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Die prachtvolle Residenz in München und der großzügige Max-Joseph-Platz. Um den Herrschersitz dreht sich die sechste Folge unseres Bayern-Rätsels. Raten Sie mit, es gibt hochkarätige Preise zu gewinnen: 3000 Euro, 2000 Euro und 1000 Euro. Diese Hauptgewinne sind von Lotto Bayern gesponsert.

31. Bayernrätsel: Die sechste Frage

München - Kurfürst Max Emanuel zeichnete sich zeitlebens nicht nur durch weitgesteckte politische Ambitionen, sondern auch durch eine andauernde Begeisterung für seine zahlreichen Bauprojekte aus.

Daher scheint es verwunderlich, dass er am heutigen Erscheinungsbild der Münchner Residenz nur vergleichsweise geringe Spuren hinterlassen hat.

Grund dafür sind weniger die Umbauten und Erweiterungen des Schlossbaus im 19. Jahrhundert oder die Verluste des Zweiten Weltkriegs. Sondern dies ist in erster Linie die Folge eines verheerenden Brands, der nur wenige Jahre nach Max Emanuels Tod zentrale, in seiner Regierungszeit neu gestaltete Teile der Residenz, zerstörte. Dennoch zeugen bis heute erhaltene, eindrucksvolle Überreste von der Energie, mit der sich der junge Herrscher gleich nach seinem Regierungsantritt mit nur 18 Jahren daran machte, seinen Namen unauslöschlich mit der ehrwürdigen, jahrhundertealten Geschichte der Residenz zu verbinden.

Frage a:

Als Vorbild für seine Bautätigkeit in der Residenz diente Max Emanuel gewiss auch seine Mutter, die hier gleichfalls ihr Appartement prachtvoll ausstatten ließ.

Wie wurden diese ursprünglich von Henriette Adelaide bewohnten Räume seit dem späten 18. Jahrhundert genannt?

Frage b:

In welchem Jahr brannte das von Joseph Effner neu für Max Emanuel ausgestattete Appartement in der Residenz aus?

Baulich veränderte der neue Kurfürst am angestammten Wohnsitz seiner Vorväter dabei tatsächlich relativ wenig. Stattdessen konzentrierte er sich darauf, seine am Grottenhof gelegenen Gemächer im Laufe der Jahrzehnte in mehreren Etappen prachtvoll und den jeweils aktuellen Moden folgend in einem festlichen Barockstil auszustatten. Fungierten hierbei in den ersten Jahren italienische Vorbilder als hauptsächliche Inspirationsquellen, trat nach der Jahrhundertwende immer mehr die französische Hofkunst als Bezugspunkt in den Vordergrund. Beiden Ländern war der junge Max Emanuel sowohl kulturell wie dynastisch gleichermaßen verbunden durch die prägende Gestalt seiner Mutter, der italienischen Prinzessin Henriette Adelaide von Savoyen, einer Enkelin Heinrichs IV. von Frankreich. Diese zog nicht nur zahlreiche Künstler aus ihrer Heimat an den kurbayerischen Hof, die unter anderem ihre Räume in der Residenz ausstatteten. Sie bemühte sich auch zeitlebens, eine dauerhafte politische Allianz zwischen München und Versailles zu schmieden.

Bereits unmittelbar nach seinem Regierungsantritt ließ Max Emanuel das kurfürstliche Appartement am Grottenhof durch seinen bevorzugten Architekten Henrico Zuccalli umgestalten. Die Deckengemälde stellten die Heldentaten Alexanders des Großen dar, der als früh vollendeter Herrscher und jugendlicher Eroberer dem jungen Kurfürsten, der sich im kaiserlichen Heer auszeichnen wollte, als Spiegelbild diente. Neben diesen „Alexanderzimmern“ ließ Max Emanuel zwischen 1693 und 1695 für seine bedeutende Sammlung ostasiatischer Porzellane das sogenannte „Indianische“ oder „Holländische“ Kabinett einrichten. Mit seiner kostbaren Ausstattung, die die exotische Welt des Orients nach Bayern verpflanzen sollte, entstand ein frühes Beispiel der verspielten Chinamode, die für die höfische Kultur des Rokoko so große Bedeutung besaß.

Zusätzlich und unmittelbar anschließend an dieses kurfürstliche Wohnappartement schuf Zuccalli im südlichen Grottenhofflügel zwischen 1680 und 1685 Gesellschaftsräume mit einer darüber gelegenen Dachterrasse, die sogenannten Sommerzimmer. Auch diese wurden überaus kostbar mit Möbeln und Gemälden aus Max Emanuels Kunstsammlungen ausgestattet.

Teilnahmeschluss für die Frage 6 ist am Freitag, 27.04.2012, 24 Uhr!

Viel Glück!

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