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Gute Aussichten: Bayerns Wälder erholen sich wieder.

Bayerns Wälder erholen sich weiter

München - Bayerns Wälder leiden noch immer unter den Auswirkungen des heißen “Jahrhundertsommers“ 2003. Es geht den Bäumen aber immer besser. Sorgen bereitet Brunner allerdings das sogenannte Eschentriebsterben - eine Pilzkrankheit, gegen die es bisher keine Gegenmaßnahme gibt.

Bayerns Wälder erholen sich weiter von den Folgen des extrem trockenen “Jahrhundertsommers“ im Jahr 2003. Zum einen hat sich der Zustand der Waldbäume verbessert, zum anderen ist der Anteil deutlich geschädigter Bäume zurückgegangen. Das geht aus dem Waldbericht 2011 hervor, den Forstminister Helmut Brunner (CSU) am Mittwoch im Kabinett vorstellte. Damit setze sich der Erholungstrend nach dem extrem trockenen und heißen Sommer fort, unter dessen Folgen die Wälder jahrelang gelitten hätten.

Dem Waldbericht zufolge ging der mittlere Nadel- und Blattverlust um 0,3 Prozentpunkte auf 19,8 Prozent zurück. Zuletzt war die 20-Prozent-Marke im Jahr 2001 unterschritten worden. Bei den Nadelbäumen ging der Wert um 0,5 Punkte auf 18,4 Prozent zurück, bei den Laubbäumen um 0,1 Punkte auf 22,3 Prozent.

Der Anteil deutlich geschädigter Bäume sank um 0,4 Prozentpunkte auf 27 Prozent. Als deutlich geschädigt gelten demnach die Bäume, die schon mehr als ein Viertel ihrer Blätter oder Nadeln verloren haben.

Sorgen bereitet Brunner nach Angaben des Ministeriums allerdings das sogenannte Eschentriebsterben. Rund 60 Prozent der untersuchten Eschen zeigten bereits Symptome dieser Pilzkrankheit. Bislang aber gebe es trotz intensiver Forschung keine wirksame Gegenmaßnahme.

Brunner kündigte an, den Umbau von reinen Nadelwäldern in klimatolerante Mischwälder weiter voranzutreiben. Dies bleibe auch künftig “der herausragende forstpolitische Schwerpunkt“. “Wir werden diesen Weg weitergehen und die Waldbesitzer auch künftig beim Aufbau und der Pflege standortgerechter, leistungsfähiger und klimatoleranter Wälder unterstützen“, sagte der Minister.

Für den neuen Waldbericht hatten speziell geschulte Förster im Sommer den Zustand der Baumkronen untersucht. Dazu wurden an bayernweit 371 Punkten insgesamt knapp 9000 Bäume erfasst.

dpa

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