Wetter-Ticker für Bayern

Glatte Straßen und und Zugausfälle: DWD warnt vor heftigem Schneefall im Freistaat - Lawinenabgang an der Zugspitze

  • Katharina Haase
    vonKatharina Haase
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  • Thomas Eldersch
    Thomas Eldersch
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Auf den Schneefall der vergangenen Tage folgt die Kälte. Dauerfrost bestimmt das Wetter am Wochenende in Bayern.

Update vom 19. Januar: Dieser Wetter-Ticker für Bayern ist beendet. Hier geht‘s zum aktuellen Wetter für Bayern.

Update vom 17. Januar, 10.33 Uhr: Der Schneefall sorgt in Bayern für Zugausfälle und Verspätungen. Zwischen dem Bahnhof Kempten und Pfronten-Steinach sei auf Grund des Wetters am Sonntagmorgen kein Zugverkehr möglich, teilte die Deutsche Bahn am Sonntag mit. Ein Schienenersatzverkehr sei eingerichtet. Auf der Strecke Oberstdorf-Immenstadt ist wegen des andauernden Schneefalls eine Weiche gestört. Es kommt zu Verspätungen und Zugausfällen. 

Ähnlich sieht die Lage zwischen Hergatz und Lindau aus. Die Deutsche Bahn meldete am Sonntagmorgen, dass auf der Strecke keine Züge fahren, auf Grund einer witterungsbedingten Weichenstörung.

Wetter in Bayern: Starker Schneefall setzt Deutsche Bahn außer Gefecht -kaum Unfälle trotz glatter Straßen

Zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald kommt es nach Angaben der Deutschen Bahn ebenfalls witterungsbedingt zu Verzögerungen. Die Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Vils in Tirol ist wegen mehrerer Bäume im Gleis weiterhin gesperrt. Es ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. 

Im Süden und Westen Bayerns bleiben die Straßen heute teils verschneit und glatt. Im Allgäu gab es bis in die frühen Morgenstunden am Sonntag zehn Glätteunfälle, dabei sei aber niemand verletzt worden, sagte ein Sprecher der Polizei Schwaben Süd/West. Ähnlich ist die Lage in Augsburg. Zwar liege viel Schnee, doch sei kaum jemand auf den Straßen unterwegs, weshalb die Verkehrslage ruhig bleibe. Da die Ski-Gebiete in ganz Deutschland coronabedingt geschlossen sind, fällt der sonst turbulente Verkehr Richtung Wintersport-Gebiete derzeit milder aus. Um den starken Andrang der letzten Wochen zu mildern, wurden einige Gebiete vollkommen für den Tagestourismus gesperrt.

Wetter in Bayern: DWD warnt weiter vor heftigem Schneefall - Lawine bei Garmisch-Partenkirchen abgegangen

In Niederbayern, der Oberpfalz und in Oberfranken ist im Vergleich zum Rest des Freistaats in der Nacht wenig bis kein Schnee gefallen. Im Laufe des Sonntags soll es im Westen und Süden des Landes weiter schneien. Der Deutsche Wetterdienst warnt im Oberallgäu vor starkem Schneefall.

Update vom 16. Januar, 16.08 Uhr: Bereits am Freitag gab der Lawinenwarndienst Bayern die zweithöchste Warnstufe für die Werdenfelser Alpen rund um Garmisch-Partenkirchen und die Zugspitze aus. Jetzt kam es tatsächlich zu einem massiven Abgang. Am Samstagnachmittag löste sich oberhalb des Eibsees ein Schneebrett. Sofort eilten Rettungskräfte zum Riffelriss in Grainau, wo sich auch eine Haltestelle der Zugspitzzahnradbahn befindet. Zunächst war nicht klar, ob Menschen von der Lawine verschüttet worden sind.

Das Gebiet rund um die Station ist sehr beliebt bei Skitouren-Gehern. Daher konnte nicht ausgeschlossen werden, dass bei dem Lawinenabgang auch Menschen verschüttet wurden. Mit Hubschraubern wurde der Lawinenkegel abgesucht. Außerdem waren zahlreiche Einsatzkräfte der Bergwacht und der Alpinpolizei vor Ort. Ebenfalls an der Suche beteiligt waren Suchhundestaffeln. Durch die massiven Schneefälle in den vergangenen Tagen hatte es in dem Gebiet fast einen halben Meter Neuschnee gegeben.

„Bei den ersten Überflügen zeigte sich deutlich, dass es Spuren von Tourengehern im Lawinenbereich gab. Einige führten hinein, andere wieder heraus“, betonte Grainaus Bürgermeister Stephan Märkl. Dann kurze Zeit später Entwarnung*. Gegen 15 Uhr brachen die Rettungskräfte ihre Zelte ab. Menschen haben sich zum Zeitpunkt des Lawinenabgangs nicht im betroffenen Gebiet befunden.

Wetter in Bayern: Tief Flavio bring kalte Winterluft mit sich

Update vom 16. Januar, 11.07 Uhr: Ein verschneites Wochenende steht dem Großteil Bayerns bevor. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag mitteilte, können vor allem im Westen und Süden des Freistaats Flocken vom Himmel fallen. Die Tiefstwerte liegen zwischen minus zwei und minus elf Grad. Dabei gibt es verbreitet leichten Dauerfrost.

Auch der Sonntag wird bedeckt, und es kann vielerorts schneien. Ein Ausläufer von Tief Flavio bringt zum Sonntag kalte Atlantikluft in Teile Bayerns. Bei minus fünf bis null Grad kann es vielerorts glatt werden.

