Schulbus kracht in Hauswand - Mindestens 20 Verletzte

Schulbus kracht in Hauswand - Mindestens 20 Verletzte

Bergunglück in den Berchtesgadener Alpen

Altöttingerin stürzt 150 Meter in den Tod

Schönau - Tödliches Unglück in den Berchtesgadener Alpen: Eine Altöttingerin (53) stürzte 150 Meter in die Tiefe. Ihr Mann versuchte, ihr zu helfen, und musste dann selbst gerettet werden.

Eine 50-jährige Frau aus Altötting kam in den Berchtesgadener Alpen ums Leben. Sie stürzte am Donnerstagnachmittag vom Schustersteig in Schönau am Königssee 150 Meter in die Tiefe.

Gegen 13.55 Uhr ging der Notruf vom Hohen Göll vom Roten Kreuz ein: Oberhalb des Purtschellerhauses sei eine Frau aus Altötting, die mit einer Gruppe auf dem Schustersteig unterwegs war, abgestürzt. Andere Bergsteiger der Gruppe hatten ihren Schrei gehört und die Leitstelle Traunstein informiert. Der Mann der Verunglückten war noch durch brüchiges, absturzgefährliches Steilgelände abgestiegen, um der seiner Frau noch zu helfen und saß dann rund 20 Meter oberhalb fest.

Die Bergwacht Berchtesgaden setzte mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 14" einen Bergretter an der Unfallstelle ab, der aber nur noch den Tod der Frau feststellen konnte und dann weiter aufstieg, um den Ehemann oberhalb zu sichern. Der Hubschrauber brachte anschließend einen Notarzt vom Purtschellerhaus aus zu der Verunglückten, der die tödlichen Verletzungen bestätigte. Der Hubschrauber holte den Ehemann und den Bergretter danach per Tau ab. Die Bergung des Unfallopfers übernahm die Bergwacht Berchtesgaden zusammen mit dem österreichischen Polizeihubschrauber "Libelle". 

Ein bayerischer Polizeibergführer nahm die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang auf. Der Kriseninterventionsdienst der Bergwacht wurde zur Betreuung von Betroffenen voralarmiert. Der Rest der Gruppe stieg selbständig über das Purtschellerhaus ab und wurde von der Bergwacht ins Tal gebracht.

Am selben Tag passierte ein weiterer Bergunfall

Bereits am Vormittag gegen 11.40 Uhr war ein Notruf aus dem steilen Waldgelände in der Nähe des Röthbachs oberhalb der Fischunkelalm am Obersee eingegangen, wo eine 53-jährige Überseeerin am Steig ausgerutscht war und sich schwer am Fuß verletzt hatte. Der Rettungshubschrauber "Christoph 14" setzte den Notarzt und einen Bergwachtmann unterhalb der Unfallstelle ab, die zu Fuß aufstiegen und die medizinische Erstversorgung übernahmen. Der Pilot brachte dann weitere Einsatzkräfte der Bergwacht mit einer Gebirgstrage aus Schönau am Königssee zum Steig, da die Unfallstelle selbst wegen der dichten Bäume nicht per Tau erreichbar war. Sie stiegen zur Patientin auf, transportierten die Verletzte dann an einen geeigneten Punkt, wo sie mit dem Tau in den Hubschrauber gezogen werden konnte. Sie wurde in eine Klinik gebracht.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

So beurteilt der Lawinenwarndienst die Gefahr Dienstag
Lawinen sind der Alptraum für Wintersportler. In unserem Ticker sagen wir Ihnen, wie sich die Lage an den bayerischen Ausflugszielen aktuell darstellt.
So beurteilt der Lawinenwarndienst die Gefahr Dienstag
Wetterdienst warnt vor orkanartigen Böen in Alpennähe
Nach Burglind kommt nun das nächste Tiefdruckgebiet auf Bayern zugerast: „Evi“ trifft mit bis zu 115 km/h auf die Alpen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor orkanartigen …
Wetterdienst warnt vor orkanartigen Böen in Alpennähe
Schwerer Unfall bei Frasdorf: Straße komplett gesperrt - Ärger durch Gaffer
Gegen 17 Uhr ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall zwischen Achenmühle und Frasdorf im Landkreis Rosenheim. Die Kreisstraße ist gesperrt.
Schwerer Unfall bei Frasdorf: Straße komplett gesperrt - Ärger durch Gaffer
Fasching in Franken: Kein Konfetti-Verbot bei Umzügen 
Wenn die Faschingszüge durch die fränkischen Großstädten ziehen, wird es dort auch nach wie vor bunt sein. Es gibt kein Konfetti-Verbot für Würzburg, Nürnberg und Co. 
Fasching in Franken: Kein Konfetti-Verbot bei Umzügen 

Kommentare