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Wassertest: Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml nimmt eine Wasserprobe am Starnberger See. Neben ihr stehen Starnbergs Landrat Karl Roth (CSU, l.) und der Leiter des Gesundheitsamts Lorenz Schröfl (r.).

Gute Nachricht

Bayerns Badeseen haben Top-Qualität und sind EU-weit spitze

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Starnberg – Das Wetter lädt im Freistaat zwar nicht gerade zum Schwimmen ein. Dennoch gibt es großartige Nachrichten: Bayerns Badeseen haben eine ausgezeichnete Wasserqualität.

Knatsch, knatsch. Zwei Schritte und man merkt, wie nass dieser Sommer ist. Das grasige Ufer am Badesteg Percha-Kempfenhausen ist bis zum Rand voll mit Regenwasser. Wenn’s am Wochenende wieder wärmer wird, kann sich das aber ändern. Dann ist Badewetter – für diesen Fall hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) eine gute Nachricht: Elf von zwölf Badestellen am Starnberger See haben eine ausgezeichnete Wasserqualität. Besser geht’s nicht.

Genauso ist es um den Großteil der 376 Badestellen an Bayerns Seen bestellt. 94 Prozent von ihnen verfügen über eine ausgezeichnete Wasserqualität. Das zeigen Gewässerproben, die die Gesundheitsämter routinemäßig nehmen. „Das ist deutlich über dem EU-Durchschnitt“, sagte Huml am Mittwoch. „Auch Kinder können ganz bedenkenlos in unseren Seen schwimmen gehen.“

Nur in drei Seen erhöhte Konzentration von Darmbakterien

Zwischen dem 15. Mai und dem 15. September überprüfen die Gesundheitsämter einmal im Monat die Wasserqualität an jeder Badestelle. Von den 1122 Proben, die bislang untersucht wurden, wiesen nur drei eine erhöhte Konzentration von Darmbakterien auf – und zwar im Erlensee im Kreis Ansbach, im Satzdorfer See im Kreis Cham und im Silbersee im Kreis Günzburg. Wenig später genommene Kontrollproben wiesen wieder sehr gute Werte auf. Auch die Qualität der Münchner Badeseen ist übrigens einwandfrei

Die Wasserqualität an Bayerns Seen ist auch in der Vergangenheit meist besonders gut gewesen. Nur Ereignisse wie die Jahrhundertflut vor drei Jahren trüben die Werte, weil organisches und anorganisches Material in die Seen geschwemmt wird. „Der viele Regen in diesem Jahr hat sich bisher aber nicht negativ auf die Wasserqualität ausgewirkt“, sagt Huml. Im Gegenteil. Das frische Regenwasser sei besser als tagelang anhaltende Hitze. Denn die begünstigt das Wachstum von Bakterien.

Sollten bei einzelnen Proben doch einmal erhöhte Werte gemessen werden, gibt es zunächst Kontrollproben. Fallen auch die bedenklich aus, können die Gesundheitsämter einzelne Badegebiete absperren oder Warnschilder aufstellen.

Wasser wird auch visuell begutachtet

Derzeit läuft bayernweit die vierte Probephase in diesem Jahr. Dabei werten Labore die Wasserproben bakteriologisch aus. „Wir gehen aber auch darüber hinaus“, sagt Lorenz Schröfl, der Leiter des Gesundheitsamts Starnberg. Das Wasser wird auch visuell begutachtet – auf Teerrückstände, Glasscherben, Plastikabfälle und so weiter. Außerdem werden auch die Werte der vergangenen vier Jahre in die Bewertung einbezogen, um negativen Ausreißern nicht zu viel Gewicht zu verleihen.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat auf seiner Internetseite eine interaktive Karte angelegt, auf der jeder der 294 Seen in Bayern samt Wasserqualität aufgeführt ist - hier geht's zur interaktiven Karte.

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