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Die wegen Mordes angeklagten Friedrich P. (r) und Michael S. (l) im Landgericht in Nürnberg

Bestattermord-Prozess geht mit Gutachten weiter

Nürnberg - Kann der Mord unter Bestattern in Büchenbach wie er von einem der Angeklagten geschildert wurde passiert sein? Das soll jetzt ein Gutachten klären.

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Mit diesem Gutachten eines Rechtsmediziners geht an diesem Dienstag (2. März) der Bestattermord-Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth weiter. Angeklagt sind zwei ehemalige Kollegen des Opfers, dessen Leiche die beiden Männer eingeäschert haben sollen. Während der eine Angeklagte behauptet, das Opfer sei untergetaucht und lebe wohlbehalten im Ausland, hatte der andere bereits gestanden, den 43-Jährigen auf Geheiß seines Komplizen erschlagen zu haben. Der Rechtsmediziner soll nun klären, ob der Mord wie geschildert möglich gewesen wäre. Ein Urteil wird Ende März erwartet.

Der 54-Jährige hatte ausgesagt, dem Opfer mit einem acht mal acht Zentimeter dicken Kantholz aus dem Sarglager von hinten auf den Schädel geschlagen zu haben. Hintergrund soll ein Streit ums Geld gewesen sein: Das Opfer hatte dem Drahtzieher 2005 sein Erlanger Bestattungsunternehmen für 72 000 Euro verkauft, das Geld aber offenbar ebenso wenig bekommen wie eine in Aussicht gestellte Zusatzzahlung von einer halben Million Euro. Als sich der Mann für den 7. April 2007 mit dem Käufer verabredete, um seine Forderungen durchzusetzen, habe dieser den Mordplan geschmiedet.

Die Leiche entsorgten die beiden Angeklagten dem Geständnis zufolge, als am nächsten Tag der Auftrag für eine Einäscherung kam: Die Papiere des Toten wurden gleich zweimal verwendet.

dpa

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