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Schafbesitzer gesucht

Wer vermisst Cinderella? Herrenloses Schaf aus Gersthofen stellt Tierschützer vor Rätsel

Vor beinahe zwei Wochen fanden die Bewohner eines Mehrfamilienhauses ein Kamerunschaf in ihrem Keller. Seitdem sucht das Tierheim nach dem Besitzer des Tieres.

Augsburg - Woher kommt Cinderella? Diese Frage treibt die Geschäftsführerin des Augsburger Tierschutzvereins, Sabina Gaßner, um. Cinderella ist ein Kamerunschaf, das vor beinahe zwei Wochen alleine auf der Kelleraußentreppe eines großen Mehrfamilienhauses in Gersthofen gefunden wurde. Die Feuerwehr übergab das herrenlose Tier schließlich in die Obhut des Augsburger Tierheims, wie die Augsburger Allgemeine berichtete.

Seitdem suchen sie dort den Besitzer von Cinderella. „Wir haben den Fall auf Facebook gestellt und bei Schafhaltern angerufen“, erklärt Gaßner das bisherige Vorgehen. Damit sei man bislang eigentlich immer erfolgreich gewesen, so die Tierschützerin. Nicht so bei Cinderella. Bis heute konnte kein Besitzer ausfindig gemacht werden.

So sucht das Tierheim auf Facebook nach dem Besitzer von Cinderella:

Die fehlende Ohrmarke erschwert die Suche

Normalerweise verläuft so eine Suche unproblematisch, da landwirtschaftliche Nutztiere eine Kennzeichnung am Ohr tragen - auch Schafe werden so markiert. Cinderella trägt aber keine Marke. Sie ist vermutlich zu jung dafür. Die Tierschützer schätzen das Alter des Schafs auf drei bis vier Monate. Die Kennzeichnungspflicht besteht aber erst ab dem neunten Lebensmonat.

War sie nur „frisches Grillgut“?

Wie das Tier nach Gersthofen kam, ist noch völlig unklar. Kamerunschafe gelten als besonders widerstandsfähig und werden deshalb gerne von Wanderschäfern eingesetzt. Aber auch Hobby-Schäfer finden Gefallen an der Rasse. Es sei deshalb möglich, dass Cinderella unbemerkt ausgebüchst ist, oder ein unbedachter Kauf als Haustier war. Es komme auch vor, dass Jungtiere als „frisches Grillgut“ gekauft werden, so Gaßner.

Wie geht es weiter mit Cinderella?

Im Moment erholt sich das Schaf noch von den Strapazen auf einer Grünfläche des Tierheims, die speziell für Wildtiere ausgelegt ist. Das ist aber keine Dauerlösung. Denn Schafe sind sehr soziale und gruppenorientierte Tiere. Wie es mit Cinderella weiter geht, entscheidet sich deshalb in der nächsten Woche. Wenn sich bis dahin kein Besitzer meldet, soll das Schaf in eine neue Herde integriert werden. Für den Fall, dass auch das nicht klappt, wird sie bei den Krainer Steinschafen des Tierschutzvereins auf Gut Morhard südlich von Augsburg eine neue Heimat finden.

Lesen Sie auch: Sie fanden zu ihrem Besitzer zurück. 17 Walliser Landschafe, die im Hirschbachtal ausgebüchst waren, wurden von einem Wanderer entdeckt.

Thomas Benedikt

Rubriklistenbild: © dpa / Nicolas Armer

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