Mutmaßlicher Behandlungsfehler

Mutter fordert 900.000 Euro von Ärzten

Nürnberg - Ärzte einer Nürnberger Kinderklinik sollen einen Buben falsch behandelt haben, so dass der heute zwölf Jahre alte Junge eine Behinderung hat. Die Mutter fordert 900.000 Euro.

Wegen angeblicher Fehler bei der Behandlung eines zwei Jahren alten Buben müssen sich Ärzte einer Nürnberger Kinderklinik derzeit vor dem örtlichen Landgericht verantworten. Die Einschätzung der klagenden Mutter stützte am Dienstag weitgehend ein Gutachter.

Der Fachmann erklärte vor Gericht, die Behinderung des heute Zwölfjährigen hätte wahrscheinlich verhindert werden können, wenn die Ärzte dem im März 2004 eingelieferten Buben spätestens am nächsten Tag ein Antibiotikum verabreicht hätten.

Die Mutter des Kindes hat die Klinik wegen angeblicher Behandlungsfehler auf Schmerzensgeld und Schadenersatz in Höhe von 900 000 Euro verklagt. Das Kind ist heute zu 80 Prozent behindert. Das Zivilverfahren läuft seit 2009.

dpa

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