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Schloss Neuschwanstein

Bayernrätsel: Ludwigs prunkvolles Juwel

Schwangau – Schloss Neuschwanstein wurde von König Ludwig II. ab 1869 errichtet und nie vollendet. Sein Schloss war für ihn Denkmal der Kultur und des Königtums des Mittelalters, die er verehrte.

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Errichtet und ausgestattet in mittelalterlichen Formen, aber mit damals modernster Technik, ist es das berühmteste Bauwerk des Historismus und ein Hauptsymbol des deutschen Idealismus. Der Vater Ludwigs II., König Maximilian II., hatte ab 1832 das unweit gelegene Schloss Hohenschwangau neugotisch ausstatten lassen, das im Mittelalter Sitz der Grafen von Schwangau gewesen war. Hier lebte sich Ludwig, 1845 geboren, in die Mittelalterverehrung ein, lernte Sagen und Geschichte von den Wandbildern und aus eifriger Lektüre. Auf einem Höhenrücken, in grandioser Lage hoch über der Pöllatschlucht vor den Bergen gelegen, ließ er über den Resten zweier kleiner mittelalterlicher Burgen, die er seit seiner Kindheit kannte („Vorder-„ und „Hinter-Hohenschwangau“) seine „Neue Burg“ errichten. Ludwig II. besuchte 1867 die Wartburg und ließ seinen Architekten Zeichnungen der Ornamente fertigen.

Die Idealentwürfe schuf ein Theatermaler der Münchener Hofoper, der neben Motiven der Wartburg auch Motive aus Bühnenbildern zu Richard Wagners Opern „Lohengrin“ und „Tannhäuser“ einarbeitete. Ludwig II. hatte 1868 an Wagner geschrieben, seine „Neue Burg“ werde „Reminiszenzen“ an diese Werke aufweisen. Der Torbau wurde 1873 fertig. Hier wohnte Ludwig II., der seine „Neue Burg“ nie ohne Baugerüste gesehen hat. 1884 waren seine Wohnräume beziehbar.

Der südliche Bauteil, die „Kemenate“, wurde erst 1891 vereinfacht fertiggestellt, der Bergfried mit Kapelle gar nicht errichtet. Von Beginn wollte Ludwig II. als Denkmal der ritterlichen Kultur des Mittelalters den „Sängersaal“ der Wartburg in seiner „Neuen Burg“ einrichten, allerdings viel größer und prächtiger als dort. Daraus wurde eine Kombination aus den Motiven zweier Wartburgsäle, „Sängersaal“ und „Festsaal“, die aber nicht für Aufführungen oder gar Feste vorgesehen war. Der andere Denkmalraum, der Thronsaal, kam erst ab 1881 hinzu, weil Ludwig II. eine Rekonstruktion der sagenhaften Gralshalle verwirklichen wollte, um das christliche Königtum zu verherrlichen. Erst nach seinem Tod wurde seine Burg „Neuschwanstein“ genannt. Sie ist eines der meistbesuchten und meist abgebildeten Bauwerke der Welt. Was dagegen wenige kennen, sind die schönen Spazier- und Wanderwege um Alpsee und Schwansee, mit herrlichen Ausblicken und sommerlichen Badefreuden, die schon Ludwig II. als Kind genossen hatte.

Frage 3

a) An welchem Tag war die Grundsteinlegung Neuschwansteins?

b) Frage 2: Welcher Literaturhistoriker verfasste das Bildprogramm Neuschwansteins?

Antwort 2

Ausblicken und sommerlichen Badefreuden, die schon Ludwig II. als Kind genossen hatte.

Und so wird es gemacht

Unser Bayern-Rätsel erscheint jede Woche. Die Antworten müssen jeweils bis Freitag der darauf folgenden Woche (Datum des Poststempels) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen.

Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an Münchner Merkur „Bayern-Rätsel“ 81004 München Ihre Karten können Sie auch im Service-Center bei Karstadt/Bahnhofplatz in München im Stachus-Untergeschoss abgeben.

Wer per SMS mitmachen möchte: Schicken Sie eine SMS mit dem Text mm raetsel mit Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die Nummer 52020 (0,50 Euro/SMS inkl. VFD2-Anteil 0,12 Euro). Mitmachen kann jeder – ausgenommen Mitarbeiter des Münchner Zeitungsverlags, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums sowie der Schlösserverwaltung.

Die Broschüre „Schlösserland Bayern“, die bei der Lösung der Rätselfragen helfen kann, können Sie kostenlos bestellen beim Finanzministerium Öffentlichkeitsarbeit Postfach 220003 80535 München Erhältlich ist die Broschüre aber auch bei Karstadt/Bahnhofplatz in München im Service-Center (Stachus-Untergeschoss) und auf Nachfrage beim Info-Point Museen & Schlösser in Bayern (Alter Hof 1, München)

In Zusammenarbeit mit unserem Partner Karstadt Bahnhofplatz

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