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Eine Tankstelle in Salzburg: Hier kostete Sprit nur wenig mehr als 50 Cent.

Kampf-Zahlen in Salzburg/ Diesel für einen halben Euro

Preiskampf an Zapfsäule: Liter Sprit für 50 Cent

Das Autofahrer-Märchenland beginnt gleich hinterm Walserberg – und Achtung! Das ist kein Scherz: Am Montag Nachmittag kostete der Liter Sprit an einigen Tankstellen in Salzburg nur etwas mehr als 50 Cent.

Jet an der Münchner Straße verlangte 51,9 Cent für Diesel, für Super 58,7 Cent. Ausgewählte Tankstellen von BP, Shell, OMV sind drei bis sieben Cent teurer. Der Grund: Auf dem umkämpften und bei Tanktouristen beliebten Terrain gibt es einen neuen Platzhirschen: die Free Engergy Trading (FE), die am Sonntagnachmittag in einer Geheimaktion an drei Standorten mit dem Namen Diskont ihre Säulen auf „Ozapft“ stellten.

Geschäftsführer des Unternehmens ist der ehemalige Rennfahrer Markus Friesacher, seine zwei Mitgesellschafter heißen Stephan Pröll, Sohn des niederösterreichischen Landeshauptmanns, und Elisabeth Eder aus Salzburg. Alle drei zeigen’s ab sofort den Öl-Multis – mit einem neuen Konzept:

Ihre drei Tankstellen werden auf den Parkplätzen der Hofer-Märkte, dem österreichischen Aldi, betrieben. Man kann nur mit Karte zahlen, die Tankstellen liefern nur Sprit, Motorenöl etwa muss man sich woanders besorgen. Derzeit helfen Hostessen beim Tanken, nach einer Anlaufzeit gibt es kein Personal mehr.

Die Folge der Neueröffnungen ist ein Preiskampf, wie es ihn noch nie gegeben hat. Diskont startete am Sonntagmittag an seinen Standorten Wals, Obertrum und Schallmoos mit einem Preis von 0,865 Euro (Diesel) und 0,973 Euro (Benzin). Folge: sofortige Staus, obwohl die Salzburger eigentlich mit Spritpreisen verwöhnt sind. Die OMV in Obertrum, die noch am Sonntag 0,959 Euro (Diesel) verlangt hatte, ging bis Montagmittag auf 0,585 Euro runter.

Seitdem purzeln die Preise an ausgewählten Standorten, meist sind das Tankstellen mit einem Hofer-Markt in der Nähe. Am Montag Abend führte die Jet-Tankstelle an der Münchner Straße den Wettbewerb im Unterbieten an – mit 0,519 Euro (Diesel) und 0,589 (Benzin). „Wir können das durchhalten“, hieß es dort. Doch wie lange herrschen diese paradiesischen Zustände? „Keine Auskunft.“

Markus Friesacher jedenfalls ist bislang super zufrieden. Er sagte der APA: „Es kommen junge und alte Leute, Frauen wie Männer. Sie können zu Discountpreisen einkaufen und zwei Cent günstiger tanken als die Konkurrenz.“ Der Spritwahnsinn hält ganz Salzburg auf Trab, viele Leute fotografieren die Preistafeln für die Nachwelt. Auch Günther Frühwirth vom Autofahrer-Club ARBÖ: „So billig war Diesel noch nie.“

mc

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