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Schloss Neuschwanstein, Ansicht von Nordosten mit Gebirgspanorama und Hohenschwangau im Hintergrund

Mitspielen und gewinnen

39. Bayernrätsel: Die dritte Frage

Mitspielen und traumhafte Preise gewinnen beim 39. Bayernrätsel: Bei der dritten Frage unseres beliebten Gewinnspiels geht es um den Sängersaal in Schloss Neuschwanstein.

Schloss Neuschwanstein war für König Ludwig II. Denkmal der Kultur und des Königtums des Mittelalters, das er verehrte und nachvollziehen wollte. Errichtet und ausgestattet in mittelalterlichen Formen, aber mit damals modernster Technik, ist es das berühmteste Bauwerk des Historismus und ein Hauptsymbol des deutschen Idealismus. 

Der Sängersaal in Schloss Neuschwanstein

Maximilian II., der Vater Ludwigs II., hatte seit 1832 das unweit gelegene Schloss Hohenschwangau neugotisch ausstatten lassen. Das Schloss war im Mittelalter Sitz der Grafen von Schwangau. Hier lebte sich Ludwig in die Mittelalterverehrung ein, lernte Sagen und Geschichte von den Wandbildern und aus eifriger Lektüre.

Auf einem Höhenrücken, in grandioser Lage hoch über der Pöllatschlucht vor den Bergen gelegen, ließ er über den Resten einer kleinen mittelalterlichen Burg („VorderHohenschwangau“), seine „Neue Burg“ errichten. Ludwig II. besuchte 1867 die Wartburg und ließ seinen Architekten Zeichnungen der dortigen romanischen Ornamente fertigen. Die Idealentwürfe schuf Christian Jank, ein Theatermaler der Münchener Hofoper. Er arbeitete neben Motiven der Wartburg, vor allem den Palas und das Bauornament, auch Motive aus Bühnenbildern zu Richard Wagners Opern „Lohengrin“ und „Tannhäuser“ ein. Ludwig II. hatte 1868 an Wagner geschrieben, seine „Neue Burg“ werde „Reminiszenzen“ an diese Werke aufweisen.

Schloß Neuschwanstein, Thronsaal, Blick nach Süden

Von Beginn an wollte Ludwig II. den erst 1867 vollendeten „Sängersaal“ der Wartburg in seiner „Neuen Burg“ einrichten. Daraus wurde eine Kombination aus den Motiven zweier Wartburgsäle, „Sängersaal“ und „Festsaal“. Für Neuschwanstein ließ Ludwig in Entwürfen Christian Janks aus dem Festsaal (Empore und in die Dachschräge eingefügte Holzdecke) und dem mittelalterlichen Sängersaal der Wartburg (Sängerlaube) einen neuen Sängersaal zusammenstellen, viel größer und prächtiger als dort. Der Sängersaal war ein Lieblingsprojekt des Königs und neben dem Thronsaal der wichtigste Raum im Schloss. Er erstreckt sich über das gesamte vierte Obergeschoss des östlichen Palas. Im Sängersaal der Wartburg fand angeblich der berühmte Sängerstreit statt, der auch in Richard Wagners Oper „Tannhäuser“ thematisiert wird. Ludwig II. war auf Anregung Wagners zur Wartburg gereist.

An der westlichen Schmalseite ist die Sängerlaube durch Stufen und drei Säulenarkaden vom übrigen Raum abgeteilt, darüber befindet sich eine kleine Tribüne. Das Bildprogramm des Saals zeigt jedoch vorwiegend nicht den Sängerstreit, sondern die Sage von Parzival und dem Heiligen Gral. Die bühnenartige Laube ist mit einer Waldlandschaft – dem heiligen Wald um die Gralsburg – ausgemalt. Parzivals Sohn ist der „Schwanenritter“ Lohengrin, mit dem sich der Bildkreis schließt. Die hohe Kassettendecke bildet die Tierkreiszeichen ab. Auch in diesem Saal fanden nie Feste oder Musikaufführungen statt. Ludwig II. schuf hier ein Denkmal für die mittelalterliche Ritterkultur und Sagenwelt. Tannhäuser, Parzival und Lohengrin waren seit seiner Jugend Identifikationsfiguren des Königs. An der nördlichen Längsseite ist eine Tribüne eingebaut. Ihre Konsolen zeigen Flayetanis und Kyot, Verfasser bzw. Übersetzer der Gralssage. Die Stützmauer der Tribüne trennt einen Gang ab, dessen farbige Kassettendecke Schriftbänder mit den Namen von Minnesängern zeigt. Auf der gegenüberliegenden Fensterwand tragen die geschnitzten Deckenkonsolen figürlichen und symbolischen Schmuck, der mit der Parzival-Sage verbunden ist. Ein Beispiel ist der geflügelte Luzifer, der während seines Sturzes einen Edelstein aus seiner Krone verliert, aus dem später der Heilige Gral gefertigt wird.

Der Sängersaal Neuschwansteins hat als Vorbild für spätere Bühnenbilder des „Tannhäuser“ gedient. Schloss Neuschwanstein ist heute mit jährlich etwa 1,5 Millionen Gästen der unangefochtene Besuchermagnet der Bayerischen Schlösserverwaltung. 

Lesen Sie dazu auch: Bayern verdankt König Ludwig II. seine bekanntesten Sehenswürdigkeiten

Die dritte Frage

Welche Tiergestalt hat der Wasserspender am Waschtisch des königlichen Schlafzimmers in Neuschwanstein? 

Das war die richtige Lösung der zweiten Frage

Frage: Seit wann erinnert ein Saal der Burg an das „Absteigequartier“ König Ludwigs II.? 

Antwort: Seit 2011 (Schlösserland Bayern, Seite 221)

So können Sie mitspielen

Unser Bayernrätsel erscheint von jetzt an acht Wochen lang – jeden Samstag. Die Antworten müssen jeweils bis Freitag der darauf folgenden Woche (Datum des Poststempels) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen.

Mitspielen auf dem Postweg: Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an den

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81010 München

Mitspielen per Online-Formular: Sie können hier unten auf der Seite direkt das Gewinnspiel-Formular ausfüllen.

Die Teilnahmefrist für die dritte Frage des Bayernrätsels 2020 endet am Freitag, 10. April,  24 Uhr.

Es gibt tolle Preise zu gewinnen

Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter des Münchner Zeitungsverlag, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Schirmherr ist Staatsminister Albert Füracker. Hier geht es zum Grußwort.

Lösung

Die Lösungen werden jeweils in der Folgewoche in der Zeitung und auf Merkur.de veröffentlicht.

Die Abstimmung ist beendet.
Vielen Dank für Ihr Interesse! Besuchen Sie unsere Seite gerne wieder.

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