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Badegäste in Bayern dürfen die Gefahr in Seen und Flüssen nicht unterschätzen.

Statistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Bayern bei der Zahl der Badetoten trauriger Spitzenreiter

Hannover/München - Spitzenreiter zu sein ist nicht immer gut, in diesem Fall sogar besonders schlecht. In Bayern sind mehr Menschen beim Baden ertrunken als in den anderen Bundesländern.

Bayern hatte 2015 im Ländervergleich mit Abstand die meisten Badetoten. Nahezu jeder vierte Ertrunkene war im Freistaat verunglückt, wie aus der am Donnerstag in Hannover vorgestellten Statistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervorgeht.

Demnach gab es 112 Todesfälle in Bayern; es folgte Nordrhein-Westfalen mit 70 Opfern. Die beiden großen Binnenländer lagen weit vor den Küstenländern Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, wo zwischen 17 und 50 Menschen ertranken. Insgesamt stieg die Zahl der Badetoten bundesweit auf 488 - ein Viertel mehr als im Vorjahr und der höchste Stand seit neun Jahren.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) warnte angesichts dieses Anstiegs davor, die Gefahr in Seen und Flüssen zu unterschätzen. Sie warb für Schwimmkurse für Kinder, auch speziell für Kurse für junge Flüchtlinge, die es beispielsweise in München gebe. „Denn zu wenige dieser Kinder können schwimmen, wenn sie nach Deutschland kommen“, sagte Huml in München.

Die Wasserschutzpolizei Friedrichshafen hatte Ende Februar mitgeteilt, dass im vergangenen Jahr 19 Menschen bei Unfällen am Bodensee starben, 10 von ihnen auf baden-württembergischer Seite. Grund für den starken Anstieg der Unfallzahlen sei die langanhaltende Hitzewelle im vergangenen Sommer gewesen - das gute Wetter habe zahlreiche Urlauber und Badegäste angelockt.

dpa

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