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Streit um Orden im Kloster Altomünster

Zwangsgeld oder Ersatzhaft für Nonne?

Besetztes Kloster Altomünster: Etappensieg für Erzbistum

Seit Monten weigert sich Claudia Schwarz das Kloster Altomünster zu verlassen. Vor Gericht erlebte sie jetzt eine Niederlage. Die Erzdiözese darf sie rauschmeißen.

München - Im Streit um die Räumung des besetzten Klosters Altomünster hat die Erzdiözese München und Freising einen Etappensieg errungen. Das Landgericht München II wies am Montag eine Klage der 39-jährigen Claudia Schwarz ab, die sich damit gegen ihren Auszug wehrte. Schwarz sagt, sie wolle in dem aufgelösten Kloster des Birgitten-Ordens Nonne werden. Das Erzbistum kann nach dem Urteil nun ein Zwangsgeld oder Ersatzhaft beantragen, um die 39-Jährige zum Ausziehen zu zwingen.

Schwarz kündigte gegen die Entscheidung Berufung an. Das Gericht habe einen falschen Schluss gezogen, sagte sie. In einem Vergleich sei 2017 vereinbart worden, dass sie bis zu einer endgültigen Entscheidung der Apostolischen Signatur in Rom bleiben könne. Richter Marcus Preißinger kam allerdings zu dem Schluss, dass auch eine Vorentscheidung aus Rom schon für den im Vergleich vereinbarten Auszug genügt. Über Stunden hatte Preißinger zuvor an zwei Terminen Zeugen gehört, um herauszufinden, was in dem Vergleich tatsächlich vereinbart worden war.

Der Vatikan hatte die Auflösung des Klosters beschlossen, weil dort nur noch eine Nonne lebte, Apollonia Buchinger. Die Mindestbesetzung besteht aber laut Kirche aus drei Ordensfrauen. Apollonia zog vor einem Jahr in eine Wohnung in Vilseck in der Oberpfalz um. Schwarz kämpfte weiter. Für Apollonia formulierte sie einen Widerspruch beim Vatikan gegen die Kloster-Auflösung - und blieb im Kloster. Schwarz legt Wert darauf, dass sie das Kloster nicht besetzt hat. Sie sei in Übereinstimmung mit Apollonia eingezogen, um dort Novizin zu werden.

dpa/lby

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