Sieben Mal mussten die Helfer der Berg- und Wasserwacht Berchtesgadener Land vergangenes Wochenende ausrücken. Sie retteten erschöpfte und verletzte Wanderer.
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Sieben Mal mussten die Helfer der Berg- und Wasserwacht Berchtesgadener Land vergangenes Wochenende ausrücken. Sie retteten erschöpfte und verletzte Wanderer.
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Retter gefordert

Erschöpfte Wanderer: Einsatzflut für Berg- und Wasserwacht

Erschöpfte und verletzte Wanderer bescherten Wasser-und Bergwacht am Wochenende zahlreiche Einsätze im Berchtesgadener Land. Sieben Mal rückten die Retter aus.

Berchtesgadener Land – Die Hitze war wohl zu viel für ihn. Am Freitag gegen 14 Uhr wurden die Bergwacht Ramsau und die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ wegen eines bewusstlosen Mannes alarmiert. Er brauchte ärztliche Hilfe, also flogen die Retter ins Wimbachgries. Der Bewusstlose lag rund zehn Gehminuten entfernt. Wie ein Sprecher des BRK-Kreisverbands Berchtesgadener Land mitteilt, stellte sich die Situation vor Ort allerdings weniger dramatisch dar. Die Bergwacht konnte den Patienten mit dem Auto zur Wimbachbrücke fahren.

Zeitaufwändiger Rettungseinsatz am Obersee

Zur Fischunkelalm am südöstlichen Obersee-Ufer rückten Berg- und Wasserwacht wegen eines verletzten Mannes am Samstag gegen 13.30 Uhr aus. Der 49-Jährige brauchte wegen einer Fußverletzung medizinische Hilfe. Die Einsatzkräfte fuhren zunächst mit dem auf dem Motorrettungsboot verladenen All-Terrain-Vehicle (ATV) über den Königssee bis zur hinteren Anlegestelle in Salet. Von dort aus mit dem ATV bis zum Obersee und mit einem Boot über den Obersee. Der vom Bergwacht-Notarzt versorgte Mann wurde in die Kreisklinik Berchtesgaden gebracht. Der Einsatz dauerte rund zweieinhalb Stunden. Die Bootsfahrt war aufgrund von Windböen mit einer Geschwindigkeit von rund 50 Kilometern pro Stunde relativ schwierig.

Während dieses Einsatzes ging um 14 Uhr der nächste Notruf ein. Am Falzsteig am Watzmann befand sich eine erschöpfte 52-jährige Frau aus Hessen. Die zwölfköpfige Gruppe, mit der sie unterwegs war, stand an einer Felsstufe im Steig. Mit dem Notarzthubschrauber „Christoph 14“ wurden zunächst im Schwebeflug Einsatzkräfte in der Nähe abgesetzt. Doch der Wind wurde zu stark. Deshalb forderten die Helfer einen Transporthubschrauber der Bundespolizei mit Rettungswinde an. Er brachte sie und die Frau ins Tal, anschließend wurde die 52-Jährige mit dem Rettungswagen in der Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht.

Hamburger (89) verletzt sich an der Almbachklamm

Ein erschöpfter und leicht verletzter Hamburger (89) wurde in die Kreisklinik Berchtesgaden eingeliefert. Ihm mussten die Bergwachten Berchtesgaden und Marktschellenberg kurz nach 16 Uhr zu Hilfe eilen. Der Senior befand sich auf dem Almbachklamm-Umgehungsweg zwischen Kugelmühle und Maria Gern.

Später gab es noch einen abendlichen Einsatz. Weil Lichter im Bereich der Wartsteinkante an der Reiter Alpe gesichtet wurden, wurden am Samstag gegen 22.30 Uhr die Polizeiinspektion und die Bergwacht Bad Reichenhall verständigt. Die Lichter hatten sich rund eine dreiviertel Stunde lang nicht bewegt und waren anschließend verschwunden. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Kletterer in den teils sehr schwierigen Routen in Not geraten waren, wurde ein Hubschrauber der Polizei aus München angefordert. Die Besatzung flog die Nordwände mit der Wärmebildkamera ab, konnte aber keine Bergsteiger entdecken, sodass der nächtliche Einsatz beendet wurde.

Erschöpfte 13-Jährige von der Gotzenalm ins Tal gebracht

Am Sonntag gegen 9.20 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden zur Gotzenalm ausrücken und eine erschöpfte 13-Jährige aus dem Landkreis Pfaffenhofen ins Tal bringen. Das Kind wurde durch den Bergwacht-Notarzt versorgt und dann per Rettungswagen in die Kreisklinik Berchtesgaden eingeliefert. Gegen 15.45 Uhr ging ein weiterer Notruf von der Gotzenalm ein. Ein Mann (52) aus Nordrhein-Westfalen hatte sich am Fuß verletzt. Die Bergwacht brachte ihn mit einem Geländefahrzeug ins Tal. Von dort brachte ihn ein Rettungswagen in die Berchtesgadener Kreisklinik.

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