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Ein Mann griff in Bayreuth Mitarbeiter eines Job-Centers mit einem Messer an. Nun beginnt der Prozess gegen den 38-Jährigen. 

Prozess wegen versuchten Mordes

Nach schrecklichem Angriff in Job-Center: Urteil im Prozess um Messerattacke gefallen

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Ein Mann griff in einem Job-Center in Bayreuth Mitarbeiter mit einem Messer an. Es wurden drei Menschen verletzt. Im Prozess wegen versuchtem Mordes fiel nun ein Urteil.

  • Ein Mann hat in Bayreuth Mitarbeiter eines Jobcenters angegriffen.
  • Der 38-Jährige kam in Untersuchungshaft.
  • Nun fiel im Prozess wegen versuchten Mordes ein Urteil. 

Update vom 16. Dezember 2019: Das Landgericht Bayreuth hat im Mordprozess um einen Messerangriff im Jobcenter in Bayreuth am heutigen Montag (16.12.) ein Urteil gefällt. Der 38 Jahre alte Angeklagte wird als nicht schuldfähig angesehen, da er an paranoider Schizophrenie leide. Er wird nun dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht. 

Der Richter wandte sich direkt an den Angeklagten, der ein „besonderen Interesse an Messern“ habe. Es müsse „die Allgemeinheit geschützt werden und Sie selber auch“, so der Richter. Ob der 38-jährige Mann Berufung gegen das Urteil einlegen wird, ist nach Aussage seines Verteidigers erst einmal unklar. 

Nach Messerattacke in Job-Center: Angeklagter in Krankenhaus erneut ausgerastet

Update vom 3. Dezember: Im Mordprozess um einen Messerangriff auf drei Jobcenter-Mitarbeiter in Bayreuth hat das Landgericht die Öffentlichkeit ausgeschlossen. 

Ein öffentliche Verhandlung wäre für den Angeklagten eine zu „starke persönliche Belastung“, sagte der Richter zum Prozessauftakt am Dienstag. Er folgte damit einem Antrag der Verteidigung. Dem Mann wird versuchter Mord in einem Fall und versuchter Totschlag in zwei Fällen vorgeworfen.

Nach Angaben des Gerichts kommt eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung in Betracht. Schon seit seiner Festnahme befinde sich der Deutsche in einem Bezirkskrankenhaus. Vergangene Woche habe er dort eine Krankenschwester, einen Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes und einen anderen Patienten verletzt, so der Richter. Der Angriff zeige die psychische Belastung des Angeklagten.

Das Gericht setzte sechs Verhandlungstermine bis Mitte Dezember an. Die Urteilsverkündung am 16. Dezember ist öffentlich.

Nach Messerattacke in Job-Center: Haftbefehl gegen 38-Jährigen erlassen

Update vom 7. März, 17.00 Uhr: Nach der Messerattacke auf drei Mitarbeiter eines Jobcenters in Bayreuth sitzt ein 38-Jähriger in Untersuchungshaft. Ein Richter erließ am Donnerstag Haftbefehl unter anderem wegen versuchten Mordes, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der Mann steht unter Verdacht, am Vortag im Jobcenter drei Männer im Alter von 18, 29 und 23 Jahren unvermittelt mit einem Messer angegriffen zu haben. Die Opfer erlitten mehrere Schnitt- und Stichverletzungen.

Der Mann hatte die Flucht ergriffen, ein unverletzter Angestellter folgte ihm allerdings mit etwas Abstand und teilte der Polizei per Notruf dessen Standort mit. Kurze Zeit später nahmen Beamte den Tatverdächtigen fest. Bei ihm fanden sie zwei Messer. Der Mann kam in ein Gefängnis.

Nach Angaben der Ermittler ist der 38-jährige Tatverdächtige den Ämtern bekannt und war mehrfach seinen Verpflichtungen gegenüber dem Jobcenter nicht nachgekommen. Daher kürzte ihm die Behörde die Leistungen.

Video: Bundesverfassungsgericht entschärft Hartz-IV-Sanktionen

Lesen Sie auch: Ein Mann hat in Erding eine Messerattacke auf seinen Bekannten und dessen Familie verübt - und zwar an seinem Geburtstag. Ganz nüchtern war der 57-Jährige offenbar nicht mehr. 

Kripo Bayreuth ermittelt nach Messerattacke in Job-Center

Update vom 7. März, 8.35 Uhr: Nach der Messerattacke in einem Bayreuther Job-Center ermittelt derzeit die Kriminalpolizei Bayreuth. Die genauen Hintergründe zur Tat sind noch nicht bekannt.

Die drei verletzten Mitarbeiter des Job-Centers wurden ärztlich behandelt. Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht. Um die weiteren Angestellten kümmern sich Seelsorger, so die Polizei.

Messerattacke in Job-Center in Bayreuth: 38-Jähriger festgenommen

Update 15.13 Uhr: Nachdem ein 38-Jähriger in einem Job-Center in Bayreuth unvermittelt Mitarbeiter mit einem Messer angegriffen hatte, flüchtete der Mann. 

Kurze Zeit später konnten Beamte einen 38-jährigen Tatverdächtigen im Stadtgebiet festnehmen. Die drei Mitarbeiter wurden in einem benachbarten Ärztehaus behandelt. Ob sie in ein Krankenhaus müssen, war zunächst unklar. Auch Details zu den Hintergründen der Tat und zum Angreifer waren zunächst nicht bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Update 14.38 Uhr: Der Nordbayerische Kurier berichtet, dass der Angreifer zunächst geflüchtet war. Nach einem Großeinsatz der Polizei konnte der Mann jedoch kurze Zeit später gefasst werden.

Messerattacke in Job-Center: Drei Mitarbeiter verletzt

Bayreuth - Ein Großaufgebot der Polizei war am Mittwoch im Job-Center in der Spinnereistraße Bayreuth im Einsatz. Wie der BR berichtet, griff ein Mann am Mittag drei Mitarbeiter mit einem Messer an. Die Verletzungen seien nicht lebensgefährlich, berichtet der BR in Bezug auf die Polizei. Der Angreifer sei festgenommen worden.

Für einen 19-jährigen Mann endeten hingegen die Feierlichkeiten am Vatertag in Rostock blutig, wie nordbuzz.de*.

Job-Center in Bayreuth: Mann attackiert Mitarbeiter mit Messer

Der Mann sei nach ersten Erkenntnissen der Polizei gegen 12.15 Uhr in das Job-Center gegangen. Dort habe er Mitarbeiter mit einem Messer angegriffen. Drei Menschen wurden verletzt. 

Die Hintergründe sind noch unklar. Auch zur Identität des Mannes sind keine Details bekannt. In Nürnberg stach im Dezember ein Mann auf Frauen ein, im Februar gab es eine erneute Attacke auf eine Frau in Nürnberg.

mm/tz/dpa

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Ein schwerer Unfall hat sich auf der A9 ereignet, doch ein Ersthelfer reagierte genau richtig.

In Rostock hat ein Mann auf der Polizeiwache gestanden, seine Eltern getötet zu haben.

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In Nürnberg wurde ein junger Mann bei einer Messer-Attacke lebensgefährlich verletzt.

Keine fünf Euro bekommt eine psychisch und körperlich kranke Starnbergerin vom Jobcenter. Der Fall zeigt auf dramatische Weise, wie jemand durch das Sozialsystem fallen kann.

Zum Jahresende steigt wie gewohnt die Arbeitslosigkeit in Deutschland – doch diesmal so stark wie seit langem nicht mehr. 

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