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Schloss Herrenchiemsee beherbergt in diesem Jahr die Bayerische Landesausstellung, die den Märchenkönig Ludwig II. zum Thema hat.

30. Bayernrätsel: Ein Schloss als Denkmal einer Dynastie

Herrenchiemsee - Jetzt wird wieder gerätselt: Zum 30. Mal findet dieses Jahr das beliebte Bayern-Rätsel unter der Schirmherrschaft des bayerischen Finanzministeriums. Heute präsentieren wir die zweite Frage des achtwöchigen Gewinnspiels rund um Bayerns Schlösser und Seen. Das Mitspielen lohnt sich: Es gibt tolle Preise zu gewinnen!

Die Insel Herrenchiemsee war seit der Jungsteinzeit besiedelt gewesen (4.000 v.Chr.), hatte Bayerns wohl frühestes Kloster beherbergt (gegründet Mitte 7. Jh.) und war seit 1215 Bischofssitz gewesen. Die Klosterkirche war also auch Dom, und sie wird noch heute „Inseldom“ genannt.

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Mitspielen und Gewinnen: Das 30. Bayern-Rätsel

Nach der Säkularisation 1803 wurde die barocke Klosteranlage („Altes Schloss“) privat genutzt. Aufgrund einer Petition der Chiemseegemeinden an ihn kaufte Ludwig II. die Insel, um ihren alten Baumbestand vor Holzspekulanten zu retten, aber auch, weil sie der geeignete Ort für sein größtes Schlossprojekt war: eine Paraphrase des Schlosses Versailles als Denkmal des Absolutismus.

Schon seit 1868 anderwärts in Planung, hatte das Projekt hier endlich ausreichend Platz, auch für die Parkanlage nach Versailler Vorbild. Das „Neue Schloss Herrenchiemsee“ wurde viel prächtiger ausgestattet als Versailles es je war. Das „Paradeschlafzimmer“ Ludwigs XIV. wurde bei Ludwig II. zum teuersten Raum des 19. Jahrhunderts übersteigert. Das für ihn als Wohnung gedachte „Kleine Appartement“ enthält eine Porzellanausstattung, die kunsthandwerklich-technisch der Gipfelpunkt europäischer Porzellankunst ist.

Ludwig II. zitierte in seinem Schloss aber nicht nur Versailles, sondern auch die barocken Bauten seiner eigenen Vorfahren. So haben die Spiegelkabinette nichts mit Frankreich zu tun, sondern sind aus Räumen Max Emanuels und Karl Albrechts übernommen. Ludwig II. wollte also auch den absolutistischen Wittelsbachern, seiner eigenen Dynastie, ein Denkmal setzen. Schloss und Park waren beim Tod des Königs unvollendet. Im Schloss fehlen zum einst Vorgesehenen aber nur wenige Räume und der Park ist auch als Torso grandios. Nur das Hauptparterre mit seinen rekonstruierten Wasserspielen wurde fertig. Es ist eingebettet in die unberührte Natur der Insel, die schon Ludwig II. faszinierte. Er ließ einen etwa 7 km langen Rundweg anlegen, der heute vielfältige Natureindrücke, auch Fernblicke auf See und Berge, erschließt.

Im „Alten Schloss“ sind neben dem Verfassungsmuseum, einer Galerie der Chiemseemaler, der Exter-Galerie, dem Kaisersaal und dem Gartensaal mit barocker Illusionsmalerei die Wohnräume Ludwigs II. zu besichtigen, die für ihn eingerichtet worden waren. In seinem Speisezimmer tagte im August 1948 der Verfassungskonvent zur Formulierung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

Im Neuen Schloss präsentieren die Bayerische Schlösserverwaltung, das Haus der Bayerischen Geschichte und der Landkreis Rosenheim von 14.5. bis 16.10. die Bayerische Landesausstellung 2011 „Götterdämmerung“. Nähere Informationen unter www.herrenchiemsee.de und www.schloesser.bayern.de

Frage 2

Frage a: In welchem Jahr kaufte Ludwig II. die Insel Herrenchiemsee?

Frage b: In welchem Jahr wurde das Museum im Alten Schloss eröffnet?

Antwort 1

Antwort a: Joseph Stieler (Schlösserland S. 146)

Antwort b: Friedrich Ludwig von Sckell (Schlösserland S. 147)

Und so wird es gemacht

Unser Bayern-Rätsel erscheint jede Woche. Die Antworten müssen jeweils bis Freitag der darauf folgenden Woche (Datum des Poststempels) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen.

Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81004 München

Ihre Karten können Sie auch im Service-Center bei Karstadt/Bahnhofplatz in München im Stachus-Untergeschoss abgeben.

Wer per SMS mitmachen möchte: Schicken Sie eine SMS mit dem Text mm raetsel mit Ihrer Lösung und Ihrer Adresse an die Nummer 52020 (0,50 Euro/SMS inkl. VFD2-Anteil 0,12 Euro).

Mitmachen kann jeder – ausgenommen Mitarbeiter des Münchner Zeitungsverlags, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums sowie der Schlösserverwaltung.

Die Broschüre „Schlösserland Bayern“, die bei der Lösung der Rätselfragen helfen kann, können Sie kostenlos bestellen beim

Finanzministerium

Öffentlichkeitsarbeit

Postfach 220003

80535 München

Erhältlich ist die Broschüre aber auch bei Karstadt/Bahnhofplatz in München im Service-Center (Stachus-Untergeschoss) und auf Nachfrage beim Info-Point Museen & Schlösser in Bayern (Alter Hof 1, München)

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