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Der Präsident des Landesamtes für Datenschutz Thomas Kranig.

Angst vor der Zukunft

Bayerns Datenschützer fühlen sich überlastet

München - Neue Aufgaben, zu wenig Mitarbeiter, Mehrarbeit: Bayerns Datenschützer scheinen mit der geplanten Neuregelung des Datenschutzes in Europa überfordert.

Bayerns Datenschützer sehen sich überlastet. Schon heute seien die Aufgaben „kaum mehr machbar“, sagte der Präsident des Landesamts für Datenschutzaufsicht, Thomas Kranig, am Donnerstag im Landtag. „Mir wird bange, wenn ich in die Zukunft schaue und sehe, wie wir heute so aufgestellt sind.“ Die in Brüssel geplante Neuregelung des Datenschutzes in Europa werde den 18 Mitarbeitern seiner Behörde sehr viel Mehrarbeit bringen.

Künftig wird die Ansbacher Behörde europaweit für alle Beschwerden über bayerische Firmen zuständig sein. „Egal, ob das aus Portugal, aus Litauen oder aus Malta kommt“, sagte Kranig. „Amtssprache Deutsch, das wird man aus faktischen Gründen vergessen werden müssen.“ Außerdem kämen neue Aufgaben hinzu, etwa die Datenschutzzertifizierung von Unternehmen.

Das Landesamt ist für den Datenschutz in der Privatwirtschaft zuständig. Daneben gibt es noch den bayerischen Datenschutzbeauftragten, der sich ausschließlich um den öffentlichen Dienst kümmert. Der Datenschutzbeauftragte habe „doppelt so viele Stellen wie wir“, klagte Kranig. Momentan trägt auch Kindersegen in der Behörde zu den Problemen bei: „50 Prozent unserer Informatiker sind im Erziehungsurlaub.“

Der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Franz Schindler, will Kranigs Wunsch nach mehr Mitarbeitern unterstützen: „Da muss man allmählich versuchen, etwas einzutüteln“, sagte der SPD-Politiker.

dpa

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