Debatte um die Cannabis-Legalisierung

User-Diskussion: "Bekifft oder besoffen - wo ist der Unterschied?"

München - Cannabis legalisieren? Das wird nicht nur in der Politik heiß diskutiert. Auch unsere User haben dazu klare Meinungen.

In der Politik gibt es erste prominente Befürworter aus den Reihen der SPD. Argumente gibt es Für und Wider, wie auch die Kommentare unter dem verlinkten Artikel beweisen.

User "Neuer Gast" formuliert es so: "Bekifft oder besoffen, wo ist der Unterschied? Medizinisch ist Alkohol die weitaus gefährlichere Droge." Bedenken hat "Potzplitz", der die Folgen des Passivkonsums nicht unterschätzen will: "Dann lassen Sie es mal auf so einen Fall ankommen, wo jemand medizinisch notwendig Cannabis raucht und Sie daneben sitzen. Dann werden Sie bei der Heimfahrt von der Polizei kontrolliert und verlieren Ihren Lappen. Was ist dann?"

"Macht neutrale wissenschaftliche Studien"

Für "Grüner Sozialpädagoge" ist die Diskussion mühsam: "Also der Einsatz in der Schmerztherapie mag ja durchaus begründet sein. Da bin ich natürlich auch für die Freigabe. Was mich stört, ist der Umgang der Politiker mit dem Thema. Insbesondere die Grünen verbösern die Diskussion mit ihren inkompetenten Einlassungen und machen Lösungen schwierig." User "Gastinator" sieht sogar gar keinen Diskussionsbedarf: "Was also gibt es hier schon wieder zu "debattieren"? Macht neutrale wissenschaftliche Studien, wertet Statistiken aus, stellt vorbehaltlose Untersuchungen an... Sollte sich dabei zeigen, dass Cannabis nicht die angebliche Einstiegsdroge ist und nicht schädlicher als bereits legale Drogen ist, dann wüsste ich nicht, was einer Legalisierung im Wege stehen sollte. Oder eines Verbots natürlich, sollten die Studien entsprechend Negatives ergeben."

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"Der Kiffer würde dich angrinsen"

"Kati" argumentiert aus der Praxis: "Der Säufer würde dich anpöbeln, der Kiffer würde dich angrinsen. Was wäre dir lieber, wenn dir ein Zugedröhnter einmal begegnen sollte?" Die CSU stellt sich noch total gegen eine Legalisierung. "Georg" argumentiert deshalb gleich mit Gott: "Wer meint, eine von Gott gegebene Pflanze verbieten zu müssen, paktiert mit dem Teufel!" User "Gautinger" liefert gleich noch eine humoristische Gegenfrage: "Weihrauch enthält THC. Gab es bisher in Kirchen Hausdurchsuchungen?"

Ein Cannabis-Club könnte helfen

Ein User gab sich den Namen "Boarischa Krautmo", nach einem Lied von Hans Söllner. Für ihn ist wichtig, dass die Verbraucher auch geschützt werden: "Das Wichtigste ist wohl der Jugend- und Verbraucherschutz, der im jetzigen Zustand einfach eine Katastrophe ist. Ein Vorschlag hierzu wären Cannabis-Clubs, bei denen Konsumenten ab 18 oder 21 Jahren eine Mitgliedsausweis beantragen müssen, um Cannabis kaufen zu können. Diesen Ausweis sollte man erst durch ein, von einem Arzt erstelltes Dokument, das beweist, dass der Arzt über alle möglichen Nebenwirkungen und Gefahren aufgeklärt hat, erhalten können."

"Ein Verbot muss her!"

"Also als bekennender Raucher bin ich natürlich dagegen. Man hat mir mit der Tabaksteuer, Rauchverbot in Restaurants, öffentlichen Gebäuden durch den Preis bestimmt mich zum selber Drehen gezwungen derart die Lebensqualität versaut, dass ich in keinster Weise bereit bin, anderen ihre Laster zu tolerieren." Das meint ein Gast in unserer Kommentarfunktion. Ganz radikal antwortet "Stammtisch Vertreter": "Ich bin auf alle Fälle gegen jede Art von Drogen. Ein Verbot muss her! Und zwar mit hohen Strafen!"

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Rubriklistenbild: © dpa

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