E-Mail-Welle schwappt über Oberbayern

Vorsicht Virus: Betrüger gaukeln Gutschrift vor

München - Sie haben 15.000 Euro auf Ihr Konto gutgeschrieben bekommen? Und wurden per Mail informiert? Vorsicht: Dahinter steckt ein übler Trick. Eine Welle dieser Mails schwappt jetzt über Bayern.

Seit einigen Tagen rollt eine regelrechte Welle von Mails auch über das südliche Oberbayern hinweg. “Ihrem Sparkassen-Bankkonto wurden 15.000 Euro gutgeschrieben” – so lautet in der Regel der Betreff der Nachricht. Und weiter liest man: “Im Auftrag unseres Kunden haben wir eine Einzahlung in Höhe von 15.000 Euro auf Ihr Sparkassen-Bankkonto vorgenommen. Unsere Bank hat uns mitgeteilt, dass die Überweisung aufgrund eines Fehlers in der Angabe Ihrer Zahlungsdaten nicht abgeschlossen werden kann. Bitte überprüfen Sie die Angaben und Bestelldaten auf unserer Webseite.” Nun folgen in der angeblichen Sparkassen-Nachricht zwei Verlinkungen, zu “Bestelldaten überprüfen” und “Kontakt”. Die Geschichte von den 15.000 Euro ist erlogen!

In ähnlichen Varianten wird der Empfänger mit Mails gelockt, die als Gutschriften, Gewinne, Rechnungen oder Mahnungen zugestellt werden und die Zip-Files als Anhänge haben. Diese Software sperrt möglicherweise den PC und es erscheint eine Meldung, wonach man durch Zahlung eines Geldbetrages (meist per UKASH) den Rechner wieder freischalten kann – was natürlich nie geschieht.

Die Tricks der Daten-Hacker

Die Tricks der Daten-Hacker

Wer den Links folgt oder die Anhänge öffnet, erlebt möglicherweise eine böse Überraschung. Denn die Nachricht ist der Versuch, die Computer argloser Opfer mit Schadprogrammen zu infizieren. „Auf der verlinkten Seite oder im Anhang lauert nämlich ein Exploit-Kit, das den Browser und seine Plug-ins auf diverse Sicherheitslücken abklopft. Wird das Kit fündig, schleust es durch die Lücke Schadsoftware auf den Rechner, der sensible Daten abschöpfen kann”, so Kriminalhauptkommissar Witgar Neumaier von der Rosenheimer Kripo.

Die Kriminalpolizei rät allen Betroffenen:

Wer eine solche Mail erhält, sollte sie umgehend löschen und keinesfalls einem der angegebenen Links folgen oder die Anhänge öffnen!

Ist es aber schon zu spät und Sie haben einen Link in der Mail geklickt bzw. Anhang geöffnet, hilft nur noch Schadensbegrenzung: scannen Sie Ihren kompletten Computer sofort mit einem aktuellen Virenschutzprogramm!

Ändern Sie danach umgehend Ihre Passworte – etwa für den Mailzugang, für soziale Netzwerke und besonders für Ihr Onlinebanking!

Weitere wertvolle Ratschläge und Verhaltensregeln zum Thema finden Sie auf den Seiten von ProPK (Polizeiliche Kriminalprävention des Bundes und der Länder) unter www.polizei-beratung.de oder beim BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) unter www.bsi.bund.de.

Rubriklistenbild: © dpa

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