Bergrettung Tirol: Ein roter Hubschrauber der Bergrettung Tirol ist am Himmel von unten zu sehen.
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Tödliches Alpin-Drama: Bei einem Felssturz ist ein deutscher Bergsteiger ums Leben gekommen. (Symbolfoto).

Unglück in 3.300 Metern Höhe

Tödliches Drama in den Alpen: Bergsteiger aus Bayern stirbt in Felslawine

  • Kathrin Brack
    vonKathrin Brack
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Als sich die Gesteinsbrocken in Bewegung setzten, versuchten die Österreicher noch, die Deutschen mit lauten Rufen zu warnen. Ein Bergsteiger aus Bayern konnte sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen.

  • In Tirol hat sich am Ostgrat des Schrankogel auf 3.300 Metern Höhe ein tödlicher Alpinunfall ereignet.
  • Ein Felssturz verletzt fünf Bergsteiger.
  • Ein 46 Jahre alter Mann aus Deutschland stirbt.

Längenfeld – Trotz der Warnungen konnte sich ein 46-jähriger Mann aus Nördlingen nicht retten: Er wurde am Schrankogel (3497 Meter) in Tirol von einem großen Stein getroffen und stürzte ab. Er starb noch an der Unglücksstelle.

Neun Bergsteiger waren am frühen Samstagnachmittag am Schrankogel (3497 Meter) unterwegs: ein Alleingeher und eine Vierergruppe aus Österreich sowie eine Viererseilschaft aus Deutschland. Der Dreitausender im Sulztal ist der zweithöchste Gipfel der Stubaier Alpen, der Ostgrat eine leichte Klettertour.

Felssturz in Tirol (Österreich): Alpinisten versuchen sich in Sicherheit zu bringen

Nach ersten Ermittlungen trat einer der vier Österreicher beim Abstieg in etwa 3000 Metern Höhe einen Stein los, was wiederum einen größeren Felssturz auslöste. Wie die Landespolizei Tirol später mitteilte, versuchten alle Alpinisten, sich vor den herabfallenden Stein- und Felsbrocken in Sicherheit zu bringen. Der 46-Jährige stürzte aber getroffen von einem großen Stein rund 300 Meter über felsiges Gelände in eine Rinne ab.

Zwei seiner Begleiter wurden bei dem Felssturz leicht verletzt, der dritte Deutsche wurde mit Rippenverletzungen per Hubschrauber ins Krankenhaus Zams gebracht. Die Österreicher, die sich über den Deutschen befunden hatten, blieben unverletzt. Die Überlebenden wurden ins Tal geflogen und dort vom Kriseninterventionsteam betreut.

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Felslawine in Tirol

Besonders felssturzgefährdet sei der Schrankogel nicht, sagt ein Sprecher der Polizei Sölden. „Aber natürlich ist das hochalpines, wegloses Gelände, da gibt es einige lose Steine.“ Gegen die Österreicher werde ermittelt, der Fall geht an die Staatsanwaltschaft. „Das ist üblich, auch wenn es sich höchstwahrscheinlich um Fahrlässigkeit gehandelt haben wird.“ 

Es ist bereits das dritte Bergunglück im Juli, bei dem Menschen in Österreich durch Felsstürze ums Leben gekommen sind. Am Zustieg zur Eisriesenwelt im Bundesland Salzburg ist vor zwei Wochen ein 14-Jähriger gestorben, berichtet *Merkur.de. Ein schweres Unglück sorgte Mitte Juli für Schlagzeilen: In der Bärenschützklamm in der Steiermark starben kurz darauf zwei Frauen und ein Mann. Am Samstag wurden zudem zwei deutsche Kletterer am Predigtstuhl im Wilden Kaiser durch einen Felssturz verletzt, sie konnten sich allerdings selbst retten und wurden aus der Felswand geborgen.

Es war nur ein falscher Tritt: Vor den Augen der Familie stürzte ein Mann aus Nordrhein-Westfalen beim Abstieg vom Karhorn (Österreich) in den Tod. Ein Drama ereignete sich nun auch in den Pyrenäen. Ein Blitz schlug in eine Seilbahn ein.Zwölf Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Ein Kleinkind saß ebenfalls in der Gondel. Gut, dass es Instagram gibt. Eine junge Frau aus München musste in den Alpen gerettet werden. Ein zuvor gepostetes Bild half den Einsatzkräften bei der Suche.*Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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