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Menschen bei einer Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

Initiativen und Verbände fordern deutschlandweit ein Bleiberecht

Bayernweite Demonstrationen gegen Abschiebungen nach Afghanistan

München - In sieben bayerischen Städten haben am Samstag Menschen gegen die Abschiebung afghanischer Flüchtlinge demonstriert. In Nürnberg versammelten sich bis zu 800 Menschen.

In sieben bayerischen Städten haben am Samstag Menschen gegen die Abschiebung afghanischer Staatsangehöriger in ihr Heimatland demonstriert. In Nürnberg, Augsburg, Kronach, Bayreuth, Memmingen, Amberg und Eichstätt forderten sie ein Bleiberecht für die Geflüchteten, wie Johanna Böhm vom Bayerischen Flüchtlingsrat mitteilte.

Nach Angaben der Polizei versammelten sich in Nürnberg bis zu 800 Menschen, in Augsburg schätzten die Beamten 400 Demonstranten. Initiativen und Verbände forderten deutschlandweit ein Bleiberecht für Schutzsuchende aus Afghanistan mit Verweis auf einen aktuellen Bericht des UN-Flüchtlingshilfwerks, nach dem sich die Sicherheitslage in Afghanistan verschlechtert hat.

Die Angst vor einer Abschiebung sei unter den in Bayern lebenden Afghanen groß. „Die Leute trauen sich teilweise nicht mehr in die Berufsschule“, sagte Johanna Böhm vom Bayerischen Flüchtlingsrat. „Wir fordern, dass die Bayerische Staatsregierung diesem Klima der Angst und Panik ein Ende setzt.“

Nach Angaben des Bayerischen Flüchtlingsrates leben derzeit 831 afghanische Staatsangehörige in Bayern, die abgeschoben werden sollen. Die Zahl aller in Bayern lebenden Menschen mit afghanischer Staatsangehörigkeit betrage etwa 19 000.

dpa

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