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Ein Bergretter aus Ramsau kümmert sich um einen Verletzten.

Bergrettung im Dauereinsatz

Ramsau - Bei strahlendem Bergwetter ist das Bayerische Rote Kreuz (BRK) in den Berchtesgadener Alpen gleich dreimal zu nächtlichen Rettungseinsätzen ausgerückt.

Mit Rettungshubschraubern, Geländewagen und Motorrädern, aber auch zu Fuß kamen die Retter in der Nacht zum Freitag den in Not geratenen Wanderern zu Hilfe, wie das BRK mitteilte. Sechs Bergsteiger aus Dresden konnten am Donnerstagabend ihren Abstieg vom Watzmann nicht mehr fortsetzen - ihnen waren die Getränke ausgegangen, sie waren völlig erschöpft.

Die Bergwacht im Einsatz

Die Bergwacht im Einsatz

Ein 23-Jähriger aus der Gruppe lief deshalb bergab, um an einer Wasserstelle die Wasserflaschen aufzufüllen. Doch als er wieder aufsteigen wollte, um das Wasser zu seinen Freunden zu bringen, verletzte er sich am Knöchel und konnte nicht mehr gehen. Deshalb stieg ein weiterer Mann zur Wimbachgries-Hütte ab und meldete die missliche Lage. Mehr als ein Dutzend Bergretter aus Ramsau brachen auf, um der Gruppe zu helfen.

Der Zustand der Wanderer war allerdings weniger schlecht als befürchtet. Nachdem sie etwas zu trinken bekommen und sich gestärkt hatten, konnten sie den Weg fortsetzen. Die Bergwachtler konnten die Wanderer mühsam und langsam, aber sicher auf eigenen Füßen ins Tal lotsen, wie es hieß. Der 23-Jährige mit der Fußverletzung musste allerdings im Krankenhaus behandelt werden.

Mit Hubschrauber gerettet wurde eine 16-Jährige aus der Region, die sich im Steinernen Meer bei einem Sturz den Fuß gebrochen hatte. In einem dreistündigen Einsatz mit zeitweise zwei Hubschraubern wurde die Jugendliche von der Wasseralm ins Krankenhaus geflogen.

Krankentransport per Boot

Kurz nach 2.00 Uhr morgens waren die BRK-Helfer noch einmal gefordert. Die Wasserwacht musste den Berchtesgadener Notarzt mit ihrem Rettungsboot über den Königssee nach Salet bringen, wo eine 41-jährige Einheimische mit starken Kreislaufproblemen auf Hilfe wartete. Sie wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht, der Transport lief erst per Boot und dann per Krankenwagen. Die Bootsfahrten über den Königssee bei Nacht sind nur mit Radar möglich. Selbst dabei muss die Wasserwacht in den Sommermonaten extrem vorsichtig sein. Ein Helfer mit Scheinwerfer beobachtet während der Fahrt ständig die Wasserfläche. Denn bei der derzeitigen Hitze sind einige Schwimmer auch nachts im Wasser, Badende seien sogar mitten im See gesichtet worden.

dpa

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