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Auch der Starnberger See wurde auf Keime untersucht.

Zehn Gewässer unter die Lupe genommen

Neue Untersuchung: In diesen beliebten bayerischen Badeseen gibt es multiresistente Keime

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Im südbayerischen Raum wurden zehn beliebte Badeseen auf antibiotikaresistente Bakterien untersucht. Dabei kam heraus, dass zwei Gewässer mit multiresistenten Erregern belastet sind.

Ob Starnberger See, Schliersee oder Chiemsee - an warmen Sommertagen zieht es viele Menschen an die oberbayerischen Badeseen. Allerdings finden sich dort nicht nur antibiotikaresistente Keime, sondern teilweise sogar multiresistente Erreger. Das ergab eine Untersuchung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). 

Zusätzlich zur monatlichen Routineuntersuchung analysierte das Amt zehn beliebte südbayerische Badeseen unter anderem auf Staphylokokken, Darmbakterien und Pseudomonaden. Untersucht wurden Proben des Schliersees, Faulensees, Forggensees, Chiemsees, Starnberger Sees, Feldmochinger Sees, Langwieder Sees, Regattasees, Seehamer Sees und des Sees Wakelake.

Da Antibiotikaresistenzen auch natürlicherweise vorkommen, ist es nicht überraschend, dass sich im Ergebnis Keime mit Resistenzen gegen einzelne Antibiotika fanden. Diese wurden in 42 von 57 Proben festgestellt. 

Bedenklicher sind allerdings multiresistente Keime, die im Wakelake und Seehamer See gefunden wurden. Die Konzentration der Enterobakterien war allerdings gering, sodass kein Gesundheitsrisiko beim Baden besteht. Laut LGL gebe es daher keinen Grund, einen der untersuchten Seen zu meiden. 

Entwarnung: Von den Keimen geht keine Gesundheitsgefährdung aus

Zur Einordnung der Ergebnisse gilt zu beachten, dass Gewässer naturbedingt nicht steril sind. Bakterien können zum Beispiel über Abwässer oder durch Menschen und Tiere in die Gewässer gelangen. Grundsätzlich sind gesunde Menschen durch Keimbelastungen kontrollierter Badegewässer nicht gefährdet, unabhängig davon, ob diese Keime Antibiotikaresistenzen aufweisen oder nicht. 

Personen mit ausgeprägter Abwehrschwäche oder größeren offenen Wunden sollten vor dem Baden in Gewässern jedoch grundsätzlich vorsichtig sein und vorab ihren behandelnden Arzt konsultieren, rät Präsident des LGL, Dr. Andreas Zapf. 

Lesen Sie auch:

Unsichtbares Übel: Bayerische Badeseen von Keimen verseucht

Bestnoten für Bayerns Seen - außer für einen

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