Landsitz mit Alpenblick: das Schloss Dachau mit seiner Gartenanlage.

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33. Bayernrätsel: Frage 5

München - Es wird wieder gerätselt: Jetzt gilt es, beim 33. Bayernrätsel die fünfte Frage zu beantworten. Im Mittelpunkt steht diesmal das Dachauer Schloss.

Frage 5: Wie lautet der Name des Tischlers, der von 1564-1566 die prächtige Holzdecke des Dachauer Schlosses schuf?

Ein Ort der Erholung, des Rückzugs und des vergnügsamen Zeitvertreibs – das dürften die bayerischen Herzöge im Sinn gehabt haben, als sie sich im 16. Jahrhundert knapp 20 Kilometer außerhalb der geschäftigen Residenzstadt München einen prestigeträchtigen Landsitz bauten. Schon im 12. Jahrhundert hatten ihre Vorfahren die mittelalterliche Burg der Dachauer Grafen übernommen, an deren Stelle sie nun ein vierflügeliges Sommerschloss setzten. Ausschlaggebend hierfür war sicher auch die einmalige Lage der Burg auf einer Anhöhe über der Amper: Ganz München und das bayerische Reich bis zum Rande der Alpen lagen den mächtigen Bewohnern des Schlosses wortwörtlich zu Füßen.

Auflösung von Frage 4:

Wie lautet der Name des Malers, der ab 1543 die protestantische Schloss-kapelle ausmalte?

Antwort: Hans Bocksberger

Nachdem der Bau des Dachauer Schlosses fertig gestellt worden war, unterzog Herzog Albrecht IV. auch den Garten einer Generalüberholung. Dem aktuellen Trend der Gartengestaltung folgend, entwarf der Maler und Architekt Friedrich Sustris ab 1578 einen von Mauern geometrisch geordneten Renaissancegarten mit quadratischen Blumen- und Kräuterbeeten. 1715 wurde der Hofgarten erneut der aktuellen Mode angepasst: Kurfürst Max Emanuel ließ seinen Hofbaumeister Joseph Effner die großzügig Gartenanlange im Stil des französischen Barocks umgestalten. Zwei große Zierbeete mit kunstvoll geschnittenen Buchsbaumornamenten und verspielten Blumenrabatten ersetzten die quadratischen Renaissancebeete. Außerdem wünsch-te der Kurfürst sich ein Gelände zur spielerischen Ertüchtigung: Zu diesem Zweck erwarb er ein kleines Waldstück, das westlich an den Garten angrenzte. Hier installierte er allerlei Spieleeinrichtungen, darunter eine Kegelbahn, eine Schaukel, eine kleine Grotte und Pavillons – sehr zum Amüsement seiner munteren Hofgesellschaft.

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Anfang des 19. Jahrhunderts begann schließlich der Niedergang des Dachauer Schlosses und seiner reizvollen Gartenanlage. Finanzielle Notzeiten zwangen zur Aufgabe des pflegebedürftigen Barockgartens. Stattdessen wandelte der Hofgarten-intendant König Maximilians I. Friedrich Ludwig von Sckell die feinen Zierbeete in einen robusten Obstgarten um. Auch die Spieleinrichtungen im kleinen Waldstück wurden nicht mehr unterhalten und fielen im Laufe der Zeit der Witterung zum Opfer. Das Schloss selbst wurde von 1806-1809 aus Kostengründen zu Dreivierteln abge-brochen. Nur der barocke Saaltrakt mit seiner wertvollen hölzernen Kassettendecke blieb erhalten. 1868 wurde die Saaldecke ins neu gegründete Bayerische Nationalmuseum in München überführt und konnte dank der konservatorischen Aufbewah-rung für die Zukunft gerettet werden. Ende der 1970er Jahre kehrte sie an ihre ur-sprüngliche Wirkstätte im frisch restaurierten Schloss Dachau zurück. Doch nicht nur der festliche Saaltrakt des Schlosses ist heutzutage einen Besuch wert, auch der ehemals prunkvolle Schlossgarten versprüht einen besonderen Charme. Zu den Obstbäumen Sckells haben sich inzwischen Stauden-, Sommerblumen- und Rosen-rabatte gesellt. Bei einem grandiosen Panoramablick kann man hier, wie damals die bayerischen Herzöge, wunderbar entspannen.

Mitspielen und gewinnen

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Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinn-Chancen.

Wer per SMS mitmachen möchte:

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Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter des Münchner Zeitungsverlags, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Viel Glück!

Teilnahmeschluss für die Frage 5 ist am Freitag, 25.04.2014, 24 Uhr

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