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Funkanalyse zeigt, wer vorne liegt

Das sind Bayerns beliebteste Radiosender

Nürnberg - Welche Radiosender in Bayern liegen in der Gunst ihrer Hörer ganz weit vorn? Die neue Statistik für Radiosender zeigt, ein Sender ist ganz besonders erfolgreich.

Antenne Bayern bleibt das meistgehörte Radioprogramm im Freistaat. 36 Prozent der Bayern schalten den landesweit empfangbaren Privatsender an, wie die am Dienstag veröffentlichte Funkanalyse Bayern für 2013 ergab. Vor einem Jahr waren es noch 35,1 Prozent. Seitdem konnte Antenne Bayern mehr als 100 000 Hörer hinzugewinnen und erreicht laut Funkanalyse nun erstmals mehr als vier Millionen Hörer. Leichte Einbußen bei der Reichweite musste der Bayerische Rundfunk hinnehmen.

Insgesamt hören die Bayern etwas weniger Radio als im Vorjahr. Nach der aktuellen Befragung schalten 87,7 Prozent der Bürger an Werktagen ihr Radio an - nach 89,3 Prozent im Jahr 2012. Die Hördauer hat sich im Schnitt von 4 Stunden und 14 Minuten auf 4 Stunden und 2 Minuten verringert. Auf Basis der jeweiligen Hördauer pro Programm errechnen die Statistiker den Marktanteil. Insgesamt hat TNS Infratest für die Funkanalyse 22 191 Personen in Bayern ab zehn Jahren befragt.

Neben Antenne Bayern konnten auch die Lokalprogramme bei der Reichweite leicht zulegen; ihre Programme erreichten an einem normalen Werktag 29,7 Prozent der Bayern - 0,4 Punkte mehr als 2012. Allerdings liegen die BR-Programme deutlich über den einzelnen Privatangeboten.

Die Reichweite der beiden beliebtesten BR-Sender ist erneut leicht gesunken: Bayern 1 rutschte von 29,1 auf 26,2 Prozent Höreranteil, Bayern 3 von 23,1 auf 21,9 Prozent. Der Informationskanal B 5 aktuell liegt mit 5,4 Prozent nur knapp unter dem Vorjahreswert. Der BR-Klassik-Kanal stagniert bei einer Reichweite von 1,8 Prozent. Bayern 2 konnte seinen Höreranteil um 0,8 Punkte auf 4,7 Prozent steigern.

Der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Siegfried Schneider, sprach bei der Eröffnung der Lokalrundfunktage in Nürnberg vom „besten Ergebnis der Lokalprogramme und Antenne Bayern in ihrer Geschichte“. Nun müssten sich sowohl die Marktforschung als auch die Programmanbieter auf die veränderten Bedürfnisse der Menschen einstellen, die Medieninhalte immer stärker über mobile Endgeräte abrufen.

Schneider lobte die Berichterstattung der lokalen Radio- und TV-Sender während der Hochwasserkatastrophe. Sie hätten gezeigt, wie wichtig in Krisenzeiten die Nähe der lokalen Medien zu den Menschen sei, betonte er laut Mitteilung. „Der lokale Rundfunk hat seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt: mit einem gewaltigen Einsatz und Engagement, kenntnisreich und sensibel, ohne Panik zu verbreiten.“ Die gestiegenen Facebook-Fanzahlen der Radiosender verdeutlichten, dass sich die Einbeziehung sozialer Medien lohne.

Auch die Media Analyse 2013 hatte im März 2013 ergeben, dass Antenne Bayern der beliebteste Sender im Freistaat ist.

lby

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa

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