lorenz von den Bergbahnen am Spitzingsee, am Brauneck und am Wallberg.

    In Garmisch-Partenkirchen konnten Skifahrer in diesen Tagen zumindest auf einigen Pisten im Skigebiet Classic ihre Schwünge ziehen. „Welche Lifte und Pisten in Betrieb gehen können, wird jeden Tag aufs Neue abhängig von den tagesaktuellen Bedingungen entschieden“, teilte die Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn, Verena Lothes, mit.

    Langsam ist in den Schneeregionen Entspannung in Sicht, zumindest an diesem Mittwoch soll es nicht schneien.

    dpa

    Wetter in Bayern: Katastrophenfall im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen aufgehoben

    Update, 13.41 Uhr: In mehreren bayerischen Landkreisen wurde wegen der Schneefälle der Katastrophenfall ausgerufen. Für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wurde der Katastrophenfall am Dienstag aufgehoben, wie Merkur.de* berichtet. Auch der Unterricht an den Schulen im Landkreis findet ab Mittwoch wieder regulär statt. 

    Update, 12.37 Uhr: Zahlreiche Skifahrer sind bereits im Schnee verunglückt, weil sie abseits ausgewiesener Pisten fuhren. Eine Radiomoderatorin wendet sich nun mit einer eindringlichen Bitte an risikofreudige Wintersportler.

    Update, 12.15 Uhr: Die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen bleibt weiterhin groß. Das Hauptproblem stellen neue, eher kleinere Triebschneeansammlungen oberhalb 1600 Meter dar. Alle Informationen zur Lawinengefahr finden Sie in unserem News-Ticker.

    Video: Lawine trifft Hotel in Balderschwang - Wetterlage dramatisch

    Wetter in Bayern entspannt sich auch in Alpenregion - Rettungskräfte weiter im Einsatz

    Auch, wenn sich die Wetterlage entspannen soll, sind noch einige Orte in Bayern wegen der teils heftigen Schneefälle der vergangenen Tage nicht mehr oder kaum erreichbar und damit von der Außenwelt abgeschnitten. So unter anderem Schneizlreuth. Am Sonntagabend wurde wegen akuter Lawinengefahr die B21 gesperrt - die letzte noch offene deutsche Zufahrtsstraße in den Ort. Die BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall stationierte daher dort wieder einen Notfallkrankenwagen, um bei medizinischen Notfällen „umgehend Hilfe leisten zu können“, heißt es in einer Mitteilung des BRK Berchtesgadener Land. Bereits im Februar und März 2009 gab es eine ähnliche Lawinenlage.

    Die Besatzung des Krankenwagens sicherte so unter anderem die Dachräumarbeiten in den nicht mehr erreichbaren Ortsteilen Schneizlreuth, Fronau, Unterjettenberg, Oberjettenberg und Melleck ab. Außerdem kümmern sich die Rettungskräfte um die Versorgung pflegebedürftiger Patienten, die von einem ambulanten Pflegedienst aus Bad Reichenhall nicht mehr erreicht werden können. Laut Mitteilung musste das Rote Kreuz am Sonntag einen heimbeatmeteten Patienten nach Berchtesgaden auf die Intensivstation bringen, denn der Sauerstoff zu Hause hätte nur noch bis Montagmorgen gereicht. Ehrenamtliche von BRK und Feuerwehr übernahmen die Erstversorgung, der reguläre Rettungsdienst schaffte es gerade noch vor der Straßensperre, den Patienten zu transportieren. 

    Auch in Weißbach an der Alpenstraße wurde ein Notfallkrankenwagen stationiert. Der Ort könnte jederzeit durch einen Lawinenabgang plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten werden, so das BRK. Beide Wagen sollen auch am Dienstag stationiert bleiben.

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