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Prachtvoll erstreckt sich der Nymphenburger Schlosspark von der Großen Kaskade aus gesehen. Um die Anlage im Westen Münchens dreht sich die siebte Folge unseres Bayern-Rätsels.

Bayernrätsel: Frage 7

München - Folgt der Besucher in München dem Kanal in der Nördlichen beziehungsweise Südlichen Auffahrtsallee in Richtung Westen, so erblickt er in der Ferne einen hellen, in Teilen mit Gold verzierten imposanten Bau – das Schloss Nymphenburg.

Rückseitig erstreckt sich eine beeindruckende Parkanlage, deren Ursprünge bis auf das 17. Jahrhundert zurückgehen.

Frage 7

a) Wovon leitet sich der Name „Pagodenburg“ ab?

b) Welchen Vornamen trug der Brunnenmeister aus Versailles und Schüler André Le Nôtres, der maßgeblich den Nymphenburger Schlosspark entwarf?

1663 schenkte Ferdinand Maria seiner Gemahlin Henriette Adelaide von Savoyen aus Anlass der Geburt des langersehnten Sohnes Max Emmanuel die Hofmark Kemnathen. Hier wurde ab 1664 mit dem Bau eines Sommerschlosses begonnen. Es trug den Namen „borgo delle ninfe“. Die erste Gartenanlage hatte im Vergleich zur späteren, maßgeblich unter Max Emmanuel angelegten Anlage, nur eine geringe Ausdehnung. Sie präsentierte sich dem Betrachter in manieristischer Formensprache auf der Westseite des Schlosses. Die markante Mittelachse, die auf die Kirche von Pipping zulief, wurde für die Gestaltung der barocken Parkanlage übernommen und ist bis heute in ihren Grundzügen erhalten.

Kurfürst Max Emmanuel ließ ab 1701 wesentliche Umgestaltungsmaßnahmen vornehmen. Neben der Erweiterung des Schlossgebäudes erfolgte die Anlage eines barocken Schlossparks. Die Grundlage dafür schuf der französische Gartenkünstler Charles Carbonet, wobei die Mittelachse von nun an durch einen Kanal betont wurde, der das Wasser von der Würm heranführte. In Anknüpfung daran erfolgte ab 1715, nachdem Max Emmanuel aus dem französischen Exil zurückkehrt war, die Gestaltung der Barockanlage durch den aus Versailles stammenden Brunnenmeister Girard in Zusammenarbeit mit Joseph Effner, dem langjährigen Architekten Max Emanuels.

Charakteristisch dafür waren neben einem markanten Alleen- und Sichtachsensystem, das die Parkanlage gliederte und mit der umgebenden Landschaft verknüpfte, das reich verzierte Parterre sowie separate Gartenanlagen aus Heckenräumen, Zierbeeten und Wasserbecken deren jeweilige Mittelpunkte die Parkburgen die Pagodenburg und die Badenburg bildeten.

Teilnahmeschluss für die Frage 6 ist am Freitag, 4. Mai, 2012, 24 Uhr!

Viel Glück!

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