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Bayernrätsel (Folge 7): Ein königliches Museum

München - 1927 bereits gegründet, musste das König Ludwig II.-Museum auf Herrenchiemsee in den sechziger Jahren wegen Feuchtigkeit geschlossen werden. Mit modernem Konzept wurde es 1987 in denselben Räumen auf der Südseite des Neuen Schlosses wieder eröffnet.

Die Ausstellung ist in Themenkreise unterteilt. Zunächst sieht man viele persönliche Zeugnisse des Königs, vom Taufkleid über den Krönungsmantel bis zur Totenmaske, aber auch Gemälde, Büsten und Photographien. Es folgen die Möbel aus seinem im Zweiten Weltkrieg völlig zerbombten Appartement in der Münchener Residenz. Ein Raum ist dem Mäzenatentum Ludwigs II. für Richard Wagner und seinem Werk gewidmet, vor allem mit dem großen Modell des einst für München geplanten Festspielhauses und mit Bühnenbildmodellen, der epochemachenden (Ur-)Aufführungen von Wagners Musikdramen.

In drei Räumen sind mit Entwürfen, Modellen und Ausstattungsstücken die drei geistig-kulturellen Gebiete veranschaulicht, in denen Ludwig II. sich beheimatet hat: die Welt des mittelalterlichen Königtums mit Neuschwanstein und Falkenstein, die Welt des barocken Absolutismus mit Linderhof und Neuem Schloss Herrenchiemsee und die Welt des Orients mit den Parkkiosken und den byzantinischen Projekten. Es sind also auch Entwürfe und Modelle zu den legendären nicht (mehr) gebauten Ideen dieses Königs zu sehen. Linderhof ist unter anderem mit dem kompletten ersten Schlafzimmer vertreten, das der König 1884 durch ein noch üppigeres hatte ersetzen lassen. Im letzten Raum wird schließlich der großartige Wintergarten durch Entwürfe, Großphotos und Ausstattungsstücke dokumentiert, den Ludwig II. sich auf dem Dach des Festsaalbaus der Münchener Residenz einst errichten ließ. Sehr anschaulich wird in diesem Museum die Bedeutung Ludwigs II. als Förderer der Künste. Richard Wagner ist der mit Abstand bedeutendste Musikdramatiker des 19. Jahrhunderts, von kaum zu überschätzender Wirkung auf Zeitgenossen und Nachfolger.

Ohne Ludwig II. hätte es weder sein Spätwerk noch die Bayreuther Festspiele gegeben. In den kunsthandwerklichen Arbeiten, die der König in großer Zahl und unter höchsten Qualitätsanforderungen in Auftrag gab, hat sich der nachmalige Münchener „Jugendstil“ entwickelt. Es lohnt sich, diese Stücke und ihre Entwürfe auch einmal unter diesem Aspekt zu betrachten.

Frage 7

Frage 1: Aus welchem Jahr stammt die Idealansicht der geplanten Burg Falkenstein? Frage 2: Welcher Bildhauer schuf 1867 die Portraitbüste von Ludwigs Verlobter Prinzessin Sophie?

Antwort 6

Antwort 1: 1871 (Schlösserland S. 186) Antwort 2: Karl von Goebel (Schlösserland S. 186)

Und so wird es gemacht

Unser Bayern-Rätsel erscheint jede Woche. Die Antworten müssen jeweils bis Freitag der darauf folgenden Woche (Datum des Poststempels) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen.

Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81004 München

Ihre Karten können Sie auch im Service-Center bei Karstadt/Bahnhofplatz in München im Stachus-Untergeschoss abgeben. Wer per SMS mitmachen möchte: Schicken Sie eine SMS mit dem Text mm raetsel mit Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die Nummer 52020 (0,50 Euro/SMS inkl. VFD2-Anteil 0,12 Euro).

Mitmachen kann jeder – ausgenommen Mitarbeiter des Münchner Zeitungsverlags, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums sowie der Schlösserverwaltung. Die Broschüre „Schlösserland Bayern“, die bei der Lösung der Rätselfragen helfen kann, können Sie kostenlos bestellen beim Finanzministerium Öffentlichkeitsarbeit Postfach 220003 80535 München Erhältlich ist die Broschüre aber auch bei Karstadt/Bahnhofplatz in München im Service-Center (Stachus-Untergeschoss) und auf Nachfrage beim Info-Point Museen & Schlösser in Bayern (Alter Hof 1, München)

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