Verfall im Ortskern: Bauten wie diesem historischen Haus im Dachauer Land soll künftig die Stiftung „Kulturerbe Bayern“ neues Leben einhauchen.
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Verfall im Ortskern: Bauten wie diesem historischen Haus im Dachauer Land soll künftig die Stiftung „Kulturerbe Bayern“ neues Leben einhauchen.
Verfallende historische Bauten gibt es fast überall in Bayern
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Verfallende Gebäude sollen durch das Projekt „Kulturerbe Bayern“ mit neuem Leben erfüllt werden.
Verfallende historische Bauten gibt es fast überall in Bayern
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Verfallende Gebäude sollen durch das Projekt „Kulturerbe Bayern“ mit neuem Leben erfüllt werden.
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Verfallende Gebäude sollen durch das Projekt „Kulturerbe Bayern“ mit neuem Leben erfüllt werden.
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Verfallende Gebäude sollen durch das Projekt „Kulturerbe Bayern“ mit neuem Leben erfüllt werden.
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Verfallende Gebäude sollen durch das Projekt „Kulturerbe Bayern“ mit neuem Leben erfüllt werden.
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Verfallende Gebäude sollen durch das Projekt „Kulturerbe Bayern“ mit neuem Leben erfüllt werden.
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Verfallende Gebäude sollen durch das Projekt „Kulturerbe Bayern“ mit neuem Leben erfüllt werden.

Stiftung gegründet

Bayerns Bürger wollen ihr Kulturerbe retten

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Die Ortskerne und Baudenkmäler im Freistaat sollen nicht verfallen. Dafür will das Projekt „Kulturerbe Bayern“ sorgen. Das Ziel: Bauliche Schmuckstücke retten, für die es keine staatliche Hilfe gibt. Gefragt sind heimatverbundene Unterstützer.

München– Bayern hat womöglich ein Gugelhupf-Problem. Gegen einen solchen Napfkuchen – Loch in der Mitte, das Wesentliche außenrum – ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Doch vielen Orten im Freistaat ergeht es offenbar ebenso: Die historischen Kerne leeren sich und verfallen, während die Peripherie verbaut wird. Keine appetitliche Entwicklung.

Das Gugelhupf-Gleichnis stammt von Robert Brannekämper. Der CSU-Landtagsabgeordnete ist Vize-Vorstand im Verein „Kulturerbe Bayern“, aus dem bald eine gleichnamige Stiftung hervorgehen soll. Das Ziel: Historische Bauten kaufen, restaurieren und sinnvoll nutzen. Und so ganz nebenbei den einen oder anderen sterbenden Ortskern wiederzubeleben.

Viele historische Gebäude fallen dem Strukturwandel zum Opfer, warnt der Vereinsvorsitzende und Historiker Johannes Haslauer. Klöster und innerdörfliche Hofstellen würden aufgelassen, jahrhundertealte Gebäude seien vom Abriss bedroht, weil sich eine Sanierung nicht rentiere, warnt Haslauer: „In Bayern gibt es unzählige verfallende Schätze und Schmuckstücke.“ Wo sich keine privaten Retter finden und auch der Staat nicht einspringt, will die Stiftung eine Lücke schließen – bei Objekten, die anders nicht zu erhalten, aber zu schade für die Abrissbirne sind.

Vorbild ist der englische „National Trust“: Vier Millionen Unterstützer hat die 1895 gegründete Denkmal-Treuhandschaft, die im vergangenen Jahr umgerechnet mehr als 100 Millionen Euro in den Erhalt von hunderten historischen Bauwerken und Naturdenkmälern auf der Insel gesteckt hat. Solche Dimensionen sind für die bayerische Version der Treuhand-Stiftung noch reine Wunschvorstellung. Bescheidene 50 000 Euro jährliche Anschubfinanzierung hat sich der bayerische Landtag abringen können – immerhin mit fraktionsübergreifendem Wohlwollen. „Tendenz steigend“, verspricht der Abgeordnete Brannekämper.

Der Löwenanteil des Stiftungskapitals soll aber wie in England von heimatverbundenen Spendern kommen. „Das ist ein Auftrag an alle Bürger in unserem Land“, betont Haslauer, der wie die anderen im Verein ehrenamtlich für das Projekt arbeitet. Gesucht werden freiwillige Mithelfer, Geldspender sowie Eigentümer historischer Gebäude, die sich vorstellen können, diese der Stiftung übertragen. Damit die Gebäude erhalten werden können – „für jeden, für Generationen, für immer“, so formulieren die Stiftungsgründer ihre Vision.

Wichtig ist den Stiftungsgründern dabei, dass die künftigen „Schützlinge“, wie Haslauer die zu rettenden Gebäude liebevoll nennt, sich nicht in Museen verwandeln. Sie sollen stattdessen lebendig und denkmalgerecht genutzt werden, möglichst auch Besuchern zugänglich sein. Ein Seniorenheim in einem ehemaligen Kloster, Ferienwohnungen im historischen Vierseithof, Kulturveranstaltungen im alten Mühlengebäude – die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Baudenkmäler, die der Verein erhalten will.

Mehr Informationen

über die Stiftung „Kulturerbe Bayern“ im Internet auf www.kulturerbebayern.de

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