Urlauber von Zwieselalm gerettet
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Junger Urlauber aus Nordrhein-Westfalen spurt bei einem dreiviertel Meter Neuschnee und erheblicher Lawinengefahr zu Fuß über den Mulisteig bis zur Zwieselalm und bricht dann kraftlos zusammen.
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Junger Urlauber aus Nordrhein-Westfalen spurt bei einem dreiviertel Meter Neuschnee und erheblicher Lawinengefahr zu Fuß über den Mulisteig bis zur Zwieselalm und bricht dann kraftlos zusammen.
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Junger Urlauber aus Nordrhein-Westfalen spurt bei einem dreiviertel Meter Neuschnee und erheblicher Lawinengefahr zu Fuß über den Mulisteig bis zur Zwieselalm und bricht dann kraftlos zusammen.
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Junger Urlauber aus Nordrhein-Westfalen spurt bei einem dreiviertel Meter Neuschnee und erheblicher Lawinengefahr zu Fuß über den Mulisteig bis zur Zwieselalm und bricht dann kraftlos zusammen.
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Junger Urlauber aus Nordrhein-Westfalen spurt bei einem dreiviertel Meter Neuschnee und erheblicher Lawinengefahr zu Fuß über den Mulisteig bis zur Zwieselalm und bricht dann kraftlos zusammen.

Vier Stunden dauerte der kräftezehrende Einsatz

Bergwacht rettet völlig erschöpften Urlauber von der Zwieselalm

Bad Reichenhall/Karlstein - Die Bergwacht rettete am Donnerstagnachmittag einen völlig erschöpften Urlauber. Er brach vor der geschlossenen Zwieselalm zusammen.

Zu einem unerwarteten und aufwendigen späten Winter-Einsatz sind am Donnerstagnachmittag die Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing ausgerückt: Ein 22-jähriger Urlauber aus Nordrhein-Westfalen war zu Fuß ohne Ski oder Schneeschuhe über den Mulisteig zur Zwieselalm aufgestiegen und dort völlig erschöpft zusammengebrochen. Der junge Mann musste bei rund einem dreiviertel Meter Neuschnee spuren und war sich der erheblichen Lawinengefahr vor allem unterhalb des Almhangs überhaupt nicht bewusst.

Wie der Kreisverband Berchtesgadener Land des Bayerischen Roten Kreuzes berichtet wollte der 22-Jährige eigentlich von seinem Urlaubsquartier in Schönau aus in den Berchtesgadener Bergen wandern gehen, ließ dann aber aufgrund des erneuten Wintereinbruchs davon ab und fuhr stattdessen mit dem Zug nach Bad Reichenhall, um den Zwiesel zu besteigen, den er als harmloser einschätzte. Vom Bahnhof aus ging er zu Fuß mit Jeans, Bergschuhen und einem relativ kleinen Rucksack los, musste über den Mulisteig bei rund einem dreiviertel Meter Neuschnee spuren, wobei er nur sehr langsam vorankam und sich völlig verausgabte. An der geschlossenen Alm brach er dann kraftlos zusammen und konnte sich nicht mehr bewegen, weshalb er gegen 15.50 Uhr in seiner aussichtslosen Lage bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf absetzte. 

Der viele Neuschnee erschwerte die Rettung erheblich

Wegen Wolken und Schneefall war ein Hubschrauberflug zur Alm nicht möglich. Die Einsatzkräfte konnten dann aufgrund des unerwartet vielen Neuschnees mit dem Auto nur über den Langacker bis zum Listanger fahren und mussten Retter und Ausrüstung von dort aus mit einem Raupen-All-Terrain-Vehicle (ATV) weiter bis zur Dreiviertelstunden-Tafel transportieren. Später schaffte es auch die Besatzung des Rettungsfahrzeugs, das zunächst im Schnee steckengeblieben war, mit Schneeketten weiter bis zum letzten Steilstück unterhalb der Dreiviertelstunden-Tafel. Von dort aus stiegen die Einsatzkräfte zu Fuß über den Mulisteig auf, wobei sie gegen 17.45 Uhr beim Patienten eintrafen, die medizinische Erstversorgung übernahmen und den frierenden jungen Mann gegen weiteres Auskühlen schützten. Aufgrund einer beginnenden Unterkühlung konnte der völlig Erschöpfte nur noch liegend im Akja abtransportiert werden, den weitere Retter an die Einsatzstelle brachten.

Höchste Vorsicht war auf Grund der Lawinengefahr geboten

Auch für die elf Bergwachtleute war der rund vierstündige Einsatz bei Lawinenwarnstufe 3 nicht ohne Risiko und durchaus mühsam. „Der Neuschnee hatte fast keine Bindung zum Untergrund, wobei vor allem der steile Almhang oberhalb des Steigs unter Spannung stand“, berichtet Bereitschaftsleiter Stefan Strecker, der seine gesamte Mannschaft nur mit Lawinen-Notfallausrüstung (Suchgerät, Sonde, Schaufel) ins Gelände gehen ließ. Sie brachten den 22-Jährigen unter vereinten Kräften per Akja bis zum Fahrzeug und dann gegen 19 Uhr ins Tal nur Bergrettungswache. Eine weitere medizinische Versorgung im Krankenkaus lehnte der Urlauber aber ab. Die Bergwacht war bis 20 Uhr gefordert.

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