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Viele Spuren von Kurfürst Maximilian Emanuel: das Schloss Schleißheim.

31. Bayernrätsel: Die Frage 1

Das Neue Schloss Schleißheim stellt das zweite Bauprojekt von Kurfürst Maximilian II. Emanuel für die weitläufige Schlossanlage Schleißheim dar.

Zuvor ließ er bereits das Jagdschloss Lustheim in großer Entfernung gegenüber dem 1598 als herzoglichen Landsitz begonnenen Alten Schloss errichten.

Das Neue Schloss Schleißheim

Frage 1a:

Welcher weiträumige Raum empfängt den Besucher?

Frage 1b:

Wer ließ nach dem Tod Max Emanuels größere Veränderungen am Neuen Schloss vornehmen?

Federführend für beide Vorhaben war der Graubündener Hofbaumeister Henrico Zuccalli (1642-1724). Im kurfürstlichen Auftrag plante er zunächst das prunkvolle Neue Schloss Schleißheim in riesigen Dimensionen. Angestrebt war der Bau einer neuen Residenz außerhalb Münchens. Dazu kam es aber nie. Zwischen 1701 und 1704 errichtete Henrico Zuccalli den Rohbau des Haupttrakts mit dem Corps de logis. Das Exil des Kurfürsten (1704-1715) infolge des Spanischen Erbfolgekrieges erzwang einen mehrjährigen Baustopp. Erst ab 1719 setzten die Arbeiten am Neuen Schloss wieder ein, nun unter der Leitung des Dachauer Gärtnersohns und in Paris ausgebildeten Hofbaumeisters Joseph Effner (1687- 1745). Nachdem der Plan einer Mehrflügelanlage au0fgegeben wurde, gestaltete Effner den stehenden Trakt als selbständigen Schlossbau. Er entwarf die Fassadengestaltung, die finale Raumaufteilung und die Innenausstattung.

Die monumentale Anlage birgt ein großzügiges Treppenhaus, prunkvolle Festsäle und Appartements. Das innovative und vorbildhafte Treppenhaus mit der Aufteilung von Treppenläufen und Podesten innerhalb eines hohen Saals von Henrico Zuccalli genügte höchsten zeremoniellen Ansprüchen. Es bildet zusammen mit dem Großen Saal und dem Viktoriensaal eine thematische Einheit: Der Auftraggeber wird als ruhmreicher Feldherr in den Türkenkriegen verherrlicht.

Das homogene Erscheinungsbild der Raumdekoration verantworten wenige, aber bedeutende französische, italienische und heimische Künstler wie Johann Baptist Zimmermann, Cosmas Damian Asam und Jacopo Amigoni. Der Venezianer schuf innerhalb kürzester Zeit die Mehrzahl der Deckenfresken. Die grandiose Große Galerie ist Teil der barocken Gemäldegalerie, die in den Prunkräumen des Schlosses gehängt ist. Sie misst zusammen mit den beidseits anschließenden Wohnappartements des kurfürstlichen Paares eine Länge von 160 Metern. Außerordentliche Schaustücke sind die Imperialbetten in den Paradeschlafzimmern. Mit ihren von Federbüschen bekrönten Baldachinen repräsentieren sie äußerst selten erhaltene Meisterwerke der barocken Textilkunst.

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Viel Glück!

Teilnahmeschluß für die Frage 1 ist am Freitag, 23.3.2012, 24 Uhr

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