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Ausgezeichnet: Der Vorsitzende der Bergwacht Bayern Norbert Heiland (rechts) dankte den langjährigen Mitgliedern Klaus Rothballer (v.l.), Wolfgang Buchner und Josef Hautmann für ihren unermüdlichen Einsatz im Ehrenamt.

Leistungsauszeichnung der Bergwacht

Bergwacht Bayern: Die Helden des Berg-Alltags

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München - Leben retten, Natur bewahren, Einsatzkräfte schützen – die Mitglieder der Bergwacht Bayern leisten Jahr für Jahr unzählige Ehrenamtsstunden. Besonders aktive Bergretter wurden gestern in der Münchner Residenz geehrt.

Neben den vielen schönen Stunden bei der Bergwacht sind es leider oft die traurigen, die besonders in Erinnerung bleiben. So ging es Wolfgang Buchner erst wieder in diesem Jahr, als er zu einem Einsatz gerufen wurde. Ein Mann war als vermisst gemeldet. Ein Zimmerer, mit dem Buchner zuvor noch zusammengearbeitet hatte, wie sich herausstellte. „Ich habe ihn gefunden“, sagt Buchner. Doch für den Mann kam jede Hilfe zu spät. „Wir konnten ihn leider nur noch tot bergen.“ Und den Leichnam für eine angemessene Bestattung wieder ins Tal bringen.

Seit 50 Jahren steht Wolfgang Buchner im Dienst der Bergwacht Hochland in Bad Tölz. Unzählige Einsätze hat der 67-Jährige hinter sich, im Sommer, im Winter, bei Tag und Nacht. Zudem war der gelernte Bauingenieur maßgeblich am Aufbau sowie an der Neugestaltung des hochmodernen Bergwachtzentrums in Bad Tölz beteiligt, wo die Lebensretter mittlerweile auch die schwierigsten Einsätze im Training simulieren können. Er liebt die Herausforderung, „den Reiz zu helfen unter schwierigen Bedingungen“. Für sein unermüdliches Engagement wurde Wolfgang Buchner gestern in der Münchner Residenz mit dem goldenen Ehrenzeichen der Bergwacht geehrt.

Er war damit einer von 25 Ausgezeichneten, denen Staatssekretär Gerhard Eck im Namen des Innenministers seinen Dank aussprach und Ehrenzeichen in Silber und Gold oder das Bergwacht-Edelweiß überreichte. „Sie sind unsere Helden des Alltags“, sagte Eck. Zu rund 8000 Einsätzen mussten die Mitglieder der bayerischen Bergwacht im Jahr 2015 ausrücken – das macht etwa 20 Einsätze pro Tag. Eine enorme Belastung für die vielen ehrenamtlichen Helfer, aber auch für deren Angehörige. Auch ihnen dankte der Bergwachtsvorsitzende Norbert Heiland, „denn ohne Eure Unterstützung wäre dieses Engagement nicht denkbar.“ Im edlen Vierschimmelsaal der Residenz durften die Geehrten dann ihre Urkunden in Empfang nehmen.

Unter ihnen war auch Josef Hautmann aus Bayrischzell im Kreis Miesbach. Seit 1971 ist er bei der Bergwacht – und seitdem steht die Gemeinschaft für ihn an erster Stelle. „Nur wenn die Zusammenarbeit Spaß macht, kann sie funktionieren.“ In den vergangenen 45 Jahren kümmerte er sich nicht nur um verunglückte Bergsportler: Er plante die Rettungswache in Bayrischzell, engagierte sich für die Koordinierungsstelle und die Rettungsstation am Sudelfeld und hatte außerdem immer die Naturschutzarbeit im Blick. Heute ist er vor allem in der Krisenintervention tätig – und hat damit die schwierige Aufgabe, Angehörigen traurige Nachrichten zu überbringen. Seine wichtigste Grundregel hierbei: „Immer den persönlichen Kontakt suchen.“

Der persönliche Kontakt ist auch für Klaus Rothballer besonders wichtig. Täglich ist das Bergwacht-Urgestein in der Rettungswache in Garmisch-Partenkirchen anzutreffen. Sein Schatz ist der Fuhrpark, um den er sich seit Jahrzehnten leidenschaftlich kümmert. Und beim G7-Gipfel betreute er die Kameraden rund um die Uhr. „Er trug maßgeblich zum reibungslosen Ablauf bei“, lobte Stefan Schneider, stellvertretender Vorsitzender der Bergwacht Bayern. Schöne Stunden statt traurige. Auch sie bleiben in Erinnerung.

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