Beamter verlangt von Schuldnerin Sex

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Traunstein - Das Verwaltungsgericht München hat einen Rechtspfleger (40) aus Traunstein gestern aus dem Beamtenverhältnis entlassen. Der Beamte signalisierte der Dame Entgegenkommen und wollte dafür Sex.

Der Rechtspfleger hatte einer Schuldnerin (47) ein unmoralisches Angebot gemacht. Am Telefon sagte er ihr, dass man wegen ihrer überfälligen Raten „ins Geschäft kommen könne“, wenn sie „1,75 Meter groß und blond“ sei. Als sie in sein Dienstzimmer bei der Staatsanwaltschaft Traunstein kam, forderte er sie auf, sich nackt auf den Tisch zu legen. Weil sie fürchtete, dass jemand den Raum betritt, gab er ihr den Schlüssel. Die Frau bestand darauf, sich außerhalb des Dienstzimmers zu treffen. Der Rechtspfleger schrieb sich ihre Nummer auf.

Doch zu einem Treffen kam es nicht mehr. Stattdessen ging die Frau zur Polizei. Der Freistaat enthob den Beamten vorläufig vom Dienst und kürzte ihm das Gehalt um 20 Prozent. Im Mai verurteilte ihn das Amtsgericht Traunstein wegen „Vorteilsannahme“ zu einer Bewährungsstrafe. Im Disziplinarverfahren hoffte der Vater einer fünfjährigen Tochter nun auf ein mildes Urteil. Er gab zwar alles zu, sprach jedoch von einem „emotionalen Ausnahmezustand“ - er habe Eheprobleme gehabt.

Doch das Verwaltungsgericht blieb hart: Der 40-Jährige ist seine Stelle los. „Er hat seine Amtspflicht aufs Gröbste missbraucht“, sagte die Vorsitzende, „das Vertrauen ist unwiederbringlich zerstört.“

Nina Gut

Rubriklistenbild: © dpa

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