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Die geplante Berufung der CSU-Politikerin Monika Hohlmeier in den Aufsichtsrat des Agrarhandelskonzerns Baywa hat bei Aktionären für Kritik gesorgt.

Posten als Aufsichtsrätin

Baywa-Aktionäre üben Kritik an Hohlmeier

München - Die geplante Berufung der CSU-Politikerin Monika Hohlmeier in den Aufsichtsrat des Agrarhandelskonzerns Baywa hat bei Aktionären für Kritik gesorgt.

Es sei fraglich, ob die Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß für den Posten kompetent sei, sagte der Aktionär Werner Marquardt bei der Hauptversammlung am Dienstag in München: „Welche Erfahrungen hat denn Frau Hohlmeier im Management eines Wirtschaftsunternehmens?“ Als Aufsichtsrätin müsse Hohlmeier Bilanzen lesen können, die Gewinn- und Verlustrechnung verstehen und bei Sitzungen anwesend sein. „Politiker kommen ja meistens später und gehen früher.“

Die Sorge um die Erfüllung einer Frauenquote dürfe nicht dazu führen, dass ungeeignete Kandidatinnen ausgewählt werden. „Frau Hohlmeier war bei ihrer politischen Aufgabenerfüllung in der bayerischen Landes- und Kommunalpolitik heillos überfordert und ist kläglich gescheitert“, schrieb er in einem Gegenantrag zu der Wahl, die am Nachmittag erfolgen sollte. Auch ein anderer Aktionär äußerte Kritik. Hohlmeier war unter dem Druck der Münchner CSU-Affäre 2005 als bayerische Kultusministerin zurückgetreten. 2009 gelang ihr mit dem Einzug ins Europaparlament das politische Comeback.

Mit einem Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro 2012 und 17 000 Beschäftigten ist die Baywa der größte Agrarhandelskonzern in Europa. Hohlmeier wäre die erste Frau im Aufsichtsrat auf Seiten der Anteilseigner. Bisher ist nur für die Arbeitnehmer eine Frau in dem 16-köpfigen Gremium.

dpa

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