Renate Bundschuh aus München wird nach einem Urlaub in den bayerischen Alpen vermisst. Rechts ihr Rucksack.
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Renate Bundschuh aus München wird nach einem Urlaub in den bayerischen Alpen vermisst. Rechts ihr Rucksack.

Wo ist Renate Bundschuh?

Rätsel um Bergsteigerin aus München: Polizei stellt dramatische Suchaktion ein - und hat doch noch Hoffnung

Eine Münchner Urlauberin ist in den Berchtesgadener Bergen verschwunden. Seit einer Woche dauert die dramtische Suche an. Nun gibt es neue Bilder.

  • Eine Münchner Wanderurlauberin wird vermisst.
  • Sie hatte sich in den Berchtesgadener Bergen aufgehalten.
  • Seit Freitag (24. Juli 2020) ist sie verschwunden - die Polizei geht einer neuen Spur nach.

Update vom 2. August: Weiterhin gibt keine neuen Hinweise in der Suche nach der vermissten Bergsteigerin Renate Bundschuh bei der Polizei. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Nachfrage am Sonntag bestätigte, werde die Suche nach der 53-Jährigen sofort wieder aufgenommen, sobald neue Hinweise eingingen. Dies sei im Moment allerdings leider nicht der Fall.

Bergsteigerin Renate Bundschuh verschollen - Polizei veröffentlicht Bilder

Update, 31. Juli: Immer noch fehlt von Renate Bundschuh aus München jede Spur. Die Polizei hat nun zwei Bilder veröffentlicht. Eines von Bunschuh selbst und eines von ihrem Rucksack. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd schreibt dazu:

„Trotz intensiver polizeilicher Ermittlungen und den damit verbundenen umfangreichen Suchmaßnahmen im alpinen Gelände bleibt die 53-jährige Renate Bundschuh aus München abgängig.“

Gleichzeitig wird die Suche im alpinen Gelände rund um ihr letztes Lebenszeichen am Rabensteinhorn in den Berchtesgadener Alpen eingestellt. Und die ging über eine Woche - und mehr als aufwändig. Nach dem gefundenen und vom Ehemann identifizierten Gipfelbucheintrag wurde die Bergregion rund um das Rabensteinhorn nochmals intensiv abgesucht. Bergwacht, Spürhunde, Drohnen, Hubschrauber - die Einsatzkräfte boten alles erdenklich Mögliche auf - allein, vergebens.

Auch Zeugenhinweise gibt es bisher - keine. Bundschuhs Verschwinden ist und bleibt ein Rätsel. Weil die Vermisste eine leidenschaftliche Schwimmerin war, wurden sogar die umliegenden Seen Salachsee und Thumsee wiederholt abgesucht - ebenfalls ohne Erfolg.

Dramatischer Appell an Zeugen: Wer hat diesen Rucksack oder Bundschuh selbst gesehen?

Nun setzt die Polizei ihre letzte Hoffnung auf Zeugen, die sich offenbar noch nicht gemeldet haben, oder die den Vermisstenaufruf noch nicht gesehen haben.

Renate Bundschuh vermisst - Beschreibung

  • Renate Bundschuh ist 53 Jahre alt,
  • ca. 173 cm groß,
  • und hielt sich in der Zeit von 19. Juli bis 24. Juli 2020 in Bad Reichenhall zu einem Wanderurlaub auf.
  • Sie hat schwarze, schulterlange Haare
  • und ist Brillenträgerin
  • Sie trug offensichtlich braune Wanderschuhe der Marke Meindl
  • graue Wanderkleidung.
  • Sie führte mit großer Wahrscheinlichkeit einen grau-grünen Wanderrucksack unbekannter Marke mit sich.

„Eine absolute Einsamkeit“ - Gipfelbucheintrag bringt Poiizei auf neue Region in den Berchtesgadener Alpen

Update, 28. Juli, 20.53 Uhr: Noch immer wird nach der vermissten Renate Bundschuh aus München gesucht (siehe unten). Wie die Polizei nun bekannt gab, suchte eine Hubschrauberbesatzung am vergangenen Samstag (25. Juli) die umliegenden Wandergebiete ab. Ein Polizeibergführer entdeckte schließlich im Gipfelbuch des Nordgipfels des Rabensteinhorns (Pflasterbachhorn) einen Eintrag, der der Vermissten zuzuordnen ist.

„Eine absolute Einsamkeit“ – diese Worte schrieb Renate Bundschuh am Freitag in das Gipfelbuch des Pflasterbachhorns, der 1270 Meter hohen Spitze eines Gebirgsstocks zwischen Thum- und Saalachsee westlich von Bad Reichenhall. Bei dem Eintrag steht keine Uhrzeit, auch kein Name. Doch ihr Ehemann hat die Schrift identifiziert.

Die Einsatzkräfte der Bergwacht und der Polizei suchen mit mehreren Trupps nach ihr. Der Weg am Müllnerhorn, den sie gegangen sein müsste, ist stellenweise von schroffem Gelände durchsetzt, teilweise steil und ausgesetzt. Er führt durch Wälder, an Gräben vorbei, verlangt Trittsicherheit und wegen seiner Länge Ausdauer. Wer hier wandert, wird kaum auf Massen treffen und will es auch nicht. Dennoch hofft Harald Kern, der stellvertretende Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bad Reichenhall, dass am Freitag auch andere Wanderer den Gipfel des Pflasterbachhorns erreichten, sich nur nicht ins Buch am Gipfelkreuz eingetragen haben. Die Polizei hofft, dass Renate Bundschuh anderen Wanderern begegnet ist, die Hinweise geben könnten.

