Bayerns Tierheime fordern Unterstützung

München - Bayerns Tierheime schlagen Alarm: Leere Kassen bedrohen die Existenz mehrerer Häuser in Bayern.

Wie der Tierschutzbund in Starnberg am Mittwoch mitteilte, gebe es - anders als in anderen Bundesländern - in Bayern keine staatlichen Finanzmittel für Tierheime. Um die Situation herrenloser Hunde, Katzen und Kaninchen nicht zu verschärfen, fordert der Tierschutzbund eine bundesweit einheitliche Regelung und einen Finanztopf für dringend erforderliche Investitionen in Tierheimen.

Laut Mitteilung steuern die Kommunen für Unterbringung, Futter, medizinische Versorgung und Vermittlung der Tiere zwischen fünf und 20 Prozent der tatsächlichen Betriebskosten bei. Vom Land gebe es keine Zuschüsse. Tierschutzvereine und Tierheime müssten die Kosten selbst tragen - hier reiße die sinkende Spendenbereitschaft ein Loch in die Kassen. “Die Tierheime übernehmen Aufgaben der Kommunen, wie die Betreuung von Fundtieren, bleiben aber auf den Kosten sitzen“, beklagt Nicole Brühl, Präsidentin des Tierschutzbundes in Bayern.

Der Tierschutzbund betreut in Bayern 72 Tierheime, in denen jedes Jahr 50 000 Tiere aufgenommen werden. Mehrere Häuser in Bayern stünden jedoch kurz vor der Schließung, wie Nicole Brühl auf dpa-Anfrage sagte. Sollte eines der Tierheime tatsächlich dicht machen müssen, käme es zu einer Kettenreaktion: Die Tiere würden auf andere Häuser verteilt, die dann völlig überfüllt wären und den Betrieb über kurz oder lang auch nicht mehr aufrecht erhalten könnten. Der Tierschutzverein sieht hier den Freistaat in der Pflicht.

dpa

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