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Ein Beamter hat Überweisungen so manipuliert, dass das Geld bei ihm - und nicht bei der Stadt - landete.

Beamter veruntreut eine viertel Million Euro

Regensburg - Bei der Regensburger Stadtverwaltung hat ein Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum rund eine viertel Million Euro veruntreut.

Die eigenen Rechnungsprüfer der Stadt haben den Fall den aufgedeckt. Der Verdacht richtet sich gegen einen Beamten der mittleren Führungsebene, teilte die Verwaltung am Dienstag mit. Gegen den 59 Jahre alten Mann wurde von der Stadt Strafanzeige erstattet.

Nach Angaben der Regensburger Staatsanwaltschaft sind offenbar Überweisungen der Stadt so manipuliert worden, dass letztlich das Geld bei dem Beamten landete. Nach den bisherigen Ermittlungen wird von einem Schaden von rund 240.000 Euro ausgegangen. "Die genaue Summe wird noch überprüft", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Günther Ruckdäschel.

Oberbürgermeister Hans Schaidinger (CSU) hat ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten angeordnet. "Wir werden außerdem Schadensersatzansprüche geltend machen", sagte der OB laut Mitteilung. Der Personalausschuss der Stadt soll zudem bald über weitere Maßnahmen entscheiden.

Derzeit ist der Mitarbeiter nach Angaben einer Sprecherin der Verwaltung nicht im Dienst. Die Stadtverwaltung will nach dem Untreuefall nun auch das Finanzsystem der Kommune auf eventuelle Sicherheitslücken überprüfen.

dpa

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