Es war der einzige Eintrag, der dort am 24. Juli 2020 eingetragen wurde. Eine zeitliche Angabe war jedoch nicht hinterlassen worden. Es ist laut Polizei nicht auszuschließen, dass auch andere Wanderer den Gipfel besucht, sich aber nicht im Gipfelbuch eingetragen haben oder die umliegenden Wanderwege an diesem Tag nutzten, wo ihnen die Vermisste möglicherweise begegnet ist.

Aufgrund der zeitlichen Abfolge des Tagesablaufs könnte die Vermisste den Eintrag im Gipfelbuch um die Mittagszeit oder am frühen Nachmittag des 24. Juli vorgenommen, sich dort noch kurze Zeit aufgehalten und danach den Rückweg angetreten haben. Am späten Nachmittag desselben Tages, gegen 17.45 Uhr, wurde sie von ihrem Ehemann per WhatsApp auf ihrem Handy kontaktiert. Die Nachricht wurde laut Chatverlauf zwar übertragen, aber nicht gelesen.

Die Polizei bittet um Hinweise: Wer hat die vermisste Renate Bundschuh am Freitag (24. Juli) im Zeitraum von 11 Uhr bis 17.30 Uhr in diesem Bereich gesehen? Beobachtungen können der Polizeiinspektion Bad Reichenhall unter Telefon 08651/970-0 gemeldet werden. Mit jedem Tag, an dem die Münchnerin nicht aufzufinden ist, schwindet die Chance, sie lebend zu finden. „Aber wir hoffen natürlich, dass es gut ausgeht“, sagt Polizist Kern. Mittlerweile ist allerdings die Suchaktion gestoppt.

Münchnerin nach Wanderurlaub weiter vermisst: Mann wollte sie abholen, doch sie war nicht im Hotel - Polizei bislang ratlos

Update, 26. Juli 13.50 Uhr: Die Suche nach der vermissten Renate Bundschuh (53) aus München soll am Sonntagvormittag fortgesetzt werden. Das sagte Martin Emig, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Nachfrage von BGLand24.de. Bislang fehle von ihr jede Spur, auch Hinweise seien noch keine eingegangen.

Die Vermisste hatte sich in den vergangenen Tagen alleine im Wanderurlaub aufgehalten. Sie war in einem Hotel in der Innenstadt Bad Reichenhalls eingemietet. Ihr Gatte wollte sie am Samstag (25. Juli 2020) wieder abholen, doch weder war sie im Hotel anzutreffen, noch reagierte sie auf Kontaktversuche.

Erstmeldung vom 25. Juli

München/Bad Reichenhall - In den Berchtesgadener Bergen ist eine Münchner Wanderurlauberin als vermisst gemeldet worden. Das ließ die Polizei Bad Reichenhall in einer Pressemitteilung verlauten. Die 53-jährige Renate Bundschuh wurde zuletzt am Freitag (24. Juli 2020) in einem Hotel in Bad Reichenhall gesehen. Weil sie seitdem nicht mehr aufgetaucht ist, hat ihr Ehemann bei der Polizei Bad Reichenhall eine Vermisstenanzeige aufgegeben.

München/Berchtesgaden: Vermisste war allein im Wanderurlaub unterwegs

Die Vermisste hatte sich in den vergangenen Tagen alleine im Wanderurlaub aufgehalten. Sie war in einem Hotel in der Innenstadt Bad Reichenhalls eingemietet. Ihr Gatte wollte sie am Samstag (25. Juli 2020) wieder abholen, doch weder war sie im Hotel anzutreffen, noch reagierte sie auf Kontaktversuche.

Berchtesgaden/München: Polizei sucht mit Polizeihubschraubern nach Urlauberin aus München

Die Beamten starteten eine groß angelegte Suchaktion mit Polizeihubschrauber und Beamten der Alpinen Einsatztruppe. Hierbei wurden vor allem die Berge in der Nähe von Bad Reichenhall abgesucht. Seit Dienstag sind keine Wanderziele der Vermissten bekannt.

Bad Reichenhall/München: Polizei bittet um Mithilfe bei der Suche nach der Münchner Wanderin

Die Polizei bittet um Mithilfe bei der Suche. Zum einen bei der Suche nach der Person selbst, die folgendermaßen beschrieben wird:

  • 53 Jahre alt
  • Ca. 173 cm groß
  • Schwarze, schulterlange Haare
  • Brillenträgerin
  • Kleidung: Braune Wanderschuhe und graue Wanderkleidung.
  • Sie führt mit großer Wahrscheinlichkeit einen grasgrünen Wanderrucksack mit sich.

Insbesondere Wanderer sollen laut Polizei auf Gipfelbücher achten - womöglich hat sich die Vermisste in eines eingetragen.

Hinweise sollen an die Polizei Reichenhall (Telefonnummer 08651/9700) oder zu jeder anderen Polizeidienststelle geleitet werden. (cg)

Eine Vermissten-Suche der Polizei München kam kürzlich zu einem guten Ende: Die Vermisste wurde wieder aufgefunden.

In Oberbayern kam es kürzlich außerdem zu einem tragischen Unglück: Ein Kletterer stürzte bei einer Alpintour in den Tod.

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