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Schloss Neuschwanstein, Ansicht von Nordosten mit Gebirgspanorama und Hohenschwangau im Hintergrund

Mitspielen und gewinnen

38. Bayernrätsel: Die dritte Frage

Zum 38. Mal veranstaltet der Münchner Merkur dieses Jahr das beliebte Bayernrätsel: Bei der dritten Frage unseres Gewinnspiels geht es um das weltberühmte Schloss Neuschwanstein.

Schloss Neuschwanstein wurde von König Ludwig II. seit 1868 errichtet und nie vollendet. Sein Schloss war für ihn Denkmal der Kultur und des Königtums des Mittelalters, die er verehrte und nachvollziehen wollte. Errichtet und ausgestattet in mittelalterlichen Formen, aber mit damals modernster Technik, ist es das berühmteste Bauwerk des Historismus und ein Hauptsymbol des deutschen Idealismus.

Schloss Neuschwanstein - von Ludwig II. gebaut und nie vollendet 

Der Vater Ludwigs II., Maximilian II., hatte seit 1832 das unweit gelegene Schloss Hohenschwangau neugotisch ausstatten lassen, das im Mittelalter Sitz der Grafen von Schwangau gewesen war. Hier lebte sich Ludwig, 1845 geboren, in die Mittelalterverehrung ein, lernte Sagen und Geschichte von den Wandbildern und aus eifriger Lektüre und sah sich, wie schon sein Vater, als Nachfolger jener Grafen.

Auf einem Höhenrücken, in grandioser Lage hoch über der Pöllatschlucht vor den Bergen gelegen, ließ er über den Resten einer kleinen mittelalterlichen Burg, die er seit seiner Kindheit kannte („Vorder-Hohenschwangau“) seine „Neue Burg“ errichten. Ludwig II. besuchte 1867 die Wartburg und ließ seinen Architekten Zeichnungen der Ornamente fertigen. Die Idealentwürfe schuf ein Theatermaler der Münchener Hofoper und arbeitete neben Motiven der Wartburg, vor allem der Palas und das Bauornament, auch Motive aus Bühnenbildern zu Richard Wagners Opern „Lohengrin“ und „Tannhäuser“ ein. Ludwig II. hatte 1868 an Wagner geschrieben, seine „Neue Burg“ werde „Reminiszenzen“ an diese Werke aufweisen.

Schloß Neuschwanstein, Thronsaal (R.2), Blick nach Süden.

Der Torbau war 1873 fertig. Hier wohnte Ludwig II., der seine „Neue Burg“ nie ohne Baugerüste gesehen hat. Ende 1884 waren seine Wohnräume im Palas beziehbar. Der südliche Bauteil, die „Kemenate“, wurde erst 1891 vereinfacht fertiggestellt, der Bergfried mit Kapelle gar nicht errichtet. Von Beginn wollte Ludwig II. als Denkmal der ritterlichen Kultur des Mittelalters den „Sängersaal“ der Wartburg, viel größer und prächtiger als dort, in seiner „Neuen Burg“ einrichten. Daraus wurde eine Kombination aus den Motiven zweier Wartburgsäle, „Sängersaal“ und „Festsaal“, die aber nicht für Aufführungen oder gar Feste vorgesehen war. Der andere Denkmalraum, der Thronsaal, kam erst ab 1881 hinzu, weil Ludwig II. eine Rekonstruktion der sagenhaften Gralshalle verwirklichen wollte, um das christliche Königtum zu verherrlichen. Die Raumform bezieht sich aber auch auf seine Dynastie, konkret auf seinen Großvater, Ludwig I. Das Raumprogramm, das umfänglichste und komplizierteste des 19. Jahrhunderts, hat der vielseitig interessierte und belesene Ludwig II. selbst entworfen. Jeder der anschließenden Wohnräume ist einer mittelalterlichen Sage gewidmet.

Erst nach seinem Tod wurde seine Burg „Neuschwanstein“ genannt und ist eines der meistbekannten, meistbesuchten und meistabgebildeten Bauwerke der Welt. Was dagegen Wenige kennen, sind die schönen Spazier- und Wanderwege um Alpsee und Schwansee, mit herrlichen Ausblicken auf Berge und Schlösser und sommerlichen Badefreuden, die schon Ludwig II. als Kind genossen hatte.

Lesen Sie dazu auch: „101 Jahre Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen

Die dritte Frage

An welchem Tag war die Grundsteinlegung von Schloss Neuschwanstein?

Lösung der 2. Frage

Frage: Wie tief ist der Starnberger See an seiner tiefsten Stelle?

Lösung: 127 Meter (Schlösserland Bayern, Seite 228)

So können Sie mitspielen

Unser Bayern-Rätsel erscheint von jetzt an acht Wochen lang – jeden Samstag. Die Antworten müssen jeweils bis Freitag der darauf folgenden Woche (Datum des Poststempels) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen.

Mitspielen auf dem Postweg: Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an den

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81007 München

Mitspielen per Online-Formular: Sie können hier unten auf der Seite direkt das Gewinnspiel-Formular ausfüllen.

Die Teilnahmefrist für die dritte Frage des Bayernrätsels 2019 endet am Freitag, 19. April 2019, 24  Uhr.

Es gibt tolle Preise zu gewinnen 

Mitmachen kann jeder – ausgenommen die Mitarbeiter des Münchner Zeitungsverlag, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums und der Schlösserverwaltung.

Schirmherr ist Staatsminister Albert Füracker. Hier geht es zum Grußwort

Lösung

Die Lösungen werden jeweils in der Folgewoche in der Zeitung und auf Merkur.de veröffentlicht.

Die Abstimmung ist beendet.
Vielen Dank für Ihr Interesse! Besuchen Sie unsere Seite gerne wieder.

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