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"Make Bayern great again" - Der auf Facebook berühmt gewordene "Addnfahrer" hat auch eine Gastrolle im Film "Austreten".  

Bayxit-Komödie „Austreten“

Der (Alb-)Traum vom eigenen Staat für Bayern

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Stolze Schotten wünschen sich die Unabhängigkeit von London, die Regionalregierung in Katalonien wagt ein Kräftemessen mit Madrid - und was ist mit dem Freistaat? 

München - Während das Streben nach einem eigenen Staat in Barcelona derzeit sogar in blutigen Auseinandersetzungen endet, können überzeugte Bayern seit Donnerstag im Kino über die Komödie „Austreten“ lachen. Vielleicht ist der Film zu all den ernsten politischen Konflikten unserer Zeit ein passender Gegenpol?

Dass auch so mancher CSUler manchmal heimlich von der Eigenständigkeit des Freistaates träumt, ist kein Geheimnis. Mit seinem Buch „Bayern kann es auch allein“ sorgte das CSU-Urgestein Winfried Scharnagl vor fünf Jahren für Diskussionen. 

Die Bayernpartei geht noch weiter als die Christsozialen. In ihrem weiß-blauen 10-Punkte-Plan fordert die Kleinpartei: „Bayern muss in den jetzt entstehenden ‚Vereinigten Staaten von Europa‘ das Recht bekommen, seine Interessen ohne die bisherige Vormundschaft durch Berlin selbst zu vertreten. Zu diesem Zweck wollen wir zu gegebener Zeit einen Volksentscheid über die bayerische Unabhängigkeit herbeiführen.“

Noch ist das zwar nicht mehrheitsfähig, aber laut einer YouGov-Umfrage will jeder dritte Bayer, dass der Freistaat aus der Bundesrepublik austritt.

Für alle, die sich auch schon immer eine bayerische Nationalmannschaft und eine Regierung ohne „Saupreißn“ gewünscht haben, aber das alles eher mit einem Augenzwinkern betrachten, bietet sich nun mit „Austreten“ ein Kinovergnügen der besonderen Art. 

Die Chiemgauer Geschwister Andreas und Tanja Schmidbauer haben den Film produziert. Die Schmidbauers haben sich auf Mundart-Komödien spezialisiert und bereits mit „Hinterdupfing“ (2014) einen kleinen Kinoerfolg in Süddeutschland gelandet. 

Darum geht‘s in „Austreten“ 

Im Film verkündet der bayerische Ministerpräsident Johann Reitmayer, gespielt von Markus Böker, durch eine unklare und unüberlegte Äußerung in einer Pressekonferenz den Austritt Bayerns aus der Bundesrepublik Deutschland. Dieser Satz löst eine regelrechte Medienlawine aus. 

Flüchtet in ein geheimes Versteck: Ministerpräsident Johann Reitmayer (Markus Böker).

Ministerpräsident Reitmayer sucht erstmal das Weite vor der Presse und zieht sich aufs Land zurück, während seine Kinder in einem „bayerischen Roadtrip“ nach ihm suchen. 

Und dann kommt noch ein Nebenkriegsschauplatz dazu: Auch die Franken fordern im Film ihre Unabhängigkeit! Und tatsächlich: Es gibt auch in echt eine „Partei für Franken“, die aber zunächst mal nur eine Fraktion im Landtag stellen möchte... 

Trailer zum Kinofilm „Austreten“

Das Portal rosenheim24.de* begleitete die Dreharbeiten, die u.a. auch im Landkreis Rosenheim stattfanden. Einen Bericht von der Film-Premiere in Prien finden Sie hier

*rosenheim24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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