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Werke von Juli sind in der Gemäldegalerie im Augustiner-Chorherrenstift auf der Insel Herrenchiemsee zu sehen.

Mitspielen und gewinnen

33. Bayernrätsel: Frage 7

München - Es wird wieder gerätselt: Jetzt gilt es, beim 33. Bayernrätsel die siebte Frage zu beantworten. Im Mittelpunkt steht diesmal der Maler Julius Exter.

Frage 7: Wie lautet der Name der avantgardistischen Künstlervereinigung, deren Mitbegründer Julius Exter im Jahr 1892 war? 

Die farbenfrohen Gemälde Julius Exters leuchten nicht bloß – sie strahlen. Die Inspiration für seine bunten Kunstwerke fand der „Farbenfürst“ unter anderem in der reizvollen Landschaft des Chiemgaus. Wie so viele andere Künstler um die Jahrhundertwende kehrte er der geschäftigen Großstadt den Rücken und versuchte, in einer natürlichen Umgebung sein künstlerisches Schöpfungspotenzial bestmöglich zu entfalten. Die traumhafte Gegend des Voralpenlandes mit ihren idyllischen Seen bot hierfür den idealen Zufluchtsort.

Auflösung von Frage 6:

Am Karlstor zu Beginn der Fußgängerzone in der Münchner Innenstadt befindet sich eine der bekanntesten Figuren von Mathias Gasteiger – welche?

Antwort: Das Brunnenbuberl

Im Jahr 1897 begab sich Julius Exter erstmals an den Chiemsee nach Feldwies in der Gemeinde Übersee. Im Sommer des Jahres 1902 erwarb er dort ein ehemaliges Bauernhaus, das sogenannte Strickeranwesen, das ihm fortan als Sommerwohnsitz dienen sollte. In der alten Scheune richtete sich Exter sein Atelier ein. Im Außenbereich des Bauernhauses wurde das Anwesen um ein Waschhaus und ein großzügi-ges Gartenhaus, die sogenannte Veranda, erweitert. Eingerahmt von einer vielfältigen Blumen- und Staudenpracht, wurde die Veranda schnell zum Blickfang des Hauses. Exter selbst begeisterte das Motiv so sehr, dass er es in zahlreichen Farbskizzen und Gemälden festhielt. Aber auch der Rest des Künstlergartens wurde im Sinne des Malers aufwendig gestaltet. Neben die kunstvoll angelegten Blumenbeete mit Büschen und Bäumen gesellte sich ein romantischer Nutzgarten mit Gemüse, Obstbäumen und Beerensträuchern. Der Farbklang dieses echten Chiemgauer Bauerngartens wurde dabei nicht dem Zufall überlassen, sondern entsprach den konkreten Vorstellungen des Malers.

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In München hatte Julius Exter erfolgreich eine europaweit bekannte Malschule betrieben. Nach Erwerb seines Bauernhauses nutze er die Gelegenheit und lud seine Schülerinnen und Schüler in den Sommermonaten zu sich an den Chiemsee ein und ließ den Unterricht in der freien Natur stattfinden. Gemeinsam mit seinen Schülern experimentierte Exter mit Farben und Malmaterialien und versuchte, durch den Ein-satz neuer Techniken die Leuchtkraft seiner Gemälde langfristig haltbar zu machen. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges musste Exter die Malschule schließen, weil ein Großteil seiner Schüler in den Militärdienst eingezogen worden waren.

1917 schließlich ließ sich seine Ehefrau Judith Anna von ihm scheiden und zog mit der gemeinsamen Tochter zurück in die Münchner Wohnung. Exter blieb mit seinem Sohn in Feldwies und bewohnte das Haus von nun an dauerhaft. Nach Ende des Krieges konnte er an die fruchtbare Schaffenszeit vor dem Krieg wieder anknüpfen. Mit großer Hingabe widmete er sich dem Studium der Landschaft zwischen Chiemsee und Gebirge, durch die er mit dem Fahrrad oder Boot lange Streifzüge unternahm. Aus den Skizzen dieser Landpartien entstanden die heute berühmten Exter-Bilder mit dicken Pinselbahnen, expressiven Farben und magisch wirkenden Farbkombinationen. Eine Auswahl seiner Bilder, ein Teil der originalen Ausstattung und der Künstlergarten können heute im Künstlerhaus in Übersee-Feldwies besichtigt werden.

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