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Wetter in Bayern: Zu wenig Regen im November und die kühlsten Temperaturen im Ländervergleich

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Von: Lara Listl

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Der November ist vorbei und der Winter in Deutschland schon längst angekommen. Als kühlste Region im Ländervergleich hängte Bayern in diesem Monat mit 2,8 Grad laut DWD alle Konkurrenten ab.

München - Ein Zentimeter Schnee ist am Dienstag (30. November 2021) in München gefallen, berichtet Uwe Zimmermann, Wettertechniker des regionalen Klimabüros München vom Deutschen Wetterdienst (DWD) auf Merkur-Anfrage. Außergewöhnlich sei das für diese Jahreszeit nicht. Der früheste Schnee in der jüngeren Geschichte Münchens sei schonmal fünf Wochen früher gefallen, und zwar am 24. Oktober 2003. Drei Zentimeter Schnee wurden damals gemessen.

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Wetter in Bayern: Zu wenig Regen im November

Die höchste Schneedecke im Monat November erreichte die Landeshauptstadt im Jahr 1984 mit 30 Zentimetern. Seit den letzten Jahren habe die Zahl der Tage mit Schnee abgenommen. Den diesjährigen November beschreibt Zimmermann als „etwas kalt, deutlich zu trocken und sonnenscheinarm“.

So lag die mittlere Durchschnittstemperatur bei 3,9 Grad, normal wären aber 4,2 Grad gewesen. An Regen seien 38 Liter pro Quadratmeter gefallen, das Soll liegt bei 61. Und die Sonne schien diesen November nur 61 Stunden lang. Hier läge das Soll bei 75 Stunden, wobei sich die Angaben auf die internationale Referenzperiode, dem Mittel aus dem Zeitraum von 1961 bis 1990 beziehen. Acht Tage Frost (Temperaturminimum unter 0 Grad) und 14 Tage Bodenfrost habe es in München im November gegeben. Die höchsten Temperaturen gab es mit 11,9 Grad am 2. November, die tiefsten mit 1,6 Grad am 25. November.

Bayern hatte es im November am kühlsten

Im Ländervergleich hatten es die Bayern mit 3,1 und 2,8 Grad in diesem November nach Angaben des DWD am kühlsten. In einer Pressemitteilung berichtet der Wetterdienst, dass der kälteste Monatswert mit -7,7 Grad am 25. November in Zwiesel im Bayerischen Wald gemessen wurde. Die bundesweit höchsten Temperaturen verzeichnete Garmisch-Partenkirchen dank Föhnunterstützung am 11. November mit 17,2 Grad.

Die Niederschlagsmenge erreichte im Flächenmittel über 55 l/m² (70 l/m²) und die Sonnenscheindauer gut 50 Stunden (60 Stunden). Kräftige Schneefälle sorgten am 29. an den Alpen für frühwinterliche Stimmung: Oberstdorf-Birgsau sowie Ruhpolding-Seehaus registrierten jeweils 25 cm Schnee. Der unmittelbare Alpenrand bekam im November mit örtlich über 80 l/m² den vergleichsweise meisten Niederschlag. Außerdem schien in dieser Region und dem Bayerischen Wald die Sonne mit bis zu 80 Stunden deutschlandweit mit am meisten.

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