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Evangelische Kirche will Buß - und Bettag zurück

München - Das könnte dem neuen evangelischen Landesbischof viel Sympathie bringen: Bedford-Strohm fordert die Wiedereinführung des Buß-und Bettags als Feiertag.

Bayerns neuer evangelischer Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm will den Buß- und Bettag wieder als Feiertag haben. Dieser Tag sei Ausdruck einer politischen Kultur, in der das Zugeben von Fehlern und das Lernen daraus kein Zeichen von Schwäche sei, sondern von Weisheit, sagte er am Mittwoch laut Redetext in seiner Buß- und Bettags-Predigt in der Münchner St. Matthäuskirche. In der Kultur dieses Tages würden der Respekt und die Achtung vor dem Anderen nicht nur in Festreden beschworen, sondern würden zum Lebenselixier. Der Buß- und Bettag spiele deshalb auch nicht nur innerhalb der Kirche eine Rolle. “Er ist ein öffentlicher Feiertag, den wir für unsere Kultur dringend brauchen“, betonte der Landesbischof.

Die evangelischen Christen feiern den Buß- und Bettag als Tag der Besinnung und Neuorientierung. Der Tag wurde erstmals 1532 begangen und geht auf den Brauch zurück, Gott in Notzeiten mit einem Bußgottesdienst um Vergebung und Hilfe zu bitten. 1893 wurde der Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag Mitte November als einheitlicher Buß- und Bettag eingeführt. 1995 wurde er jedoch mit Ausnahme in Sachsen als gesetzlicher Feiertag abgeschafft, um so die Pflegeversicherung zu finanzieren und den Arbeitgebern für ihren Anteil einen Ausgleich zu schaffen.

dpa

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