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Eltern können seit dem 1. August Betreuungsgeld beantragen.

Familienzuschuss wird gut angenommen

Bereits 4.800 Anträge für Betreuungsgeld

München - Das umstrittene Betreuungsgeld wird gut angenommen. Knapp einen Monat nach Einführung des Familienzuschusses sind in Bayern bereits mehr als 4. 800 Anträge eingegangen.

Diese Zahl entspricht dem Stand vom 29. August, sagte die Sprecherin des ZBFS, Sophie Schäpe, der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. „Wir gehen davon aus, dass die Marke von 5.000 Anträgen in den kommenden Tagen erreicht wird“, sagte die Sprecherin. Einen Anspruch auf das Betreuungsgeld haben alle Eltern, die für ihre seit 1. August 2012 geborenen Kinder keinen Kita-Platz und keine staatlich geförderte Tagesmutter in Anspruch nehmen. Zuständig für das Betreuungsgeld ist das ZBFS als nachgeordnete Behörde des bayerischen Sozialministeriums.

Zum Zeitpunkt der Einführung des Familienzuschusses am 1. August waren der Sprecherin zufolge viele Eltern noch nicht berechtigt, die Leistung zu beantragen. Das Betreuungsgeld wird erst nach Auslaufen des Elterngelds gezahlt, also meistens erst nach 14 Monaten. Das ZBFS schreibt Eltern aus seinem Elterngeldbestand an, sobald deren Kinder alt genug sind. „Stichtag für diese 14 Monate ist der 1. Oktober“, sagte Schäpe. „Wir haben inzwischen Anträge an Eltern verschickt, deren Kinder Anfang oder Mitte Oktober 14 Monate alt werden, und merken, dass jetzt deutlich mehr Anträge zurückgesendet werden.“

Seit der Einrichtung des Servicetelefons für Fragen zum Betreuungsgeld im März gingen über 13.000 Anrufe ein. „Das Interesse ist also da, die Eltern informieren sich“, sagte Schäpe. Pro Kind beträgt das Betreuungsgeld zunächst 100 Euro monatlich, ab 1. August 2014 150 Euro. Die SPD will das Betreuungsgeld, das von der CSU durchgesetzt worden war, im Fall eines rot-grünen Sieges bei der Bundestagswahl wieder abschaffen.

So funktioniert das Betreuungsgeld

So funktioniert das Betreuungsgeld

Die Sprecherin des ZBFS rechnet damit, dass mit dem Schulanfang mehr Anträge eingehen werden. Während der Sommerferien blieben die Anträge bei vielen Familien erst einmal liegen. „Außerdem kann der Antrag noch drei Monate rückwirkend gestellt werden“, sagte die Sprecherin. Deshalb sei es möglich, dass sich Eltern Zeit ließen.

Zudem erwartet das ZBFS, dass sich mit Schulbeginn die Situation vieler Familien verändert. „Kinder kommen in die Schule, Kinder aus Kindertagesstätten in den Kindergarten und Kita-Plätze werden frei“, sagte Schäpe. „Dann werden viele Eltern neu entscheiden, welcher Kita-Platz das Beste für ihr Kind ist.“ Diese Veränderungen könnten sich auch auf die Zahl der eingehen Anträge auswirken.

dpa

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