Update vom 15. Januar, 16.17 Uhr: Nicht nur die Bahn hatte mit erheblichen Störungen im Betrieb zu kämpfen, auch auf den Straßen ging vielerorts gar nichts mehr. Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd in einer Pressemitteilung schreibt, ereigneten sich gestern (14. Januar) während der Hochphase der Schneewalze zwischen Mitternacht und 15.30 Uhr insgesamt 76 Unfälle. Dabei wurden fünf Personen verletzt. Betroffen waren vor allem die südlichen Regionen des Allgäus sowie die Städte Lindau, Kempten und Kaufbeuren. Am Abend entspannte sich die Lage dann wieder. Auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ging vielerorts auf den Straßen gar nichts mehr. So musste beispielsweise die Staatsstraße 2060 Richtung Linderhof teilweise gesperrt werden.

Etwa vier Meter Höhe misst der Schneemann aus dem Dörfchen Brünst bei Lehrberg.

Andernorts freute man sich über die weiße Pracht. Im kleinen Dörfchen Brünst bei Lehrberg (Landkreis Ansbach) stellten sich zwei Freunde die Aufgabe, den größten Schneemann im Umkreis zu bauen. Am Ende maß Frosty ganze vier Meter. Um Mund und Augen zu formen nahmen die Männer einfach Pflastersteine. Die Nase besteht aus einem KG-Rohr. Seinen Kopf ziert ein altes Krautfass von der Oma. „Ich habe auch ein bisschen positive Ablenkung gebraucht, von dem ganzen Corona*“, so Daniel Büchler zu news5.de. Drei Stunden kostete die Freunde der Bau des Riesen-Schneemanns. Bei den angekündigten eisigen Temperaturen sollten die Anwohner auch lange was davon haben.

Wetter in Bayern: Schneewalze führte zu massiven Störungen bei der Bahn

(Erstmeldung) München - Schnee gehört ja bekanntlich zum Winter wie süßer Senf zur Weißwurst. Aber zu viel davon kann ganz schnell zu Problemen führen. Damit hat zurzeit fast der gesamte Süden Bayerns zu kämpfen. Die letzten 24 Stunden schneite es fast unaufhörlich und teilweise kam so eine Schneedecke von bis zu 60 Zentimetern zusammen. Das strapazierte nicht nur die Muskeln beim Schneeschippen, sondern auch den Verkehr. Auf vielen Bahnstrecken ging wegen der Schneemassen gar nichts mehr. Und jetzt kündigt sich bereits neues Ungemach an.

Wetter in Bayern: Lawinengefahr in den Alpen groß bis erheblich

Nachdem die Niederschläge* gegen Freitagmittag langsam auch im Südwesten des Freistaats ihr Ende gefunden haben, kann sich ans Aufräumen gemacht werden. Beispielsweise haben durch den Schnee umgestürzte Bäume zu einer Bahnstrecken-Sperrung zwischen Garmisch-Partenkirchen* und dem Tiroler Ort Reutte geführt. Aber der Neuschnee birgt nicht nur Gefahren für den Verkehr. Besonders die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen ist enorm angestiegen. Der Lawinenwarndienst hat für die südwestlichen Alpen die zweithöchste Warnstufe ausgegeben - „Große Lawinengefahr“. Im Osten ist die Gefahr immerhin noch erheblich.

In den bayerischen Alpen herrscht teilweise große bis erhebliche Lawinengefahr.

„Die Situation ist angespannt“, teilte der Lawinenwarndienst Bayern mit. Bereits am Donnerstag (14. Januar) seien viele Lawinen abgegangen. Erste Lawinenopfer gab es auch schon zu beklagen. Zwei Wanderer wurden bei Lenggries* (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) auf dem Brauneck in etwa 1350 Metern von einem Schneebrett erfasst. Sie wurden dabei teilweise verschüttet. „Der Neuschnee der letzten Tage löste sich im stark mit Triebschnee eingefrachteten Gipfelhang des Braunecks“, schilderte der Lawinenwarndienst. Die beiden Tourengeherinnen konnten jedoch unverletzt aus dem Schnee befreit werden.

Wetter in Bayern: Auf den Schnee folgt die Kälte

Zahlreiche Ausflugsorte wurden wegen der Lawinengefahr bereits gesperrt. In Garmisch-Partenkirchen will man diese Sperre auch „mindestens über das Wochenende“ aufrechterhalten. In Oberstdorf im Allgäu sind ebenfalls viele Wanderwege für Skitourengeher gesperrt worden. Der Weg zur Marienbrücke beim Schloss Neuschwanstein in Schwangau ist ebenfalls nicht mehr passierbar.

Entspannung gibt es wohl erst im Laufe der kommenden Woche. Dann soll Tauwetter einsetzen. Zuvor wird es aber noch einmal richtig kalt im Freistaat. Am Wochenende steigen die Temperaturen kaum über den Gefrierpunkt. In manchen Tälern im Alpenvorland kann es laut wetter.net in der Nacht bis zu minus 20 Grad haben. Auch in der Landeshauptstadt München wird es eisig kalt*. Hier können die Temperaturen in den zweistelligen Minusbereich sinken. Im restlichen Bayern wechseln sich Sonne und Wolken ab. Im Laufe des Sonntags zieht ein neues Schneeband heran. Dabei gilt Vorsicht auf den Straßen. Durch den Dauerfrost kann es schnell glatt werden. (tel/dpa) *Merkur.de und tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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